Pallade Veneta - Britische Landwirte protestieren in London gegen Lebensmittelimport

Britische Landwirte protestieren in London gegen Lebensmittelimport


Britische Landwirte protestieren in London gegen Lebensmittelimport
Britische Landwirte protestieren in London gegen Lebensmittelimport / Foto: HENRY NICHOLLS - AFP

Britische Landwirte haben am Montag im Zentrum Londons gegen den beim Brexit ausgehandelten Import von Lebensmitteln protestiert. Mit rund hundert Traktoren aus allen Teilen des Landes versammelten sich die Bauern am Montag vor dem Parlament. Sie trugen Transparente mit Slogans wie "Unterstützt britische Landwirte" und "Brexit ist eine Katastrophe". Viele fühlen sich von den beim Brexit ausgehandelten Abkommen benachteiligt und kritisieren, dass die Importe von Lebensmitteln die einheimische Produktion gefährden würden.

Textgröße ändern:

"Wir haben genug", sagte Organisatorin Liz Webster von der Initiative Save British Farming der Nachrichtenagentur AFP. Sie prangerte die Lebensmittelimporte als "minderwertig" an. Britische Produkte würden durch die Einfuhr ausländischer Waren "unterboten".

Großbritannien war Ende Januar 2020 aus der EU ausgetreten. Seitdem hat das Vereinigte Königreich zahlreiche Handelsabkommen unterzeichnet. Aus Sicht vieler Landwirte führen einige der Abkommen und das Fehlen von Importkontrollen dazu, dass Lebensmittel schlechterer Qualität aus Ländern mit weniger strengen Vorschriften nach Großbritannien gelangen.

Der Anteil der britischen Landwirtschaft an den in Großbritannien konsumierten Lebensmitteln beträgt rund 60 Prozent. Die Landwirte befürchten jedoch, dass dieser Anteil abnehmen könnte.

In Großbritannien wird noch in diesem Jahr das Unterhaus neu gewählt, voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte. In Umfragen liegen die regierenden Tories deutlich hinter der oppositionellen Labour-Partei.

R.Zaccone--PV

Empfohlen

Vance macht Einwanderung für Ausschreitungen in Frankreich verantwortlich

US-Vizepräsident JD Vance hat Einwanderung für die schweren Ausschreitungen am Rande von Massenprotesten in Frankreich verantwortlich gemacht. "Westliche Liberale haben im Namen von Diversität und Mitgefühl die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder importiert", schrieb Vance am Samstag im Kurzbotschaftendienst X zu einem Video, das das in Brand gesteckte Rathaus der zentralfranzösischen Stadt Limoges zeigt.

Lula und Bolsonaro liefern sich Fernsehduell vor Stichwahl

Eine Woche vor der entscheidenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien treten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva und sein Herausforderer Flávio Bolsonaro am Sonntag (Montag 01.00 Uhr MESZ) in einer Fernsehdebatte gegeneinander an. Es ist das erste TV-Duell des linksgerichteten Präsidenten und des rechtsgerichteten Senators im Präsidentschaftswahlkampf.

"Völlig unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte der republikanische Senator Thom Tillis am Samstag. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

Landesweite Anti-Trump-Proteste vor wichtigen US-Kongresswahlen

Zweieinhalb Wochen vor den Kongresswahlen in den USA haben landesweit zahlreiche Menschen gegen Präsident Donald Trump demonstriert. Die Proteste unter dem Motto "No Kings" (Keine Könige) vom Samstag richteten sich gegen die Politik und den Regierungsstil von Trump - und sollten vor den sogenannten Midterms vom 3. November Wähler mobilisieren.

Textgröße ändern: