Pallade Veneta - Portugiesen wählen neues Parlament - Rechtsruck möglich

Portugiesen wählen neues Parlament - Rechtsruck möglich


Portugiesen wählen neues Parlament - Rechtsruck möglich
Portugiesen wählen neues Parlament - Rechtsruck möglich / Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA - AFP

In Portugal hat am Sonntag die vorgezogene Parlamentswahl begonnen. Die Wahllokale öffneten um 08.00 Uhr (Ortszeit, 09.00 Uhr MEZ), die ersten Hochrechnungen werden gegen 20.00 Uhr erwartet. Umfragen zufolge ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der sozialistischen Regierungspartei (PS) von Pedro Nuno Santos und dem oppositionellen Mitte-Rechts-Bündnis Demokratische Allianz (AD) wahrscheinlich, das von Luís Montenegro angeführt wird. Die AD liegt demnach knapp vor den seit acht Jahren regierenden Sozialisten, verfehlt jedoch die absolute Mehrheit, sodass der rechtsextremen Chega-Partei die Rolle des Königsmachers zuteil werden könnte.

Textgröße ändern:

Die erst seit fünf Jahren im Parlament vertretene Chega ("Es reicht!") des vor allem bei jungen Wählern beliebten Ex-Sportreporters André Ventura kann ebenfalls mit einem zweistelligen Ergebnis rechnen. Laut aktuellen Umfragen könnte die Partei als drittstärkste Kraft ins Parlament einziehen.

Der Spitzenkandidat des Mitte-Rechts-Bündnisses Montenegro hatte im Wahlkampf versprochen, das Wirtschaftswachstum durch Steuersenkungen anzukurbeln und die öffentlichen Dienstleistungen zu verbessern. "Wir müssen (...) ein neues Kapitel aufschlagen", sagte er am Freitagabend bei der Abschlusskundgebung in Lissabon.

Der konservative Oppositionsführer hat immer wieder beteuert, dass eine mögliche Unterstützung durch Chega für ihn nicht in Frage komme. Sollten sich die Umfragewerte jedoch bestätigen und Montenegro die Wahl knapp gewinnen, müsste er die Bildung einer Minderheitsregierung ins Auge fassen.

Beobachtern zufolge war der Ausgang der Wahl allerdings wegen der zahlreichen unentschlossenen Wähler noch völlig offen.

Bei den Wahlen vor zwei Jahren hatten die Sozialisten noch die absolute Mehrheit im Parlament errungen. Die Rechtsextremen gewannen damals zwölf der 230 Parlamentssitze, nachdem Chega 2019 erstmals mit einem Abgeordneten ins Parlament eingezogen war.

Die vorgezogene Wahl war angesetzt worden, nachdem der sozialistische Regierungschef António Costa im November wegen Korruptionsvorwürfen gegen sein Umfeld seinen Rücktritt eingereicht hatte.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Trump präsentiert neuen Hubschrauber-Landeplatz am Weißen Haus

Mit verschiedenen Bauvorhaben will US-Präsident Donald Trump der Hauptstadt Washington seinen Stempel aufdrücken - nun hat er stolz einen geplanten neuen Hubschrauber-Landeplatz direkt am Weißen Haus präsentiert. Der frühere Immobilienunternehmer wirkte voller Tatendrang, als er am Mittwoch Journalisten spontan über die Baustelle auf der Rasenfläche an der Südseite des Weißen Hauses führte. "Eines kann ich: bauen!", sagte Trump. "Ich liebe das Bauen."

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: "Ja, das tue ich". Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong Uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr "absolut nicht bekannt".

Trump bringt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel gebracht. "Ja, das werde ich", antwortete Trump am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Einzelheiten nannte der US-Präsident zunächst nicht.

Textgröße ändern: