Pallade Veneta - Unruhen in Neukaledonien: Gendarm durch versehentlichen Schuss getötet

Unruhen in Neukaledonien: Gendarm durch versehentlichen Schuss getötet


Unruhen in Neukaledonien: Gendarm durch versehentlichen Schuss getötet
Unruhen in Neukaledonien: Gendarm durch versehentlichen Schuss getötet / Foto: Ludovic MARIN - AFP

Die Zahl der Toten bei den Ausschreitungen im französischen Überseegebiet Neukaledonien ist auf fünf gestiegen. Ein Gendarm sei durch einen versehentlichen Schuss eines Kollegen getötet worden, teilte das französische Innenministerium am Donnerstag mit. Die Gendarme seien im Einsatz gewesen, hieß es weiter. Bereits am Mittwoch war ein Gendarm bei den Unruhen in Neukaledonien getötet worden.

Textgröße ändern:

Premierminister Gabriel Attal rief alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf. "Es wird alles getan, damit die Einwohner von Neukaledonien wieder Ruhe und Ordnung vorfinden", schrieb Attal nach einer Krisensitzung am Vormittag im Onlinedienst X. Dies sei die Voraussetzung für einen Dialog, fügte er hinzu.

Präsident Emmanuel Macron bot den Vertretern der örtlichen Behörden von Neukaledonien einen Austausch per Videokonferenz an.

Unterdessen wies das Russland nahestehende Aserbaidschan Vorwürfe der französischen Regierung zurück, die Proteste in Neukaledonien zu befeuern. "Wir dementieren jede Verbindung zwischen den Anführern des Kampfes für die Freiheit Neukaledoniens und Aserbaidschan", erklärte das Außenministerium in Baku. Dies seien "unverschämte" Anschuldigungen.

Der französische Innenminister Gérald Darmanin hatte zuvor eine mutmaßliche Einmischung Aserbaidschans angeprangert. "Ein Teil der Unabhängigkeitsbefürworter hat einen Deal mit Aserbaidschan geschlossen", sagte er dem Sender France 2.

In den vergangenen drei Nächten hatte es in Neukaledonien heftige Unruhen gegeben. Hintergrund der Proteste ist eine Verfassungsreform, die das Wahlrecht bei den Provinzwahlen ausweitet.

Die Befürworter einer Unabhängigkeit von Frankreich befürchten, dass damit der Einfluss der ursprünglichen Bevölkerung schwinden könnte. In dem Überseegebiet leben etwa 300.000 Menschen.

M.Romero--PV

Empfohlen

NRW-Ministerpräsident Wüst turnusgemäß zum neuen Bundesratspräsidenten gewählt

Der Bundesrat hat den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) turnusgemäß zu seinem neuen Präsidenten gewählt. Der Politiker bekam bei der Abstimmung am Freitag wie erwartet die Stimmen aller Länder und folgt damit auf Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Die Amtsübergabe an Wüst erfolgt zum 1. November.

"Kakerlaken"-Proteste: Indische Behörden schließen zentralen Park in Neu Delhi

Vor Beginn eines neuen Protesttages der "Kakerlaken"-Bewegung (CJP) in Indien haben die Behörden einen zentralen Park in der Hauptstadt Neu Delhi geschlossen. Der Park werde aus "administrativen" Gründen für zwei Tage geschlossen, teilten die Behörden von Neu Delhi am Freitag mit. CJP-Gründer Abhijeet Dipke drängte Anhänger dazu, sich in dem Park zu versammeln und gegen den Leiter der Wahlkommission in Indien zu protestieren.

Deutschlandtag der Jungen Union: Reddig will keine Personaldebatten zu Merz

Beim Deutschlandtag der Jungen Union (JU) sollen nach den Worten des stellvertretenden JU-Vorsitzenden Pascal Reddig keine Personaldebatten über Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) geführt werden. Wie der Bundestagsabgeordnete am Freitag im ZDF-Morgenmagazin sagte, geht es der Jungen Union um konstruktive Kritik, um die Arbeit der Bundesregierung zu verbessern.

Keine "richtigen Toiletten": Neue Trump-Sprecherin irritiert mit Satz über China

Die neue Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Katie Zacharia, sorgt weiter für Schlagzeilen. In einem Interview sagte Zacharia am Donnerstag, China habe keine "richtigen Toiletten" - ein Satz, der bei der aufstrebenden Wirtschaftsmacht für wenig Begeisterung sorgen dürfte.

Textgröße ändern: