Pallade Veneta - Freie Wähler wollen Mandatszahl im Europaparlament verdoppeln

Freie Wähler wollen Mandatszahl im Europaparlament verdoppeln


Freie Wähler wollen Mandatszahl im Europaparlament verdoppeln
Freie Wähler wollen Mandatszahl im Europaparlament verdoppeln / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Die Freien Wähler wollen bei der Europawahl die Zahl ihrer Mandate im Europaparlament auf vier verdoppeln. "Wir wollen ein Gegenmodell zur 'Ampel' in Berlin nach Europa bringen", sagte Vorstandsmitglied Gregor Voht am Montag bei der Vorstellung der Europawahlkampagne in Berlin. Die Ampel-Koalition stehe für ein "Chaossystem", dem die Freien Wähler "eine Alternative aus der politischen Mitte heraus" gegenüberstellen wollten. Seine Partei wolle "als proeuropäische Kraft" bei der Wahl Anfang Juni antreten, betonte Voht.

Textgröße ändern:

Bei der Europawahl 2019 hatten die Freien Wähler in Deutschland 2,2 Prozent der Stimmen bekommen. Dies reichte für zwei Mandate im Europaparlament, da es bei dieser Wahl keine Sperrklausel gab. Die auf Platz eins der Liste stehende Spitzenkandidatin Christine Singer sagte, die Freien Wähler wollten bei der Europawahl nicht mit "Nischenthemen" antreten, sondern als "Vollsortimenter der politischen Mitte".

Der mit Abstand bekannteste Politiker der Freien Wähler, Parteichef Hubert Aiwanger, war bei der Vorstellung der Wahlkampagne in Berlin nicht anwesend. Nach Parteiangaben musste er Termine in München in Zusammenhang mit seinem Amt in der bayerischen Landesregierung wahrnehmen. Aiwanger ist Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident.

In ihrem Wahlprogramm warnen die Freien Wähler vor einer zu starken Verlagerung politischer Kompetenzen nach Brüssel. "Europa muss sich auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren: auf die Sicherung von Frieden, Wohlstand und Sicherheit", heißt es in dem Programm. Die Partei trete "gegen eine zentralistische Ausrichtung" ein.

Zum Forderungskatalog der Partei zählt das Eintreten für Volksentscheide zu wichtigen europapolitischen Fragen auf Bundesebene. "Bei EU-Erweiterungen und weiteren Vertiefungen im Sinne neuer Aufgabenübertragungen müssen die Bürger mitentscheiden können", heißt es in dem Programm.

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Hunderte Menschen demonstrieren erneut gegen Regierung in Albanien

Am sechsten Tag in Folge sind in Albanien Menschen auf die Straße gegangen, um den Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama zu fordern. Hunderte Demonstranten versammelten sich am Sonntag vor dem Bildungsministerium in Tirana und riefen: "Rama, tritt zurück". Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Menschen zurückzudrängen. Regierungschef Rama schloss einen Rücktritt aus.

EU verurteilt Siedler-Angriff auf europäische Diplomaten scharf

Die Europäische Union hat den Angriff radikaler Siedler auf europäische Diplomaten im Westjordanland "auf das Schärfste" verurteilt. Ein Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas forderte die israelische Regierung am Sonntag auf, die Verantwortlichen für die Tat zur Rechenschaft zu ziehen sowie Schritte zu ergreifen, um die Siedler von Gewalttaten gegen Palästinenser und Journalisten abzuhalten.

Rot-Grün-Rot will in Berlin regieren - Scharfe Kritik aus der Union

Linke, Grüne und SPD wollen in Berlin zusammen regieren: Einen Monat nach der Abgeordnetenhauswahl schlossen sie am Wochenende ihre Sondierungsgespräche ab. Die Parteigremien sollen nun über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden. An den Plänen der drei Parteien, die unter anderem die Vergesellschaftung sehr großer Immobilienkonzerne vorsehen, wurde scharfe Kritik insbesondere aus der Union laut.

SPD-Frauen werfen Union persönliche Angriffe auf Schwesig vor

Nach scharfer CDU-Kritik an Manuela Schwesig spricht die Vorsitzende der SPD-Frauen, Carmen Wegge, von einem systematischen sexistischen Muster. Auslöser ist der Streit über den Umgang mit Bärbel Bas.

Textgröße ändern: