Pallade Veneta - Wahl in Venezuela: Opposition stellt in letzter Minute Manuel Rosales auf

Wahl in Venezuela: Opposition stellt in letzter Minute Manuel Rosales auf


Wahl in Venezuela: Opposition stellt in letzter Minute Manuel Rosales auf
Wahl in Venezuela: Opposition stellt in letzter Minute Manuel Rosales auf / Foto: Federico Parra - AFP

Kurz vor Ablauf der Frist hat eine Oppositionspartei in Venezuela den 71 Jahre alten Manuel Rosales als Gegenkandidaten des umstrittenen Präsidenten Nicolás Maduro für die Wahl Ende Juli aufgestellt. Rosales sei von der Partei Un Nuevo Tiempo (UNT) auf der Website der Wahlbehörde angemeldet worden, teilte der Chef der Wahlbehörde Elvis Amoroso in der Nacht zu Dienstag mit. Rosales war bereits 2006 gegen den damaligen Präsidenten Hugo Chavez angetreten.

Textgröße ändern:

Das größte Oppositionsbündnis in Venezuela, dem UNT angehört, hatte vergeblich versucht, eine Kandidaten aufzustellen. "Man hat uns den Zugang zum System verweigert", sagte der Oppositionspolitiker Omar Barboza. Das Bündnis forderte eine Fristverlängerung, um Kandidaten anzumelden.

Das Bündnis will die Universitätsprofessorin Corina Yoris ins Rennen schicken. Sie sollte anstelle der Oppositionsführerin María Corina Machado antreten, die von der Wahl ausgeschlossen ist. Beobachter gehen davon aus, dass die Regierung eine Gegenkandidatur des Oppositionsbündnisses verhindern wollte.

Maduro hatte sich bei der Anmeldung seiner Kandidatur von mehreren Tausend Anhängern feiern lassen. "Ich schwöre auf meine Mutter, meinen Vater und die Heilige Dreifaltigkeit, dass wir gewinnen werden", sagte Maduro, der einen Kapuzenjacke in den Farben Venezuelas trug.

Am 28. Juli wird in Venezuela gewählt. Maduro strebt nach elf Jahren seine dritte Amtszeit an. Ein Sieg des Linksnationalisten bei der Präsidentschaftswahl gilt als fast sicher. Der Ausschluss der Gewinnerin der Vorwahlen der Opposition, Machado, war im Januar durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs bestätigt worden.

Zahlreiche europäische Staaten, die USA und die Opposition hatten die Wahl von 2018 nicht anerkannt. Daraufhin hatte sich der damalige oppositionelle Parlamentspräsident Juan Guaidó zum Interimspräsidenten erklärt. Maduro konnte sich allerdings mit Unterstützung des Militärs weiter an der Macht halten.

Die elf Jahre unter Maduro sind gekennzeichnet durch westliche Sanktionen, wirtschaftlichen Zusammenbruch und Vorwürfe verbreiteter Repression. Millionen Menschen flohen aus dem Land.

Im vergangenen Jahr einigten sich Vertreter der Regierung und der Opposition in Venezuela darauf, die Wahlen im zweiten Halbjahr 2024 unter der Kontrolle internationaler Beobachter abzuhalten.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Moskau: Russland und Ukraine übergeben bei Gefangenenaustausch jeweils 103 Soldaten

Bei einem Gefangenenaustausch haben Russland und die Ukraine nach russischen Angaben jeweils 103 Soldaten an die andere Seite übergeben. "103 russische Militärangehörige wurden zurückgeführt. Im Gegenzug wurden 103 ukrainische Kriegsgefangene übergeben", teilte das russische Verteidigungsministerium am Mittwoch in Onlinediensten mit. Die freigelassenen russischen Soldaten befänden sich in Belarus und würden nach einer psychologischen und medizinischen Versorgung nach Russland geflogen, hieß es vom Ministerium weiter.

Justizministerin Hubig will Mietern Einbau von Klimaanlagen erleichtern

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig will mit Gesetzesänderungen Mietern den Einbau von Klimaanlagen und Sonnenblenden erleichtern. Auch die "klassische Rechtspolitik" könne einen Beitrag zum Hitzeschutz leisten, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). "Ich denke insbesondere an das Mietrecht. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, dass wir es Mieterinnen und Mietern erleichtern, ihre Wohnungen mit Klimaanlagen oder Sonnenblenden auszustatten."

US-südkoreanisches Manöver nach Trump-Kritik um fast die Hälfte der Zeit verkürzt

Nachdem US-Präsident Donald Trump die jährlichen Militärmanöver mit dem langjährigen Verbündeten Südkorea als "unangemessen" und "feindselig" gegenüber Nordkorea kritisiert hat, wird die Militärübung nun sechs Tage früher beendet als geplant. Statt wie geplant am Donnerstag kommender Woche werde die seit Montag laufende Übung "Ulchi Freedom Shield" am Freitag enden, teilte der südkoreanische Generalstab am Mittwoch mit. Die Entscheidung sei "auf Vorschlag der USA" getroffen worden.

Merz verurteilt Äußerungen von israelischem Minister Ben Gvir scharf

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Äußerungen des israelischen Sicherheitsministers Itamar Ben Gvir über gezielte Tötungen von Palästinensern mit scharfen Worten verurteilt. Die "menschenverachtenden völkerrechtswidrigen Appelle" von Ben Gvir seien "nicht hinnehmbar", sagte Vizeregierungssprecher Sebastian Hille am Mittwoch in Berlin. Die EU-Außenminister sollen demnach bei ihrem nächsten informellen Treffen Anfang September über gezielte Maßnahmen gegen "radikale Politiker" beraten.

Textgröße ändern: