Pallade Veneta - UNO und lateinamerikanische Länder kritisieren Ecuadors Eindringen in Mexikos Botschaft

UNO und lateinamerikanische Länder kritisieren Ecuadors Eindringen in Mexikos Botschaft


UNO und lateinamerikanische Länder kritisieren Ecuadors Eindringen in Mexikos Botschaft
UNO und lateinamerikanische Länder kritisieren Ecuadors Eindringen in Mexikos Botschaft / Foto: ALBERTO SUAREZ - API/AFP

Nach dem Eindringen ecuadorianischer Sicherheitskräfte in die mexikanische Botschaft in Quito zur Festnahme von Ex-Vizepräsident Jorge Glas wächst der internationale Druck auf Ecuadors Regierung. UN-Generalsekretär António Guterres habe "alarmiert" auf den Vorfall in Quito reagiert, erklärte sein Sprecher Stéphane Dujarric am Samstag in New York. Guterres habe die Bedeutung der Unverletzlichkeit von Botschaftsgeländen betont; jeder Verstoß gegen diesen Grundsatz "gefährdet die Aufrechterhaltung normaler internationaler Beziehungen", hieß es.

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Der UN-Generalsekretär rief Ecuador und Mexiko zur "Mäßigung" auf. Sie sollten "ihre Differenzen mit friedlichen Mitteln beilegen", hieß es in der Erklärung weiter.

Auch Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Kuba, Peru und Venezuela übten Kritik an Ecuadors Vorgehen. Nach Mexiko brach am Samstag (Ortszeit) auch Nicaragua seine Beziehungen zu Ecuador ab. Das zentralamerikanische Land begründete die Entscheidung mit dem "ungewöhnlichen und verwerflichen" Vorgehen, in die Botschaft eines anderen Landes einzudringen.

Die US-Regierung erklärte, sie verurteilte jeden Verstoß gegen das Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen. Zugleich betonte sie, Mexiko und Ecuador seien beide wichtige Partner der USA. Die Regierung in Washington rief die beiden Staaten auf, "ihre Differenzen in Übereinstimmung mit internationalen Normen beizulegen".

Nach Angaben von Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador war die ecuadorianische Polizei am Freitag gewaltsam in die mexikanische Botschaft in Quito eingedrungen, um Ecuadors ehemaligen Vizepräsidenten Jorge Glas festzunehmen.

Als sich der Botschaftsleiter Roberto Canseco den Sicherheitskräften entgegenstellte, wurde ihm nach mexikanischen Angaben "körperliche Gewalt" angetan. Mexiko verurteilte das Vorgehen der ecuadorianischen Sicherheitskräfte als "eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht" und brach seine diplomatischen Beziehungen zu Ecuador ab.

Am Samstag war die mexikanische Botschaft in Quito immer noch von ecuadorianischen Polizisten umstellt, die mexikanische Flagge war eingeholt. Die mexikanische Außenministerin Alicia Bárcena erklärte, das Botschaftspersonal werde mit kommerziellen Flügen und der Unterstützung "freundlicher Botschaften" außer Landes gebracht.

Glas, der zwischen 2013 und 2017 unter dem damaligen linksgerichteten Staatschef Rafael Correa Vizepräsident war, hielt sich seit Dezember in der mexikanischen Botschaft in Quito auf. Sein Asylantrag wurde am Freitag formell anerkannt.

Nach mexikanischen Angaben wurde Glas "nach einer gründlichen Analyse" politisches Asyl gewährt. Der ecuadorianische Präsident Daniel Noboa kritisierte den Schritt hingegen als "illegale Handlung".

Glas war erst im November aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er wegen Korruption in einem weitreichenden Skandal um den brasilianischen Bauriesen Odebrecht einsaß. Der Haftbefehl gegen ihn bezieht sich auf Vorwürfe, nach denen er Gelder abgezweigt haben soll, die für den Wiederaufbau nach einem verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 bestimmt waren.

D.Vanacore--PV

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