Pallade Veneta - Zehn Verletzte nach russischem Angriff auf Kiew

Zehn Verletzte nach russischem Angriff auf Kiew


Zehn Verletzte nach russischem Angriff auf Kiew
Zehn Verletzte nach russischem Angriff auf Kiew / Foto: Sergei SUPINSKY - AFP

Bei einem erneuten russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind zehn Menschen verletzt worden. Unter ihnen sei ein 16-jähriges Mädchen, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Montag in Onlinediensten mit. Zwei Menschen würden im Krankenhaus behandelt. Am Vormittag gegen 10.30 Uhr waren mehrere Explosionen und nahezu zeitgleich Luftalarmsirenen in der Stadt zu hören gewesen.

Textgröße ändern:

Die Kunstakademie, eine Sporthalle und mehrere Wohnhäuser seien beschädigt worden, teilte die Militärverwaltung mit. Russland habe mit zwei Raketen angegriffen, die von der besetzten Krim-Halbinsel aus abgeschossen worden seien, erklärte der Chef der Militärverwaltung in Kiew, Serhij Popko. Beide Raketen seien von der ukrainischen Armee abgefangen worden, der Schaden sei durch herunterfallende Trümmerteile entstanden.

"Bevor ich irgendwas machen konnte, gab es die erste Explosion", sagte Oksana, eine Einwohnerin von Kiew, der Nachrichtenagentur AFP. "Es gab eine Staubwolke, Autos und Fensterscheiben wurden zerstört", beschrieb sie.

"Wir können es nur wiederholen: die Ukraine braucht mehr Luftabwehrsysteme", erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj. Sein Außenminister Dmytro Kuleba veröffentlichte ein Video von Schulkindern, die zu einem Schutzraum laufen. "Das zeigt, wie dringend die Ukraine mehr Luftabwehr braucht, vor allem Patriot Systeme", schrieb er im Onlinedienst X.

"Die Ukraine braucht jetzt unsere Hilfe, wir dürfen keine Zeit verlieren", betonte die US-Botschafterin in Kiew, Bridget Brink, mit Blick auf das durch die Republikaner im US-Kongress blockierte Hilfspaket in Höhe von 50 Milliarden Euro.

Es war der dritte Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt innerhalb von fünf Tagen. Bei den vorhergehenden Angriffen war die Strom-Infrastruktur beschädigt worden. Mehrere Hunderttausend Menschen wurden von der Stromversorgung abgeschnitten.

Im Süden des Landes griffen Russland und die Ukraine sich in der Nacht zu Montag erneut gegenseitig mit Drohnen an. Bei russischen Angriffen auf die Stadt Mykolajiw im Süden der Ukraine seien elf Menschen verletzt worden, sagte die ukrainische Armeesprecherin Natalija Gumenjuk dem ukrainischen Fernsehen.

Weitere Angriffe habe es in der Region Odessa gegeben, teilte der Gouverneur Oleg Kiper im Onlinedienst Telegram mit. Dabei sei die Stromversorgung getroffen worden, in Teilen der Stadt Odessa sei der Strom ausgefallen, fügte er hinzu.

Auf russischer Seite ist nach ukrainischen Angriffen ein Feuer in einem Elektrizitätswerk in der an die Ukraine grenzenden Region Rostow ausgebrochen, wie der Regionalgouverneur Wassily Golubew im Onlinedienst Telegram mitteilte. Das Werk von Nowotscherkassk, das etwa 70 Kilometer hinter der Grenze zur Ukraine liegt, zählt zu den wichtigsten im Südwesten Russlands.

Das Feuer sei gelöscht, es habe keine Verletzten gegeben, erklärte der Gouverneur. Die Ursache des Feuers werde untersucht. In der Stadt Rostow befindet sich ein wichtiger russischer Militärstützpunkt.

Die Frontlinie zwischen Russland und der Ukraine ist in weiten Teilen seit etwa einem Jahr eingefroren. Keiner der beiden Seiten gelang ein nennenswerter Durchbruch. In der vergangenen Woche verstärkten die Streitkräfte beider Länder ihre gegenseitigen Luftangriffe.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Moskau: Russland und Ukraine übergeben bei Gefangenenaustausch jeweils 103 Soldaten

Bei einem Gefangenenaustausch haben Russland und die Ukraine nach russischen Angaben jeweils 103 Soldaten an die andere Seite übergeben. "103 russische Militärangehörige wurden zurückgeführt. Im Gegenzug wurden 103 ukrainische Kriegsgefangene übergeben", teilte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch in Onlinediensten mit. Die freigelassenen russischen Soldaten befänden sich in Belarus und würden nach einer psychologischen und medizinischen Versorgung nach Russland geflogen, hieß es vom Ministerium weiter.

Justizministerin Hubig will Mietern Einbau von Klimaanlagen erleichtern

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will mit Gesetzesänderungen Mietern den Einbau von Klimaanlagen und Sonnenblenden erleichtern. Auch die "klassische Rechtspolitik" könne einen Beitrag zum Hitzeschutz leisten, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Ich denke insbesondere an das Mietrecht. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir es Mieterinnen und Mietern erleichtern, ihre Wohnungen mit Klimaanlagen oder Sonnenblenden auszustatten."

US-südkoreanisches Manöver nach Trump-Kritik um fast die Hälfte der Zeit verkürzt

Nachdem US-Präsident Donald Trump die jährlichen Militärmanöver mit dem langjährigen Verbündeten Südkorea als "unangemessen" und "feindselig" gegenüber Nordkorea kritisiert hat, wird die Militärübung nun sechs Tage früher beendet als geplant. Statt wie geplant am Donnerstag kommender Woche werde die seit Montag laufende Übung "Ulchi Freedom Shield" am Freitag enden, teilte der südkoreanische Generalstab am Mittwoch mit. Die Entscheidung sei "auf Vorschlag der USA" getroffen worden.

Merz verurteilt Äußerungen von israelischem Minister Ben Gvir scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern mit scharfen Worten verurteilt. Die "menschenverachtenden völkerrechtswidrigen Appelle" von Ben Gvir seien "nicht hinnehmbar", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille am Mittwoch in Berlin. Die EU-Außenminister sollen demnach bei ihrem nächsten informellen Treffen Anfang September über gezielte Maßnahmen gegen "radikale Politiker" beraten.

Textgröße ändern: