Pallade Veneta - Dritten Tag in Folge keine Fluchtkorridore aus umkämpften Gebieten in der Ukraine

Dritten Tag in Folge keine Fluchtkorridore aus umkämpften Gebieten in der Ukraine


Dritten Tag in Folge keine Fluchtkorridore aus umkämpften Gebieten in der Ukraine
Dritten Tag in Folge keine Fluchtkorridore aus umkämpften Gebieten in der Ukraine / Foto: SERGEY BOBOK - AFP

Den dritten Tag in Folge können die Menschen in den umkämpften und belagerten Gebieten im Osten und Süden der Ukraine nicht über organisierte Fluchtkorridore fliehen. Es sei keine Einigung mit der russischen Seite erzielt worden, teilte die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk am Dienstag im Messengerdienst Telegram mit. Der Donbass werde weiterhin intensiv bombardiert und in der eingekesselten Stadt Mariupol "weigern sich die Russen, einen Korridor für die Ausreise von Zivilisten in Richtung Berdjansk zu öffnen".

Textgröße ändern:

Die "schwierigen Gespräche über humanitäre Korridore" in den Regionen Cherson im Süden und Charkiw im Osten würden allerdings fortgesetzt. Kiew musste die Evakuierung über Fluchtkorridore bereits mehrmals unterbrechen, seit Sonntag sind die Versuche vollends zum Erliegen gekommen.

Die ukrainischen Behörden haben die Menschen in der südöstlichen Donbass-Region aufgefordert, nach Westen zu fliehen, um der groß angelegten russischen Offensive zur Einnahme der Region zu entgehen. Diese ist nach Angaben Kiews am Montag von den russischen Truppen gestartet worden.

Angesichts der Lage findet erneut ein virtuelles Treffen zwischen den USA und anderen Partnern statt. An diesem wird auch US-Präsident Joe Biden teilnehmen, wie das Weiße Haus am Montag bekanntgab.

Biden werde "mit den Verbündeten und Partnern" der USA, deren Liste nicht bekannt gegeben wurde, über die "anhaltende Unterstützung für die Ukraine und die Bemühungen, Russland zur Rechenschaft zu ziehen" sprechen, sagte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses der Nachrichtenagentur AFP.

L.Guglielmino--PV

Empfohlen

Saudi-Arabien: Mehrere Verletzte bei neuem Angriff auf Flughafen von Riad

Bei einem neuen Angriff auf den internationalen Flughafen der saudiarabischen Hauptstadt Riad hat es am Sonntag wieder Verletzte gegeben. Die saudiarabische Luftfahrtbehörde teilte mit, der neue Angriff am Sonntagnachmittag habe mehrere Verletzte zur Folge gehabt. "Die Beurteilung der Schäden und die Überprüfung der Sicherheit der Anlagen dauern noch an", fügte die Behörde hinzu.

Trump verkündet "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau - Selenskyj überrascht

Nach seinem Diesel-Deal mit Russland und einem heftigen Schlagabtausch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag eine angebliche "Energie-Waffenruhe" zwischen Kiew und Moskau verkündet. Beide Länder hätten zugestimmt, ab sofort ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen, erklärte Trump. Selenskyj reagierte überrascht auf die Ankündigung. Kiew sei aber bereit, eine solche Waffenruhe zu befolgen, wenn auch Moskau sich daran halte. Vom Kreml gab es zunächst keine Stellungnahme.

Festnahme in Polen nach möglichem Attentatsversuch auf Regierungschef und Minister

In Polen ist nach Hinweisen auf einen "möglichen Attentatsversuch" gegen Ministerpräsident Donald Tusk und Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz ein Verdächtiger festgenommen worden. "Der Mann, der mit einem Attentat gedroht hat, ist festgenommen worden", schrieb Tusk am Sonntag im Onlinedienst X. Er dankte der Polizei für ihr "schnelles und entschlossenes Eingreifen". Auch Innenminister Marcin Kierwinski gab auf X die Festnahme bekannt.

BND-Spionageaffäre: Unions-Fraktionsvize fordert lückenlose Aufklärung

Nach der Festnahme des ehemaligen BND-Chefs August Hanning wegen Spionagevorwürfen fordert Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) eine lückenlose Aufklärung und weitere Konsequenzen im Bundesnachrichtendienst. "Es drängt sich jetzt die Frage auf, wie überprüfen wir auch und checken auch, ob frühere hochrangige Mitarbeiter des Dienstes ihr Wissen nutzen", sagte der ehemalige Staatssekretär im Bundesinnenministerium am Sonntag im ARD-"Bericht aus Berlin".

Textgröße ändern: