Pallade Veneta - CO2-Emissionen der Bundeswehr 2022 laut Ministerium erneut gestiegen

CO2-Emissionen der Bundeswehr 2022 laut Ministerium erneut gestiegen


CO2-Emissionen der Bundeswehr 2022 laut Ministerium erneut gestiegen
CO2-Emissionen der Bundeswehr 2022 laut Ministerium erneut gestiegen / Foto: Christof STACHE - AFP

Die CO2-Emissionen der Bundeswehr sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr erneut gestiegen. Die Bundeswehr stieß 2022 insgesamt 1,77 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid aus, wie aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der BSW-Abgeordneten Sevim Dagdelen hervorgeht, die AFP am Freitag vorlag. Im Vergleich zu 2021 stiegen die Emissionen demnach um etwa 60.000 Tonnen. Zahlen für 2023 lagen noch nicht vor.

Textgröße ändern:

2021 war der Ausstoß gegenüber 2019 um 18 Prozent gewachsen. Das Ministerium betonte in seiner Antwort aber, dass das CO2-Aufkommen zwischen 2005 und 2021 um 35,7 Prozent gesenkt werden konnte.

Die Abgeordnete der Partei "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW), Dagdelen, kritisierte in diesem Zusammenhang die gestiegenen Rüstungsausgaben. "Die Ampel-Regierung ist vollkommen unglaubwürdig mit ihrer Klimaschutzpolitik angesichts der gigantischen Aufrüstung", sagte die außenpolitische Sprecherin der BSW-Gruppe im Bundestag zu AFP. "Wir brauchen Investitionen in Infrastruktur, Bildung und durchdachten Klimaschutz statt immer neuer Rekordausgaben für das Militär."

Knapp die Hälfte der Emissionen (0,85 Millionen Tonnen) im Jahr 2022 sind auf "militärspezifische Mobilität" zurückzuführen, wie das Ministerium weiter schrieb. Sie fallen durch Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe etwa bei Ausbildung, Übungen und Einsätzen an. Der Rest umfasst demnach etwa die Infrastruktur, also den Betrieb von Kasernen und anderen militärischen Einrichtungen.

Die gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland lagen laut Umweltbundesamt im Jahr 2022 bei 750 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten, der Großteil davon verursacht durch CO2.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Iran-Krieg: Trump kündigt umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran an

Angesichts der stockenden Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump einen umfassenden "Wirtschaftskrieg" gegen Teheran angekündigt. Es werde sich um "die vernichtendste Wirtschaftsoperation" aller Zeiten handeln, schrieb er am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Zudem drohte Trump jedem Land, das den Iran unterstütze oder mit ihm Geschäfte mache, mit "enormen" Strafmaßnahmen.

Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus

Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Eines kann ich: bauen!", sagte Trump. "Ich liebe das Bauen."

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: "Ja, das tue ich". Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong Uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr "absolut nicht bekannt".

Textgröße ändern: