Pallade Veneta - Gewalt bei Studenten-Demo gegen Hochschulreform in Griechenland

Gewalt bei Studenten-Demo gegen Hochschulreform in Griechenland


Gewalt bei Studenten-Demo gegen Hochschulreform in Griechenland
Gewalt bei Studenten-Demo gegen Hochschulreform in Griechenland / Foto: Aris MESSINIS - AFP

Bei Protesten gegen eine umstrittene Hochschulreform haben sich Demonstranten in Griechenland am Freitag gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Protestteilnehmer warfen Brandsätze und Steine und setzten Müllcontainer in Brand, die Polizei setzte Tränengas und Gummiknüppel ein, um die Studenten vom Parlamentsgebäude in Athen zurückzudrängen. Laut Medienberichten wurden mindestens acht Menschen verletzt und neun weitere festgenommen.

Textgröße ändern:

Die Proteste richten sich gegen ein geplantes Gesetz, mit dem Abschlüsse anerkannter Privatuniversitäten denen von staatlichen Hochschulen gleichgesetzt werden sollen. Zudem sollen ausländische Universitäten Niederlassungen in Griechenland gründen und dort als gemeinnützig gelten können, selbst wenn sie Studiengebühren erheben. Kritiker sehen darin eine Bevorzugung von Kindern aus reichen Familien.

Der Polizei zufolge marschierten rund 17.000 Demonstranten zum Parlamentsgebäude im Zentrum von Athen, die Organisatoren sprachen von 30.000 Teilnehmern.

Den Regierungsplänen zufolge sollen staatliche griechische Hochschulen mit der Reform die Möglichkeit zu Partnerschaften mit ausländischen akademischen Institutionen erhalten und damit international attraktiver werden. So könnten junge Griechen "an internationalen Unis studieren, ohne ihre Heimat zu verlassen", sagte Regierungschef Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Griechenland sei eines der letzten Länder der Welt, in dem es noch ein strenges staatliches Monopol in der Hochschulbildung gebe, beklagte er.

F.Abruzzese--PV

Empfohlen

"Wut und Scham": Gewaltexzesse bei Protesttag senden Schockwelle durch Frankreich

Die Gewaltexzesse am Rande eines landesweiten Protesttages haben eine Schockwelle durch Frankreich gesandt. "Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham", sagte Präsident Emmanuel Macron am Sonntag in einer Fernsehansprache. Er verurteilte die "ungezügelte" Gewalt und rief zugleich dazu auf, zwischen Demonstranten mit "legitimen Forderungen" und Randalierern zu unterscheiden. Bei den Ausschreitungen am Samstag wurden rund 2400 Menschen festgenommen, fast tausend Sicherheitskräfte wurden verletzt.

Macron zu "ungezügelter" Gewalt: "Wir alle empfinden Wut und Scham"

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die "ungezügelte" Gewalt am Rande eines nationalen Protesttages verurteilt. Die Ausschreitungen seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Macron am Sonntagabend mit Blick auf die Gewaltexzesse des Vortages. "Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham." Der Präsident rief zugleich dazu auf, Demonstranten mit "legitimen Forderungen" nicht mit denjenigen zu verwechseln, "die zerstört, zertrümmert und geplündert haben".

Auswärtiges Amt ruft Deutsche in Frankreich zu "umsichtigem" Verhalten auf

Nach den gewaltsamen Ausschreitungen in Frankreich hat das Auswärtige Amt deutsche Staatsbürger im Nachbarland zu "umsichtigem" Verhalten aufgerufen. "Weitere Demonstrationen und gegebenenfalls Ausschreitungen in den kommenden Tagen sind nicht auszuschließen", hieß es am Sonntagabend in aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen des Bundesaußenministeriums für Frankreich. "Verhalten Sie sich umsichtig und meiden Sie Demonstrationen, wenn möglich."

Macron zu Gewaltexzessen: "Wir alle empfinden Wut und Scham"

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die "ungezügelte" Gewalt am Rande eines nationalen Protesttages verurteilt. Die Ausschreitungen seien durch nichts zu rechtfertigen, sagte Macron am Sonntagabend mit Blick auf die Gewaltexzesse des Vortages. "Wir alle empfinden heute Abend Wut und Scham." Der Präsident rief zugleich dazu auf, Demonstranten mit "legitimen Forderungen" nicht mit denjenigen zu verwechseln, "die zerstört, zertrümmert und geplündert haben".

Textgröße ändern: