Pallade Veneta - Projektion des Umweltbundesamts sieht Deutschland bei Klimazielen erstmals auf Kurs

Projektion des Umweltbundesamts sieht Deutschland bei Klimazielen erstmals auf Kurs


Projektion des Umweltbundesamts sieht Deutschland bei Klimazielen erstmals auf Kurs
Projektion des Umweltbundesamts sieht Deutschland bei Klimazielen erstmals auf Kurs / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

Der Ausstoß von Treibhausgasen wird einer aktuellen Projektion des Umweltbundesamts zufolge bis 2030 stärker sinken als bisher angenommen. "Die Klimaziele 2030 sind in Sicht", sagte Präsident Dirk Messner am Freitag bei der Veröffentlichung der Daten. Diese zeigten "erstmals, dass wir auf Kurs sind", sagte Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) und sprach von einem Erfolg der Klimaschutzmaßnahmen der Ampel-Regierung. Ein Grund für sinkende Treibhausgasemissionen sei aber auch die schwache Entwicklung der Konjunktur.

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"Wenn wir jetzt weiter hart daran arbeiten und bis 2030 weitermachen, ist die Klimaneutralität 2040 zu erreichen", sagte Umweltbundesamts-Präsident Messner. Die projizierten Treibhausgasemissionen weisen bis 2030 einen Rückgang um knapp 64 Prozent im Vergleich zu 1990 aus. Im Bericht von 2021 war dagegen nur eine Minderung um 49 Prozent erwartet worden.

Vor allem der Energiesektor hat der Projektion zufolge einen erheblichen Anteil an CO2-Einsparungen. Rückgänge beim Ausstoß von Treibhausgasen gibt es aber auch bei der Industrie und im Gebäudesektor. Der Bereich Verkehr bleibe hingegen das "Sorgenkind des Klimaschutzes", sagte Messner. Der leichte Rückgang in diesem Sektor könne nur durch andere Bereiche "überkompensiert" werden.

Die Gründe für die deutliche Reduzierung im Energiesektor seien der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Umstieg von Kohle auf Gas. Aber auch die konjunkturelle Schwäche der deutschen Wirtschaft habe zu einer geringeren Nachfrage nach Energie geführt. Das sei auch eine Erklärung für die Einsparungen im Industriesektor. Messner sprach von "Flauten im energieintensiven Bereich".

Wirtschafts- und Klimaschutzminister Habeck räumte ein, dass weniger energieintensive Produktion zu weniger CO2-Ausstoß führe. Die Daten des Bundesumweltamts seien daher für ihn "Licht und Schatten". Die Zahlen für 2023 seien "nichts, das man ins Schaufenster stellen kann".

D.Bruno--PV

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