Pallade Veneta - Protestaktion von Regierungsgegnern bei Präsidentschaftswahl in Russland

Protestaktion von Regierungsgegnern bei Präsidentschaftswahl in Russland


Protestaktion von Regierungsgegnern bei Präsidentschaftswahl in Russland

Am letzten Tag der Präsidentschaftswahl in Russland haben Anhänger der Opposition an einer Protestaktion gegen Kreml-Chef Wladimir Putin teilgenommen. Kurz vor der Mittagszeit begannen Wähler in das Moskauer Wahllokal zu strömen, in dem der verstorbene Oppositionspolitiker Alexej Nawalny früher seine Stimme abgab, wie AFP-Journalisten am Sonntag berichteten.

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Nawalnys Witwe, Julia Nawalnaja, hatte die Gegner Putins aufgerufen, sich am letzten Wahltag um 12.00 Uhr mittags (10.00 Uhr MEZ) in Massen in die Wahllokale zu begeben, um ihre Geschlossenheit und Präsenz zu demonstrieren. Die Teilnehmer der Protestaktion "Mittags gegen Putin", die Nawalny selbst zwei Wochen vor seinem Tod angekündigt hatte, sollen für einen der Gegenkandidaten Putins stimmen.

"Das ist die letzte Form des Protests, bei der du dich frei ausdrücken kannst", sagte der 29-jährige IT-Spezialist Alexander in Nawalnys früherem Wahlbüro in Moskauer Bezirk Marjino. "Wenn ich das nicht getan hätte, hätte ich mich wie ein Feigling gefühlt." Die 52-jährige Elena sagte, sie glaube nicht, dass die Proteste eine große Wirkung haben würden.

Die Präsidentschaftswahl hatte am Freitag begonnen. Es gilt als sicher, dass sich Putin eine weitere sechsjährige Amtszeit sichert. Gegen ihn treten drei unbedeutende Kandidaten an. Alle bedeutenden Kritiker des Kreml-Chefs sind entweder tot, inhaftiert oder im Exil. Die Behörden hatten vor der Teilnahme an Protestaktionen während der Wahl gewarnt.

Die Wahl endet am Sonntag mit der Schließung der Wahllokale in Kaliningrad um 19.00 Uhr MEZ. Kurz darauf werden erste Nachwahlbefragungen erwartet.

Die ukrainische Armee hatte während der Präsidentschaftswahl ihre Attacken auf russisches Staatsgebiet verstärkt. Dabei waren russischen Angaben zufolge mehrere Menschen getötet worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die russische Luftabwehr habe in der Nacht und am Sonntagmorgen 35 Drohnen in acht verschiedenen Regionen "abgefangen und zerstört", darunter vier über der Hauptstadt Moskau. Wegen der Drohnenangriffe mussten drei Moskauer Flughäfen am Vormittag aus "Sicherheitsgründen" kurzzeitig ihren Betrieb einschränken.

Im russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Saporischschja, wo ebenfalls gewählt wurde, geriet laut den örtlichen von Moskau eingesetzten Behörden ein Wahllokal nach dem Angriff durch eine sogenannte Kamikaze-Drohnen in Brand.

I.Saccomanno--PV

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