Pallade Veneta - Peking und Moskau wollen "strategische Zusammenarbeit" ausbauen

Peking und Moskau wollen "strategische Zusammenarbeit" ausbauen


Peking und Moskau wollen "strategische Zusammenarbeit" ausbauen
Peking und Moskau wollen "strategische Zusammenarbeit" ausbauen / Foto: Jade Gao - AFP

In Peking haben sich die Außenminister Chinas und Russlands für eine Stärkung der strategischen Zusammenarbeit ihrer Länder ausgesprochen. "Peking und Moskau werden die strategische Zusammenarbeit auf der Weltbühne weiter stärken und sich gegenseitig kräftig unterstützen", sagte Chinas Außenminister Wang Yi laut der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti am Dienstag. Sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow traf sich zum Abschluss seines zweitägigen offiziellen Besuch in China am Dienstagnachmittag auch mit Präsident Xi Jinping.

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"Wir möchten Ihnen unsere höchste Anerkennung und Bewunderung für die Erfolge aussprechen, die Sie im Laufe der Jahre und vor allem im letzten Jahrzehnt unter Ihrer Führung erreicht haben", sagte Lawrow nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen zu Xi.

Chinas Staatsoberhaupt sagte seinerseits laut dem chinesischen staatlichen Fernsehsender CCTV, dass China den Beziehungen zu Moskau "große Bedeutung" beimesse. Das Land sei "bereit, gemeinsam mit Russland die bilaterale Kommunikation" und die "multilaterale strategische Koordination zu stärken", sagte Xi demnach zu Lawrow.

CCTV zufolge haben sich Xi und Präsident Wladimir Putin darauf geeinigt, in einem "engen Austausch" zu bleiben, um die stetige Entwicklung ihrer Verbindungen zu gewährleisten. "China unterstützt das russische Volk dabei, einen Entwicklungsweg einzuschlagen, der ihren nationalen Bedingungen entspricht, und unterstützt Russland bei der Bekämpfung von Terrorismus und der Aufrechterhaltung von sozialer Sicherheit und Stabilität", hieß es.

China werde die "stabile Entwicklung unter der Führung von Putin unterstützen", hatte der chinesische Außenminister bei bilateralen Gesprächen Lawrow zuvor zugesichert. "Ich denke, dass das russische Volk unter der starken Führung von Präsident (Wladimir) Putin eine glänzende Zukunft haben wird", fuhr Wang laut der russischen staatlichen Zeitung "Iswestija" fort.

Lawrow dankte China für die Unterstützung nach der Wiederwahl Putins im vergangenen Monat, bei der es keine nennenswerte Opposition gegeben hatte. Chinas Präsident Xi habe zu den ersten gehört, "die dem gewählten Präsidenten Putin ihre Glückwünsche übermittelten, und wir sind unseren chinesischen Freunden für diese Unterstützung sehr dankbar", sagte Lawrow einem Video zufolge, das von "Iswestija" im Onlinedienst Telegram verbreitet wurde.

Das Wahlergebnis habe das "tiefe Vertrauen des russischen Volks" in Putin sowie in die laufende Innen- und Außenpolitik "bestätigt", fügte Lawrow laut Ria Nowosti hinzu. Das gelte "nicht zuletzt für den Kurs zur Stärkung der strategischen Interaktion und Partnerschaft" mit China.

Thema der Gespräche zwischen den beiden Außenministern waren laut Wang auch die Konflikte in der Ukraine und im Gazastreifen. China werde weiterhin eine "konstruktive Rolle" auf der internationalen Bühne spielen und "nie Öl ins Feuer gießen". Beide Nationen müssten sich gegen das "Denken des Kalten Krieges" stellen, gegen "Hegemonie, Tyrannei und Schikane".

Lawrow kritisierte westliche Sanktionen als "unrechtmäßig". Diese würden internationale Normen grob verletzen. "Diese Art der Politik wird zunehmend auch auf China angewendet", betonte der russische Außenminister. Der Westen behindere Chinas "wirtschaftliche und technologische Entwicklungsmöglichkeiten", um sich der Konkurrenz zu entledigen.

Russland und China haben ihre Beziehungen seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 vertieft. Angesichts der zunehmenden internationalen Isolierung Moskaus hat Peking laut Beobachtern dabei die Oberhand. China nimmt eigenen Angaben zufolge eine neutrale Position im Ukraine-Krieg ein und befürwortet offiziell eine politische Lösung zur Beendigung der Kämpfe.

A.Tucciarone--PV

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