Pallade Veneta - Bericht: Konflikte lassen weltweite Militärausgaben auf Allzeithoch steigen

Bericht: Konflikte lassen weltweite Militärausgaben auf Allzeithoch steigen


Bericht: Konflikte lassen weltweite Militärausgaben auf Allzeithoch steigen
Bericht: Konflikte lassen weltweite Militärausgaben auf Allzeithoch steigen / Foto: Anatolii STEPANOV - AFP

Vor dem Hintergrund zahlreicher Kriege und Konflikte sind die weltweiten Militärausgaben im vergangenen Jahr auf ein Allzeithoch gestiegen. Insgesamt wurden im Jahr 2023 rund 2,4 Billionen Dollar (rund 2,25 Billionen Euro) für Rüstungsgüter ausgegeben, wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Internationalen Stockholmer Friedensforschungsinstituts (Sipri) hervorgeht. Dies bedeutet eine Steigerung um 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dem Bericht zufolge stiegen die Militärausgaben insbesondere in Europa, dem Nahen Osten und in Asien.

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Erstmals seit dem Jahr 2009 seien die Ausgaben in allen fünf erfassten Regionen gestiegen, sagte Sipri-Forscher Nan Tian der Nachrichtenagentur AFP. Der Anstieg um 6,8 Prozent sei der höchste innerhalb eines Jahres seit 2009. Die Zahlen spiegelten "die Verschlechterung von Frieden und Sicherheit in der ganzen Welt wider".

Am meisten gaben die USA, China, Russland, Indien und Saudi-Arabien für Rüstungsgüter aus. Die USA liegen mit 916 Milliarden Dollar weit vorn und zeichnen für 37 Prozent der Militärausgaben weltweit verantwortlich.

Der andauernde Krieg in der Ukraine habe zu einem Anstieg der Rüstungsausgaben der Ukraine, Russlands und "einer ganzen Reihe" europäischer Länder geführt, erläuterte Tian. Russlands Militärausgaben stiegen demnach um 24 Prozent auf 109 Milliarden Dollar, Die Ausgaben der Ukraine stiegen um 51 Prozent auf 64,8 Milliarden Dollar. Zusätzlich erhielt das Land Militärhilfen in Höhe von 35 Milliarden Dollar.

Während die Realausgaben Moskaus und Kiews 2023 recht nah beieinander lagen, entsprachen sie in der Ukraine 37 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) und 58 Prozent der gesamten Staatsausgaben. Russland gab hingegen 5,9 Prozent des BIP für Rüstung aus. Kiews Spielraum für eine Erhöhung der Militärausgaben sei inzwischen "sehr begrenzt", gab Sipri-Forscher Tian zu bedenken.

Deutschland gab dem Bericht zufolge im vergangenen Jahr 3 66,8 Milliarden Dollar für Rüstungsgüter aus, was einer Steigerung um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit liegt die Bundesrepublik wie im Vorjahr auf Platz sieben der Rangliste mit den höchsten Rüstungsausgaben, hinter Großbritannien und vor der Ukraine und Frankreich.

Die Militärausgaben stiegen auch im Nahen Osten, wo Israel vor dem Hintergrund des Krieges gegen die radikalislamische Hamas im Gazastreifen mit 27,5 Milliarden Dollar 24 Prozent mehr ausgab als im Vorjahr.

In Asien wurden die Militärausgaben nicht zuletzt durch die Spannungen im Südchinesischen Meer und um Taiwan hochgetrieben. China gab mit 296 Milliarden Dollar sechs Prozent mehr aus als im Vorjah, Japan und Taiwan steigerten ihre Rüstungsausgaben um jeweils elf Prozent.

Angesichts des Krieges in der Ukraine, der "noch lange nicht zu Ende" sei, sowie der aktuellen Situation im Nahen Osten und der zunehmenden Spannungen in Asien glaubt Sipri-Forscher Tian, dass die Länder ihre Streitkräfte weiter aufrüsten werden. "Die Erwartung ist, dass dieser steigende Trend noch mindestens ein paar Jahre anhalten wird", sagte er.

O.Mucciarone--PV

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