Pallade Veneta - UN-Generalsekretär Guterres fordert bei Besuch in Rafah "Ende von Alptraum"

UN-Generalsekretär Guterres fordert bei Besuch in Rafah "Ende von Alptraum"


UN-Generalsekretär Guterres fordert bei Besuch in Rafah "Ende von Alptraum"
UN-Generalsekretär Guterres fordert bei Besuch in Rafah "Ende von Alptraum" / Foto: Khaled DESOUKI - AFP

UN-Generalsekretär António Guterres hat bei seinem Besuch in der ägyptischen Stadt Rafah an der Grenze zum Gazastreifen eine humanitäre Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen und mehr Hilfen für die notleidende Bevölkerung gefordert. "Palästinenser im Gazastreifen - Kinder, Frauen, Männer - stecken in einem endlosen Alptraum fest", sagte Guterres am Samstag auf der ägyptischen Seite des Grenzübergangs Rafah, über den nur schleppend Hilfe in den Gazastreifen gelangt. Dies müsse aufhören.

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Er spreche im Namen "der großen Mehrheit der Welt, die genug von diesem endlosen Alptraum" habe, sagte Guterres weiter. Er beklagte die "zerstörten Häuser, die verschwundenen Familien und ganzen Generationen sowie den Hunger und die Hungersnot", die der Bevölkerung drohten.

Guterres war kurz zuvor in der nahe Rafah gelegenen ägyptischen Stadt al-Arisch gelandet. Auf der ägyptischen Seite der Grenzstadt war auch ein Treffen mit humanitären Helfern geplant.

Es ist bereits der zweite Besuch des UN-Generalsekretärs in Rafah. In dem an Ägypten angrenzenden Teil der Stadt im Gazastreifen leben mittlerweile rund 1,5 Millionen Palästinenser auf engstem Raum, die dort Schutz vor den Kämpfen in anderen Teilen des Palästinensergebiets suchen.

Die israelische Armee hatte als Reaktion auf den Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober einen Militäreinsatz im Gazastreifen gestartet. Bei dem Großangriff der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas auf Israel wurden nach israelischen Angaben etwa 1160 Menschen getötet und rund 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Israel geht seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 32.100 Menschen getötet. Die Vermittler USA, Ägypten und Katar bemühen sich seit Wochen um eine Einigung zwischen Israel und der Hamas über eine Feuerpause und die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen.

Nach mehr als fünf Monaten Krieg zwischen Israel und der Hamas ist die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet katastrophal. Laut dem UN-Welternährungsprogramm (WFP) befinden sich die dort lebenden 2,4 Millionen Palästinenser am Rande einer Hungersnot.

C.Grillo--PV

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