Pallade Veneta - Grünen-Haushaltspolitiker Kindler plant Ausstieg aus der Politik

Grünen-Haushaltspolitiker Kindler plant Ausstieg aus der Politik


Grünen-Haushaltspolitiker Kindler plant Ausstieg aus der Politik
Grünen-Haushaltspolitiker Kindler plant Ausstieg aus der Politik / Foto: THOMAS KIENZLE - AFP/Archiv

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler tritt im nächsten Jahr nicht erneut zur Bundestagswahl an. "Ich werde dann 16 Jahre im Bundestag gewesen sein. Es war eine spannende Zeit, eine große Ehre, aber irgendwann ist auch mal gut", sagte der 39-Jährige am Dienstag dem "Spiegel". Seinen Ausstieg aus der Bundespolitik begründete er vor allem damit, dass das Spitzenpolitiker-Dasein kaum mit seinen Vorstellungen von Familie vereinbar sei.

Textgröße ändern:

"Das viele Hin und Her zwischen Berlin und meinem Wahlkreis in Hannover schmerzt mich", sagte Kindler. "Selbst wenn ich zu Hause bin, bin ich in Gedanken zu häufig bei der Arbeit. Der Arbeitsumfang ist groß, man muss mitunter rund um die Uhr erreichbar sein."

Zwar versuche er, sich für seine beiden Kinder ausreichend Zeit zu nehmen, "aber den Großteil der Care-Arbeit trägt meine Frau. Das ist nicht gerecht". Er betonte: "Eine gleichberechtigte Elternschaft und Spitzenpolitik sind nicht vereinbar." Das entspreche nicht seinen eigenen Ansprüchen.

Kindler zählt als haushaltspolitische Sprecher der seiner Bundestagsfraktion zu den einflussreichsten Grünen des Landes. Er wird noch bis zum Ende der Legislaturperiode sein Bundestagsmandat ausüben. Über seine Pläne für die Zeit danach sagte der Grünen-Politiker: "Ich kenne mich mit Zahlen, mit Menschen, mit Macht aus. Ich möchte meine Erfahrung weiterhin für soziale und ökologische Ziele einbringen." Wo und wie das sein werde, sei noch offen.

U.Paccione--PV

Empfohlen

Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus von Limoges in Flammen

Bei den Ausschreitungen am Rande der landesweiten Massenproteste in Frankreich ist das 143 Jahre alte Rathaus von Limoges in Flammen aufgegangen. Das markante Gebäude sei "zum großen Teil verloren", sagte am Samstagabend der zuständige Präfekt Maurice Barate der Nachrichtenagentur AFP. Es habe sich um eine "vorsätzliche Tat von Randalierern" gehandelt. Augenzeugen zufolge waren maskierte Demonstranten in das Rathaus der zentralfranzösischen Stadt eingedrungen, um Feuer zu legen.

"Komplett unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der von ihm verfügten Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte am Samstag der republikanische Senator Thom Tillis. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

400 Festnahmen bei Gewaltausbrüchen bei nationalem Protesttag in Frankreich

Bei den Gewaltausbrüchen am Rande von Massendemonstrationen in Frankreich sind etwa 400 Menschen festgenommen worden. Dies teilte am Samstagabend Innenminister Laurent Nuñez mit. Er bezifferte die Zahl der Teilnehmer des landesweiten Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf 550.000. Die Organisatoren hatten ihrerseits zuvor von rund 800.000 Demonstranten gesprochen.

Rumänische Armee schießt zwei Drohnen über dem Schwarzen Meer ab

Nach mehreren Angriffen auf Schiffe in der Region hat die rumänische Armee nach eigenen Angaben über dem Schwarzen Meer zwei Drohnen abgeschossen. Die Drohnen seien "illegal" in den rumänischen Luftraum eingedrungen, erklärte am Samstagabend Verteidigungsminister Radu Miruta. Er machte keine konkreten Angaben dazu, von wem die Drohnen stammten.

Textgröße ändern: