Pallade Veneta - Hessischer AfD-Landtagsabgeordneter tritt aus Partei und Fraktion aus

Hessischer AfD-Landtagsabgeordneter tritt aus Partei und Fraktion aus


Hessischer AfD-Landtagsabgeordneter tritt aus Partei und Fraktion aus
Hessischer AfD-Landtagsabgeordneter tritt aus Partei und Fraktion aus / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Der hessische AfD-Landtagsabgeordnete Dirk Gaw ist aus der Partei und deren Fraktion ausgetreten. Das bestätigte ein Sprecher der AfD-Landtagsfraktion am Donnerstag in Wiesbaden. Gaw habe den Schritt am Mittwochnachmittag vollzogen. Zuvor hatte unter anderem der Hessische Rundfunk (HR) über den Austritt berichtet.

Textgröße ändern:

Die AfD-Fraktion im Landtag hatte bislang 27 Mitglieder, durch den Austritt von Gaw ergeben sich keine Auswirkungen auf deren rechtlichen Status. Bei der hessischen Landtagswahl im Oktober vergangenen Jahres errang die Partei 28 Mandate. Bereits vor der konstituierenden Landtagssitzung trat allerdings der über die AfD-Landesliste gewählte Abgeordnete Sascha Herr aus Partei und Fraktion aus. Er ist seitdem fraktionsloser Abgeordneter.

Gaw kündigte im HR an, künftig ebenfalls als fraktionsloser Abgeordneter im Parlament arbeiten zu wollen. Seinen Schritt begründete er gegenüber dem Sender unter anderem mit den jüngsten Berichten des Recherchenetzwerks Correctiv über ein Geheimtreffen von Rechtsextremen in Potsdam, bei der über eine Vertreibung von Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gesprochen worden sein soll. An dem Treffen nahmen demnach unter anderem AfD-Politiker teil.

AfD-Fraktionschef Robert Lambrou sprach am Donnerstag von "persönlichen Gründen" für die Entscheidung Gaws. "Der Druck, der durch die Diffamierung und Stigmatisierung auf unseren Parteimitgliedern lastet, ist enorm - wir bedauern sein Ausscheiden sehr", erklärte Lambrou in Wiesbaden weiter.

Gaw ist Polizeibeamter und war Sprecher für Justizvollzug und Sportpolitik der AfD-Fraktion. Der 52-Jährige positionierte sich laut Medienberichten innerparteilich gegen rechtsextremistische Tendenzen und gilt als gemäßigt.

C.Conti--PV

Empfohlen

Trump verteidigt Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik

US-Präsident Donald Trump hat das Aussetzen von Sanktionen gegen Russland gegen Kritik auch aus den Reihen seiner Republikaner verteidigt. Er sei dabei, einen Frieden im Ukraine-Krieg zu verhandeln und wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Große Fortschritte" würden in Gesprächen erzielt, erklärte Trump.

"Wut und Scham": Gewaltexzesse bei Protesttag senden Schockwelle durch Frankreich

Die Gewaltexzesse am Rande eines landesweiten Protesttages haben eine Schockwelle durch Frankreich gesandt. "Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham", sagte Präsident Emmanuel Macron am Sonntag in einer Fernsehansprache. Er verurteilte die "ungezügelte" Gewalt und rief zugleich dazu auf, zwischen Demonstranten mit "legitimen Forderungen" und Randalierern zu unterscheiden. Bei den Ausschreitungen am Samstag wurden rund 2400 Menschen festgenommen, fast tausend Sicherheitskräfte wurden verletzt.

Macron zu "ungezügelter" Gewalt: "Wir alle empfinden Wut und Scham"

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die "ungezügelte" Gewalt am Rande eines nationalen Protesttages verurteilt. Die Ausschreitungen seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Macron am Sonntagabend mit Blick auf die Gewaltexzesse des Vortages. "Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham." Der Präsident rief zugleich dazu auf, Demonstranten mit "legitimen Forderungen" nicht mit denjenigen zu verwechseln, "die zerstört, zertrümmert und geplündert haben".

Auswärtiges Amt ruft Deutsche in Frankreich zu "umsichtigem" Verhalten auf

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat das Auswärtige Amt deutsche Staatsbürger im Nachbarland zu "umsichtigem" Verhalten aufgerufen. "Weitere Demonstrationen und gegebenenfalls Ausschreitungen in den kommenden Tagen sind nicht auszuschließen", hieß es am Sonntagabend in aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen des Bundesaußenministeriums für Frankreich. "Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen, wenn möglich."

Textgröße ändern: