Pallade Veneta - Letzte Generation protestiert ohne Festkleben für "Ehrlichkeit" von der Politik

Letzte Generation protestiert ohne Festkleben für "Ehrlichkeit" von der Politik


Letzte Generation protestiert ohne Festkleben für "Ehrlichkeit" von der Politik
Letzte Generation protestiert ohne Festkleben für "Ehrlichkeit" von der Politik / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Klimaaktivistinnen und -aktivisten der Gruppe Letzte Generation haben am Wochenende in mehreren deutschen Städten protestiert, ohne sich - anders als früher - auf der Straße festzukleben. Sie forderten eigenen Angaben zufolge "Ehrlichkeit" von der Politik in Bezug auf soziale Gerechtigkeit und den Klimawandel. Unter anderem wurde gegen das Flüssiggas-Terminal im Hafen von Mukran auf Rügen protestiert.

Textgröße ändern:

Dort setzten sich am Samstag nach Angaben der Polizei Stralsund rund 30 Menschen auf die Straße, ohne den Verkehr zu blockieren. Die Beamten hätten verhindert, dass ein Schriftzug auf die Straße gesprüht wurde. Nachdem die Polizei die Versammlung für beendet erklärt habe, hätten sich einige der Demonstrierenden geweigert aufzustehen. Sieben Menschen seien von der Fahrbahn getragen worden.

Auch in Berlin, Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und weiteren Städten fanden Aktionen der Letzten Generation statt. In Berlin etwa berichtete die Polizei auf X von etwa 125 Menschen auf der Warschauer Brücke in Berlin-Friedrichshain, die aber schnell von der Fahrbahn gedrängt worden seien.

In Freiburg sprach die Polizei von etwa 150 Teilnehmern an Blockaden auf Fahrbahn und Gehweg in der Nähe des Hauptbahnhofs. Ein Großteil habe die Fahrbahn freiwillig wieder verlassen, etwa 30 Menschen seien durch Polizisten weggetragen worden. Nachdem die Polizei die Versammlung aufgelöst habe, seien einzelne Demonstrierende in Gewahrsam genommen worden, da sie nicht weggingen.

Die sogenannten ungehorsamen Versammlungen sind Teil der neuen Strategie der Letzten Generation. Die Aktivisten hatten im Januar ein Ende der Straßenblockaden angekündigt. "Statt uns in Kleingruppen aufzuteilen und Straßenblockaden zu machen, werden wir gemeinsam mit vielen Menschen ungehorsame Versammlungen machen", hieß es.

Nun forderten sie, die Politik solle "ehrlich eingestehen, dass die soziale Ungerechtigkeit im Land untragbar geworden ist" und "dass der aktuelle Kurs unsere Gesellschaft schnurstracks Richtung Faschismus und Klimakollaps führt." Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier solle sich hinter ihre Erklärung stellen.

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Trump bringt Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim noch in diesem Jahr ins Spiel

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un noch in diesem Jahr ins Spiel gebracht. "Ja, das werde ich", antwortete Trump am Mittwoch bei der Besichtigung eines neuen Hubschrauberlandeplatzes am Weißen Haus auf die Frage von Reportern, ob er plane, Kim im Laufe dieses Jahres zu treffen. Einzelheiten nannte der US-Präsident zunächst nicht.

Hackerangriff in Berlin: Offenbar keine sensiblen Daten erbeutet

Bei dem Hackerangriff auf Berliner Landesbehörden sind offenbar keine sensiblen Daten erbeutet worden. "Das ist der jetzige Kenntnisstand", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) am Mittwoch vor Journalisten. Breifwahlunterlagen für die anstehende Abgeordnetenhauswahl können inzwischen wieder online beantragt werden. Einen Tag lang war das wegen der Cyberattacke nicht möglich, wie Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte.

Thüringen: Misstrauensvotum gegen Regierungschef Voigt auf AfD-Antrag kommende Woche

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat die AfD im Thüringer Landtag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) beantragt. Wie der Landtag am Mittwoch in Erfurt mitteilte, wurde für Freitag kommender Woche eine Sondersitzung des Plenums dazu einberufen. AfD-Landtagsfraktionschef Björn Höcke erklärte zu dem Antrag, ein Verbleib Voigts im Amt sei "allein aus Gründen der politischen Hygiene" nicht möglich. Bereits im Februar war ein von der AfD beantragtes Misstrauensvotum gegen Voigt im Landtag gescheitert.

Kim Jong Uns Schwester: "Ich weiß absolut nichts" von Gesprächen mit Donald Trump

Die einflussreiche Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un, Kim Yo Jong, weiß nach eigenen Angaben nichts von Gesprächen zwischen ihrem Bruder und US-Präsident Donald Trump. Von einer solchen Kommunikation "ist mir absolut nichts bekannt", erklärte Kim Yo Jong am Mittwoch. Ihr Bruder habe dennoch "gute Gefühle" gegenüber dem US-Präsidenten. Trump hatte zuvor angedeutet, in Kontakt mit Kim zu stehen.

Textgröße ändern: