Pallade Veneta - London: Britische Zeitungen sollen nicht an andere Staaten verkauft werden dürfen

London: Britische Zeitungen sollen nicht an andere Staaten verkauft werden dürfen


London: Britische Zeitungen sollen nicht an andere Staaten verkauft werden dürfen
London: Britische Zeitungen sollen nicht an andere Staaten verkauft werden dürfen / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP/Archiv

Die Regierung Großbritanniens will verhindern, dass britische Zeitungen in den Besitz anderer Staaten gelangen. Der für Medien zuständige Regierungsvertreter Stephen Parkinson kündigte am Mittwoch im Oberhaus in London eine entsprechende Gesetzesänderung an. Ein Regierungssprecher erklärte, dies werde "zusätzlichen Schutz für eine freie Presse bieten, einen Pfeiler unserer Demokratie".

Textgröße ändern:

Hintergrund sind Pläne für eine Übernahme der Telegraph Media Group (TMG) mit der Zeitung "Daily Telegraph" und dem Magazin "Spectator" durch das Joint Venture RedBird IMI, das zu 75 Prozent Scheich Mansur bin Sajed al-Nahjan aus Abu Dhabi gehört, dem Vizepräsidenten und stellvertretenden Regierungschef der Vereinigten Arabischen Emirate. Das Vorhaben hat in der britischen Medienwelt für Aufruhr gesorgt, die britische Regierung leitete eine Untersuchung ein.

RedBird IMI und die derzeitigen Besitzer der Telegraph Media Group, die Familie Barclay, hatten sich im November auf den Deal geeinigt. Demnach soll das Joint Venture die Kontrolle über die konservative Mediengruppe übernehmen und im Gegenzug deren Schulden abbezahlen. Kritiker führen unter anderem die Geschichte von Pressezensur in den Vereinigten Arabischen Emiraten an.

Scheich Mansur ist bereits der Besitzer des englischen Fußballvereins Manchester City. RedBird IMI gehört ihm mehrheitlich. Geleitet wird das Joint Venture vom früheren Chef des US-Nachrichtensenders CNN, Jeff Zucker. Zucker beteuert, Mansur wäre nur ein "passiver Investor", die Übernahme wäre "US-geführt".

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Trump plant Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr

US-Präsident Donald Trump bemüht sich offenbar wieder um ein Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Auf die Frage, ob er plane, noch in diesem Jahr mit ihm zusammenzukommen, sagte Trump am Mittwoch: "Ja, das tue ich". Zuvor hatte der US-Präsident bereits angedeutet, mit Kim in Kontakt zu stehen. Kim Jong Uns einflussreiche Schwester Kim Yo Jong erklärte dagegen, eine solche Kommunikation sei ihr "absolut nicht bekannt".

Trump bringt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel gebracht. "Ja, das werde ich", antwortete Trump am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Einzelheiten nannte der US-Präsident zunächst nicht.

Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet

Bei dem Hackerangriff auf Berliner Landesbehörden sind offenbar keine sensiblen Daten erbeutet worden. "Das ist der jetzige Kenntnisstand", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwoch vor Journalisten. Breifwahlunterlagen für die anstehende Abgeordnetenhauswahl können inzwischen wieder online beantragt werden. Einen Tag lang war das wegen der Cyberattacke nicht möglich, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte.

Thüringen: Misstrauensvotum gegen Regierungschef Voigt auf AfD-Antrag kommende Woche

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die AfD im Thüringer Landtag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) beantragt. Wie der Landtag am Mittwoch in Erfurt mitteilte, wurde für Freitag kommender Woche eine Sondersitzung des Plenums dazu einberufen. AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke erklärte zu dem Antrag, ein Verbleib Voigts im Amt sei "allein aus Gründen der politischen Hygiene" nicht möglich. Bereits im Februar war ein von der AfD beantragtes Misstrauensvotum gegen Voigt im Landtag gescheitert.

Textgröße ändern: