Pallade Veneta - Urteil: Zweifel an Vaterschaft können nicht mit vermutetem Sex begründet werden

Urteil: Zweifel an Vaterschaft können nicht mit vermutetem Sex begründet werden


Urteil: Zweifel an Vaterschaft können nicht mit vermutetem Sex begründet werden
Urteil: Zweifel an Vaterschaft können nicht mit vermutetem Sex begründet werden / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

Wer Zweifel an seiner Vaterschaft hat, kann dies laut einer Gerichtsentscheidung nicht mit der Vermutung begründen, dass die Mutter möglicherweise auch mit anderen Männern Sex gehabt haben könnte. Aus der Tatsache, dass sich die Mutter und der Kläger über ein Internetportal kennen gelernt hätten, dränge sich nicht auf, dass sie auch mit anderen Männern Sex gehabt habe, teilte das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am Dienstag mit. (Az.: 1 UF 75/22)

Textgröße ändern:

Das Amtsgericht hatte zuvor festgestellt, dass der Mann der Vater der Antragstellerin ist. Gegen diese Entscheidung legte er erfolglos Beschwerde ein. Die Wahrscheinlichkeit, dass er der Vater sei, sei so hoch, dass sie einen "Grad an Gewissheit" erreicht habe, urteilten die Richter. Schwerwiegende Zweifel an der Vaterschaft gibt es demnach nicht.

Ein nur möglicher, aber weder wahrscheinlicher noch bewiesener Verkehr mit weiteren Männern reiche dafür nicht aus, erklärte das Gericht. Genaue Angaben dazu, mit wem, wo und wann die Frau Sex gehabt haben solle, fehlten. Der Mann sei laut einem Gutachten zu mehr als 99,99 Prozent der Vater. An der Zuverlässigkeit des Gutachtens bestehe kein Zweifel.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus von Limoges in Flammen

Bei den Ausschreitungen am Rande der landesweiten Massenproteste in Frankreich ist das 143 Jahre alte Rathaus von Limoges in Flammen aufgegangen. Das markante Gebäude sei "zum großen Teil verloren", sagte am Samstagabend der zuständige Präfekt Maurice Barate der Nachrichtenagentur AFP. Es habe sich um eine "vorsätzliche Tat von Randalierern" gehandelt. Augenzeugen zufolge waren maskierte Demonstranten in das Rathaus der zentralfranzösischen Stadt eingedrungen, um Feuer zu legen.

"Komplett unverantwortlich": Republikaner kritisieren Trump wegen Russland-Kurs

US-Präsident Donald Trump ist wegen der von ihm verfügten Aussetzung von Sanktionen gegen Russland auch in der eigenen Partei in die Kritik geraten. "Das ist völlig unverantwortlich", erklärte am Samstag der republikanische Senator Thom Tillis. "Wenn der Präsident die Energiepreise wirklich senken will, kann er das tun, indem er die Iran-Frage löst - nicht, indem er Wladimir Putin Gefallen erweist."

400 Festnahmen bei Gewaltausbrüchen bei nationalem Protesttag in Frankreich

Bei den Gewaltausbrüchen am Rande von Massendemonstrationen in Frankreich sind etwa 400 Menschen festgenommen worden. Dies teilte am Samstagabend Innenminister Laurent Nuñez mit. Er bezifferte die Zahl der Teilnehmer des landesweiten Protesttages gegen hohe Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem auf 550.000. Die Organisatoren hatten ihrerseits zuvor von rund 800.000 Demonstranten gesprochen.

Rumänische Armee schießt zwei Drohnen über dem Schwarzen Meer ab

Nach mehreren Angriffen auf Schiffe in der Region hat die rumänische Armee nach eigenen Angaben über dem Schwarzen Meer zwei Drohnen abgeschossen. Die Drohnen seien "illegal" in den rumänischen Luftraum eingedrungen, erklärte am Samstagabend Verteidigungsminister Radu Miruta. Er machte keine konkreten Angaben dazu, von wem die Drohnen stammten.

Textgröße ändern: