Pallade Veneta - Neun-Euro-Ticket soll bundesweit gelten und zum 1. Juni kommen

Neun-Euro-Ticket soll bundesweit gelten und zum 1. Juni kommen


Neun-Euro-Ticket soll bundesweit gelten und zum 1. Juni kommen
Neun-Euro-Ticket soll bundesweit gelten und zum 1. Juni kommen

Das Neun-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr soll voraussichtlich am 1. Juni starten und drei Monate lang bundesweit gültig sein. "Das wird zeitnah eine Entlastung für Haushalte darstellen und ist ein Impuls für klimafreundliche Mobilität", sagte die Vorsitzende des Bundestags-Verkehrsausschusses, Nyke Slawik (Grüne) am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) über die Pläne berichtet.

Textgröße ändern:

Eine nur regional beschränkte Gültigkeit wurde demnach im Ausschuss als unpraktikabel verworfen. "Das Neun-Euro-Ticket muss bundesweit gültig sein", sagte der SPD-Verkehrsexperte im Bundestag, Martin Kröber, den RND-Zeitungen. "Sonst benachteiligt es jene Pendlerinnen und Pendler, die über die Grenzen von Bundesländern und Tarifverbünden unterwegs sind."

"Ich freue mich, dass das Neun-Euro-Ticket ab 1. Juni für drei Monate gelten und voraussichtlich bundesweit gültig sein soll", sagte auch Slawik. Sie forderte das Bundesverkehrsministerium auf, die erforderliche Gesetzesänderung "nun sehr zügig ins parlamentarische Verfahren geben, damit der Zeitrahmen eingehalten wird".

"Natürlich muss das Ticket auch für Bestandskund*innen gelten; ansonsten müssten Verkehrsunternehmen wohl mit zahlreichen Abo-Kündigungen rechnen", sagte die Grünen-Politikerin weiter. Das wolle die Koalition vermeiden. "Auch Kund*innen mit Bestandsabonnements, Monatstickets und Studierende, die ein Semesterticket beziehen, müssen von der Vergünstigung und der bundesweiten Gültigkeit der Tickets drei Monate lang profitieren", stellte Slawik klar.

"So wird die Maßnahme gerecht umgesetzt - klimafreundlich und sozial", sagte die Ausschussvorsitzende. Sie sieht das Angebot nach eigenen Angaben als Vorstufe für dauerhafte Entlastungen: "Wir müssen dieses Experiment gut begleiten und im Anschluss Wege finden, auch nach Ablauf der drei Monate deutschlandweit gültige und bezahlbare ÖPNV-Tickets zur Verfügung zu stellen."

Die Kosten von geschätzt 2,5 Milliarden Euro für die dreimonatige Vergünstigung will der Bund übernehmen. Kröber wies darauf hin, wegen des nötigen Gesetzgebungsprozesses sei der 1. Juni der frühestmögliche Zeitpunkt für die Einführung. Am 18. oder 19. Mai soll der Bundestag laut dem RND-Bericht über den dafür noch zu erarbeitenden Gesetzentwurf abstimmen, am 20. Mai der Bundesrat. Das Neun-Euro-Ticket würde damit auch für die Ferienmonate Juli und August gelten.

Für Zeitkarten-Abonnentinnen und Abonnenten ist dem Bericht zufolge vorgesehen, ihnen eine Gutschrift oder eine Erstattung für die Differenz zwischen ihrem Abopreis und dem Neun-Euro-Ticket zur Verfügung zu stellen. Details sind hierfür aber offensichtlich noch offen.

Die Tickets sollen dem Bericht zufolge online, über die Navigator App der Deutschen Bahn und am Schalter erhältlich sein. Auf den Verkauf an Automaten solle wegen der dafür notwendigen aufwendigen Umstellung der Geräte verzichtet werden.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Mehrere tausend Teilnehmer versammeln sich zu Demokratiefestival in Magdeburg

Am Tag vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich am Samstag in der Hauptstadt Magdeburg mehrere tausend Teilnehmer eines Demokratiefestivals zu versammeln begonnen. Sie zogen vom Hauptbahnhof durch die Stadt zum Domplatz, wo das Festival stattfindet, wie eine Polizeisprecherin sagte. Ein AFP-Journalist schätzte die Teilnehmerzahl auf mehrere tausend. Die Veranstaltung sollte bis zum Abend dauern.

US-Gesandte Kushner und Witkoff zu Gesprächen über Ukraine-Krieg in Moskau

Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff sind zu Gesprächen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Ihr Flugzeug landete am Samstagmittag auf dem Flughafen Wnukowo, wie die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Tass meldeten. In der Folge wollen Kushner und Witkoff Gespräche in der ukrainischen Hauptstadt Kiew führen.

Angriffe auf Umspannwerke: Amprion-Chef will für Unternehmen mehr Befugnisse

Angesichts von Angriffen auf das Stromnetz in Deutschland hat der Chef des Netzbetreibers Amprion, Christoph Müller, die Lockerung mehrerer Vorschriften gefordert, damit Unternehmen sich besser schützen können. So sollte der Bund Drohnenüberflüge erlauben - "Drohnen sind eine Chance, die wir derzeit nur in sehr speziellen Fällen nutzen dürfen", sagte Müller der "Rheinischen Post" vom Samstag. Drohnen könnten regelmäßig Leitungen abfliegen und überwachen - "das dürfen wir bislang nicht".

CDU im Saarland wählt Landeschef Toscani als Spitzenkandidat für Landtagswahl

Die CDU im Saarland hat ihren Landesvorsitzenden Stephan Toscani zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden April gewählt. Bei einer Landesvertreterversammlung in Eppelborn bekam der 59-Jährige nach Parteiangaben am Freitagabend 91,3 Prozent der Stimmen. Toscani ist seit 2022 CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzender im Saarland. Er ist damit Oppositionsführer im Landtag.

Textgröße ändern: