Pallade Veneta - Baerbock fordert Öffnung weiterer Grenzübergänge für Hilfslieferungen in den Gazastreifen

Baerbock fordert Öffnung weiterer Grenzübergänge für Hilfslieferungen in den Gazastreifen


Baerbock fordert Öffnung weiterer Grenzübergänge für Hilfslieferungen in den Gazastreifen
Baerbock fordert Öffnung weiterer Grenzübergänge für Hilfslieferungen in den Gazastreifen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und ihr britischer Kollege David Cameron haben ihre Forderung nach der Öffnung weiterer Grenzübergange von Israel in den Gazastreifen für Hilfslieferungen bekräftigt. "Die israelische Regierung muss endlich mehr Grenzübergänge für humanitäre Lieferungen öffnen und sicherstellen dass diese Hilfe dann auch ankommt, das ist ihre Verantwortung", sagte Baerbock am Donnerstag nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen in Berlin.

Textgröße ändern:

Cameron sagte, "wenn wir eine Hungersnot vermeiden wollen, ... brauchen wir 500 Lastwagen pro Tag".

Nach Schätzungen der UNO befinden sich im Gazastreifen derzeit 2,2 Millionen Menschen am Rande einer Hungersnot - insbesondere im Norden des Gebiets, in den die israelische Armee bislang keinen Zugang für Hilfsgüter gewährt. Das Welternährungsprogramm (WFP) bezeichnete die Lage am Dienstag als "katastrophal".

Der Krieg im Gazastreifen war am 7. Oktober durch den Großangriff der Hamas auf Israel ausgelöst worden, bei dem nach israelischen Angaben etwa 1160 Menschen getötet sowie 250 weitere als Geiseln verschleppt wurden. Einige wurden während eines ersten Feuerpause-Abkommens zwischen Israel und der Hamas im November freigelassen. Derzeit werden nach israelischen Angaben noch mehr als 130 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Rund 30 von ihnen sollen allerdings tot sein.

Als Reaktion geht Israel im Gazastreifen seitdem massiv militärisch vor. Dabei wurden nach jüngsten Hamas-Angaben, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, bislang mehr als 30.700 Menschen getötet.

Baerbock kommentierte am Donnerstag auch die gestrige Ankündigung der israelischen Regierung, den Bau von Siedlungen im Westjordanland fortzusetzen. Die Entscheidung sei "illegal, inakzeptabel und muss zurückgenommen werden", fordert die Außenministerin.

Israel hält das Westjordanland, in dem rund drei Millionen Palästinenser leben, seit dem Sechstagekrieg von 1967 besetzt. In dem Gebiet leben, ohne das annektierte Ostjerusalem, rund 490.000 Israelis in Siedlungen, die nach internationalem Recht als illegal gelten.

Anlass des Besuchs des britischen Außenministers in Berlin war der deutsch-britische Strategische Dialog. Dabei handelt es sich um ein Gesprächsformat, das beide Länder 2021 ins Leben gerufen hatten. Neben den Kriegen im Nahen Osten und der Ukraine sprachen Cameron auch über bilaterale Themen wie etwa die Auswirkung des Brexit auf den Jugendaustausch und Auslandsstudium. Baerbock lud Cameron zudem für den Sommer zur Fußball-Europameisterschaft der Männer nach Deutschland ein.

J.Lubrano--PV

Empfohlen

Iran-Krieg: Trump kündigt umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran an

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit "enormen" Strafmaßnahmen.

Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus

Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Eines kann ich: bauen!", sagte Trump. "Ich liebe das Bauen."

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: "Ja, das tue ich". Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong Uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr "absolut nicht bekannt".

Textgröße ändern: