Pallade Veneta - Aufgabenteilung bei deutsch-französischem Kampfpanzer präzisiert sich

Aufgabenteilung bei deutsch-französischem Kampfpanzer präzisiert sich


Aufgabenteilung bei deutsch-französischem Kampfpanzer präzisiert sich
Aufgabenteilung bei deutsch-französischem Kampfpanzer präzisiert sich / Foto: Thomas SAMSON - AFP/Archiv

Die Aufgabenteilung bei der Entwicklung des deutsch-französischen Kampfpanzers präzisiert sich. Die an dem Vorhaben beteiligten Unternehmen KNDS Deutschland und KDNS Frankreich, Rheinmetall und Thales wollen eine Arbeitsgemeinschaft gründen, wie AFP am Montag aus übereinstimmenden Quellen erfuhr. Ziel sei es, "die Herausforderungen des komplexen Multiplattformsystems bestmöglich und mit Synergien zu bewältigen", heißt es in einem Entwurf einer gemeinsamen Erklärung.

Textgröße ändern:

Eine ähnliche Arbeitsgemeinschaft war bereits 2019 für die Vorgängerphase des Vorhabens gegründet worden. Nach Informationen des Bundesverteidigungsministeriums sind Frankreich und Deutschland für jeweils zwei von insgesamt acht "Säulen" zuständig. Die übrigen vier Bereiche stünden unter deutsch-französischer Führung, heißt es auf der Website des Ministeriums.

Dazu zählt insbesondere die Säule 2, die die Entwicklung von Kanone, Turm und Munition umfasst. Diese ist von der Industrie beider Länder besonders begehrt: Rheinmetall sähe gerne seine 130mm-Kanone eingebaut, Nexter hingegen seine 140mm-Kanone.

Deutschland übernimmt demnach die Führung bei der Plattform mit dem Fahrgestell und der automatisierten Navigation (Säule 1) sowie Schutz und Drohnenabwehr (Säule 7). Frankreich ist für die Bewaffnung mit Lenkflugkörpern und die Sensorik zuständig. Die übrigen Arbeitsbereiche, darunter das Kommunikationssystem und die Logistik stehen unter gemischter Führung.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein französischer Kollege Sébastien Lecornu hatten am Freitag in Paris eine Absichtserklärung unterzeichnet, die eine hälftige Aufgabenverteilung zwischen den Rüstungsunternehmen beider Länder festlegt. Pistorius nannte dies einen "weiteren wichtigen Meilenstein".

Es gehe nicht um die Weiterentwicklung der aktuellen Panzer, sondern um mehrere "miteinander vernetzte Gefechtsfahrzeuge", die teils unbemannt seien. Der Einsatz Künstlicher Intelligenz bedeute einen "deutlichen qualitativen Fähigkeitsvorsprung", betonte Pistorius.

Der Vertrag soll Ende des Jahres fertig sein und im kommenden Jahr den Parlamenten vorgelegt werden. Mittelfristig solle das Vorhaben auch weiteren Partnern offenstehen, etwa Italien.

Deutschland und Frankreich hatten das Vorhaben bereits 2017 auf den Weg gebracht. Es hatte sich verzögert, weil es Spannungen mit Blick auf das geistige Eigentum und mit den damit verbundenen Exportmöglichkeiten gab. Ursprünglich sollte das neue System 2035 einsatzbereit sein, inzwischen ist von 2040 die Rede.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Schweitzer würde erneute Kandidatur von Klingbeil für SPD-Vorsitz begrüßen

SPD-Vize Alexander Schweitzer befürwortet eine erneute Kandidatur von Parteichef Lars Klingbeil für den SPD-Vorsitz. "Ich habe ihn bei der letzten Wahl zum Parteivorsitzenden unterstützt. Und wenn er sich entscheidet, wieder anzutreten, würde ich das begrüßen", sagte der neue Bundesarbeitsminister der "Rheinpfalz" (Samstagsausgabe). Er verwies auf die "teils sehr schwierigen Wahlergebnisse" und die Umfragewerte seiner Partei. "In so einer Situation sollten wir nicht über Personal diskutieren, sondern um den Kurs dieser Partei ringen", betonte Schweitzer.

Junge Union startet Deutschlandtag - Winkel warnt CDU vor rückwärtsgewandter Politik

Die Junge Union (JU) hat ihren Deutschlandtag in Bonn eröffnet. Zum Auftakt des dreitägigen Treffens wählte die Jugendorganisation von CDU und CSU am Freitagabend ihren Vorsitzenden Johannes Winkel wieder. Dieser warnte die Kanzlerpartei CDU vor dem Hintergrund jüngster Wahlniederlagen vor einer rückwärtsgewandten Politik.

Marokkos König ernennt Regierung unter erster Ministerpräsidentin der Geschichte

Marokkos König Mohammed VI. hat die neue Regierung unter Ministerpräsidentin Fatima Ezzahra El Mansouri ernannt. Der Monarch nahm am Freitag im Palast in Rabat die Ernennung der Kabinettsmitglieder vor, wie die staatliche Nachrichtenagentur MAP berichtete. El Mansouri war Ende September als erste Frau zur Ministerpräsidentin des nordafrikanischen Landes ernannt worden.

"Schande": Wüst fordert von SPD und Grünen Ende der Gespräche mit Linken in Berlin

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat SPD und Grüne in Berlin aufgefordert, ihre Verhandlungen mit der Linkspartei über eine gemeinsame Regierung umgehend zu beenden. Die Gespräche darüber seien "eine Schande für die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland", sagte Wüst am Freitagabend beim "Deutschlandtag" der CDU/CSU-Jugendorganisation Junge Union. "Das Gift des Antisemitismus ist tief eingesickert in die Berliner Linke."

Textgröße ändern: