Pallade Veneta - Ex-Steinhoff-Manager zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Ex-Steinhoff-Manager zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt


Ex-Steinhoff-Manager zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt
Ex-Steinhoff-Manager zu sechs Jahren Haft wegen Steuerhinterziehung verurteilt / Foto: PATRIK STOLLARZ - AFP/Archiv

Im Zusammenhang mit einem früheren Bilanzskandal bei dem Einzelhandelskonzern Steinhoff ist ein ehemaliger Manager vom Landgericht im niedersächsischen Oldenburg wegen der Hinterziehung von Unternehmenssteuern zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von 252.000 Euro verurteilt worden. Zwei Jahre der Gefängnisstrafe galten nach Angaben eines Gerichtssprechers vom Montag aber wegen einer rechtsstaatswidrigen überlangen Verfahrensdauer bereits als verbüßt.

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In das Urteil flossen im Rahmen einer Gesamtstrafenbildung demnach außerdem zwei frühere Verurteilungen des Manns wegen unrichtiger Bilanzdarstellung und privater Steuerhinterziehung ein. Für letztere war er seinerzeit zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Angeklagten handelte es sich um einen früheren Geschäftsführer europäischer Tochtergesellschaften des global tätigen Steinhoff-Konzerns, die in Westerstede ansässig waren.

Das Gericht sprach den 64-Jährigen der Steuerhinterziehung in insgesamt 20 Fällen schuldig. Laut Anklage hatten sich die Taten in den Jahren 2008 bis 2012 ereignet. Insgesamt ging es dabei demnach um mehr als 26 Millionen Euro.

Die Steinhoff-Holding ist an Möbelhaus- und Einzelhandelsketten in den USA, Europa, Afrika, Südamerika, Australien und Neuseeland beteiligt. Früher gehörten zu ihr unter anderem auch Möbelhausketten in Deutschland. 2017 wurden Unregelmäßigkeiten in der Bilanz entdeckt, was den Konzern in eine Krise stürzte.

Laut Staatsanwaltschaft ging es um schwer durchschaubare Scheingeschäfte und überhöhte Bewertungen von Beteiligungen in der Gruppe. Dies hatte Auswirkungen auf die Konzernbilanz und die Steuerlast.

E.Magrini--PV

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