Pallade Veneta - Karlsruhe will sich 2024 unter anderem mit Wahlrecht und Klimapolitik befassen

Karlsruhe will sich 2024 unter anderem mit Wahlrecht und Klimapolitik befassen


Karlsruhe will sich 2024 unter anderem mit Wahlrecht und Klimapolitik befassen
Karlsruhe will sich 2024 unter anderem mit Wahlrecht und Klimapolitik befassen / Foto: Uwe Anspach - POOL/AFP/Archiv

Mehrere heiß diskutierte Themen sollen in diesem Jahr vom Bundesverfassungsgericht entschieden werden. So wollen die Karlsruher Richterinnen und Richter unter anderem über das neue Wahlrecht, möglicherweise mit illegalen Geldern erworbene Immobilien und die Klimapolitik entscheiden, wie aus der Jahresvorausschau vom Dienstag hervorgeht. Zwei Verhandlungstermine und ein Urteil sind bereits terminiert.

Textgröße ändern:

Am 20. März verhandelt das Gericht über zwei Anträge der AfD-Fraktion, in denen es um den Vorsitz von Bundestagsausschüssen geht. Ausschussvorsitzende bereiten die Sitzungen vor, berufen sie ein und leiten sie. Die von der AfD vorgeschlagenen Kandidaten für den Vorsitz des Innen- und des Gesundheitsausschusses sowie des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit fielen aber nach der Bundestagswahl 2021 durch.

Die AfD-Fraktion sieht dadurch unter anderem ihr Recht auf Gleichbehandlung verletzt. Sie wendet sich auch gegen die Abwahl des damaligen Vorsitzenden des Rechtsausschusses, des AfD-Politikers Stephan Brandner, im November 2019.

Für den 9. April ist in Karlsruhe ein Urteil über die Anfechtung von Vaterschaft angekündigt. Es geht um die Frage, ob eine Regelung verfassungsgemäß ist, wonach der leibliche Vater die rechtliche Vaterschaft eines anderen Manns nicht anfechten kann, wenn zwischen diesem und dem Kind eine sozial-familiäre Beziehung besteht.

Am 23. und 24. April will das Verfassungsgericht über die Wahlrechtsreform der Ampelkoalition verhandeln. Sie sieht vor, dass die Bundestagssitze künftig komplett anhand der Mehrheitsverhältnisse bei den Zweitstimmen vergeben werden.

Außerdem soll die sogenannte Grundmandatsklausel wegfallen. Sie ließ eine Partei bisher auch mit weniger als fünf Prozent der Zweitstimmen ins Parlament einziehen, sofern sie mindestens drei Direktmandate gewinnt. Unter anderem die CSU und die Linke hatten sich wegen der Reform an die Richterinnen und Richter gewandt.

Bei der Verfassungsbeschwerde zu der möglichen Geldwäsche geht es um zwei Immobilien in Berlin-Neukölln, die nach einem Beschluss des Berliner Kammergerichts eingezogen werden, weil sie durch Straftaten finanziert worden seien. Ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Geldwäsche war zuvor eingestellt worden.

Die Verfassungsbeschwerde zur Klimapolitik war von der Deutschen Umwelthilfe eingereicht worden. Sie findet, dass bislang beschlossene Maßnahmen nicht ausreichen, um die gesetzlichen Klimaziele bis 2030 einzuhalten. Das sei verfassungswidrig und gefährde die Freiheit und Lebensgrundlagen von jungen und künftigen Generationen.

Auch ganz praktische Themen landen mitunter vor dem höchsten deutschen Gericht. Entschieden werden soll 2024 beispielsweise in einem Streit über Essig. Die Frage ist, ob auch in Deutschland hergestellter Essig "Balsamico" heißen darf.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Linke US-Demokratin Nixon gewinnt überraschend Kongress-Vorwahl in Florida

Bei der Kongress-Vorwahl der US-Demokraten hat eine weitere Vertreterin des linken Flügels ihren favorisierten parteiinternen Herausforderer ausgestochen. Die Abgeordnete Angie Nixon setzte sich am Mittwoch im US-Bundesstaat Florida überraschend gegen den zuvor als klarer Favorit geltenden Sicherheitsexperten Alexander Vindman durch. Das Ergebnis gilt als eine der größten Überraschungen der parteiinternen Vorausscheide zu den Zwischenwahlen im November. US-Präsident Donald Trump zeigte sich indes sicher, dass der umkämpfte Senatsposten am Ende in republikanischer Hand bleiben werde.

Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: "Ja, das tue ich". Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong Uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr "absolut nicht bekannt".

Trump bringt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel gebracht. "Ja, das werde ich", antwortete Trump am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Einzelheiten nannte der US-Präsident zunächst nicht.

Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet

Bei dem Hackerangriff auf Berliner Landesbehörden sind offenbar keine sensiblen Daten erbeutet worden. "Das ist der jetzige Kenntnisstand", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwoch vor Journalisten. Breifwahlunterlagen für die anstehende Abgeordnetenhauswahl können inzwischen wieder online beantragt werden. Einen Tag lang war das wegen der Cyberattacke nicht möglich, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte.

Textgröße ändern: