Pallade Veneta - Gemeindevertreter in Grünheide stimmen für Ausbau des Tesla-Werks

Gemeindevertreter in Grünheide stimmen für Ausbau des Tesla-Werks


Gemeindevertreter in Grünheide stimmen für Ausbau des Tesla-Werks
Gemeindevertreter in Grünheide stimmen für Ausbau des Tesla-Werks / Foto: Odd ANDERSEN - AFP/Archiv

In Grünheide in Brandenburg hat die Gemeindevertretung für die umstrittene Erweiterung der Fabrik von Elektroauto-Hersteller Tesla gestimmt. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) am berichtete, stimmten am Donnerstag elf Gemeindevertreter für die Erweiterung des Werksgeländes und sechs dagegen, bei zwei Enthaltungen. Der Autobauer kann somit am Tesla-Werk unter anderem einen Güterbahnhof bauen.

Textgröße ändern:

Ein Tesla-Sprecher erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen freue sich "außerordentlich" über die Zustimmung. Der Bebauungsplan ermögliche "den weiteren Ausbau einer nachhaltigen und umweltfreundlichen öffentlichen Infrastruktur", mit der unter anderem der Lkw-Verkehr in der Region reduziert werden könne. "Wir sind äußerst dankbar, dass die Gemeindevertretung mit dem Satzungsbeschluss eine Entscheidung für Grünheide getroffen und damit Planungssicherheit für den mittel- und langfristigen Ausbau geschaffen hat", hieß es weiter von Tesla.

Die Pläne des US-Elektroautobauers wurden seit Monaten von Protesten begleitet. Bereits seit Ende Februar demonstrieren Umweltschützer im Wald in der Nähe des Werks gegen die Erweiterung und die damit einhergehende Rodung. Die Aktivisten werfen Tesla vor, Umwelt und Wasserversorgung der Region zu gefährden.

Im selben Monat hatte sich die Mehrheit der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde Grünheide in einer Bürgerbefragung gegen die Erweiterung ausgesprochen. Diese Befragung war allerdings für die Gemeinde nicht bindend. Zudem wurde danach der Bebauungsplan verändert. Unter anderem sollen nun statt ursprünglich geplanter 100 Hektar Wald nur 50 Hektar gerodet werden. Der Tesla-Sprecher erklärte dazu am Donnerstag, der Autobauer habe dafür auf ursprünglich geplante Projekte verzichten müssen.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Demokraten und Republikaner kritisieren Trump für geplante Beschränkung von Südkorea-Manövern

In den USA ist die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump parteiübergreifend verurteilt worden, die traditionellen gemeinsamen Militärübungen mit dem Verbündeten Südkorea herunterzufahren. "Dies ist eine weitere wahnwitzige, planlose Entscheidung von Präsident Trump und seiner chaotischen Regierung", erklärte Jack Reed, der ranghöchste Demokrat im Streitkräfteausschuss des Senats. Heftige Kritik kam auch von dem republikanischen Senator Thom Tillis - er verwies insbesondere auf Nordkoreas Unterstützung für Russlands Krieg gegen die Ukraine.

UN-Zahlen für 2025: 350 Helfer in Krisengebieten getötet

In Krisengebieten wie dem Gazastreifen und dem Sudan sind Zahlen der Vereinten Nationen zufolge im vergangenen Jahr 350 humanitäre Helfer getötet worden. Der Gazastreifen sei mit 186 Toten im dritten Jahr in Folge der weltweit gefährlichste Einsatzort gewesen, erklärte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) am Montag. Im Sudan wurden demnach 71 Hilfskräfte getötet.

Medien: Premier Burnham fällt auf Imitator von US-Stabschefin Wiles rein

Der neue britische Premierminister Andy Burnham ist Medienberichten zufolge auf einen Imitator der US-Stabschefin Susie Wiles reingefallen. Burnham habe "mehrere Nachrichten" über einen nicht näher bezeichneten Kommunikationskanal an einen Menschen geschickt, von dem er annahm, dass es sich um Wiles handelte, bevor ihm der Kontakt verdächtig vorkam, wie das Nachrichtenportal "Politico" am Montag unter Berufung auf anonyme Kreise berichtete.

Von Kommunalwahl in Friesland ausgeschlossen: AfD-Politiker scheitert vor Gericht

Der wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue von der niedersächsischen Kommunalwahl im Kreis Friesland ausgeschlossene AfD-Politiker Martin Sichert ist mit einem Eilantrag auf Zulassung gescheitert. Das Verwaltungsgericht Oldenburg wies seinen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz nach Angaben vom Montag ab. Entscheidungen der zuständigen Gremien, die sich unmittelbar auf das eigentliche Wahlverfahren bezögen, seien immer erst durch einen Wahleinspruch nach einer Wahl überprüfbar. Sichert wollte im Kreis Friesland als Kandidat bei der Landratswahl antreten. (Az. 6 B 4195/26)

Textgröße ändern: