Pallade Veneta - Scholz spricht sich für Ausbau der Migrationspartnerschaft mit Philippinen aus

Scholz spricht sich für Ausbau der Migrationspartnerschaft mit Philippinen aus


Scholz spricht sich für Ausbau der Migrationspartnerschaft mit Philippinen aus
Scholz spricht sich für Ausbau der Migrationspartnerschaft mit Philippinen aus / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich für eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Philippinen bei der Anwerbung von Fachkräften ausgesprochen. Berlin und Manila hätten vor, in diesem Bereich "eine sehr umfassende Weiterentwicklung (ihrer) Migrations- und Mobilitätspartnerschaften zu erreichen", sagte Scholz am Dienstag nach einem Treffen mit dem philippinischen Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. in Berlin.

Textgröße ändern:

Die Philippinen hätten "hervorragende Arbeitskräfte", die insbesondere im deutschen Gesundheitssektor längst einen sehr guten Ruf hätten, sagte Scholz weiter. Zudem wolle die Bundesregierung vorankommen auf dem Weg zu einem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den zehn Asean-Staaten, zu denen neben den Philippinen unter anderem Indonesien und Malaysia gehören.

Scholz bekräftigte zudem den Einsatz Deutschlands für die friedliche Beilegung der Territorialkonflikte zwischen den Philippinen und China im Südchinesischen Meer. Es gehe in dieser Frage um die Einhaltung des Völkerrechts und die Freiheit der Seewege. "Deeskalation ist das, was immer an erster Stelle stehen muss", sagte Scholz zudem.

Die Philippinen stehen seit Jahren im Konflikt mit China wegen gegensätzlicher Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer. Die Volksrepublik stellt umfassende Hoheitsansprüche auf große Teile des Meeres, die immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Philippinen und anderen Anrainerstaaten führen.

Im Januar hatte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) die Philippinen besucht - und dort unter anderem die Unterstützung Deutschlands für die philippinische Küstenwache beim Erhalt der maritimen Sicherheit bekräftigt.

Staatschef Marcos dankte Deutschland nach seinem Gespräch mit Scholz für die seit Jahrzehnten bestehende militärische Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern. Zudem bekräftigte er, dass sein Land Vorschläge Chinas zur Beilegung der Gebietskonflikte ablehne, die auf der sogenannten "Neun-Striche-Linie" beruhen. Solange China auf der Linie bestehe, sei es "sehr schwierig, eine Möglichkeit für Fortschritte zu sehen", sagte Marcos.

Die "Neun-Striche-Linie", die aus einer Karte aus den 1940er Jahren stammt, reicht bis an die Küsten Vietnams, der Philippinen und anderer Anrainerstaaten. China begründet damit seine Gebietsansprüche im Südchinesischen Meer. 2016 erklärte der Ständige Schiedshof in Den Haag die Ansprüche für rechtswidrig, China wies die Entscheidung aber zurück.

F.Amato--PV

Empfohlen

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: "Ja, das tue ich". Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong Uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr "absolut nicht bekannt".

Trump bringt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel gebracht. "Ja, das werde ich", antwortete Trump am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Einzelheiten nannte der US-Präsident zunächst nicht.

Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet

Bei dem Hackerangriff auf Berliner Landesbehörden sind offenbar keine sensiblen Daten erbeutet worden. "Das ist der jetzige Kenntnisstand", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwoch vor Journalisten. Breifwahlunterlagen für die anstehende Abgeordnetenhauswahl können inzwischen wieder online beantragt werden. Einen Tag lang war das wegen der Cyberattacke nicht möglich, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte.

Textgröße ändern: