Pallade Veneta - "Politbarometer": Union legt leicht zu - AfD trotz Verlusten zweitstärkste Kraft

"Politbarometer": Union legt leicht zu - AfD trotz Verlusten zweitstärkste Kraft


"Politbarometer": Union legt leicht zu - AfD trotz Verlusten zweitstärkste Kraft
"Politbarometer": Union legt leicht zu - AfD trotz Verlusten zweitstärkste Kraft / Foto: Christof STACHE - AFP

Die Union hat in einer Umfrage leicht an Zustimmung gewonnen und wäre mit großem Abstand weiterhin die stärkste politische Kraft in Deutschland. Wenn am kommenden Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU und CSU dem am Freitag veröffentlichtem ZDF-"Politbarometer" zufolge auf 31 Prozent. Die Union würde sich damit im Vergleich zur letzten Erhebung vor drei Wochen um einem Prozentpunkt verbessern.

Textgröße ändern:

Trotz einem Verlust von einem Prozentpunkt käme die AfD mit 16 Prozent auf Platz zwei. Für die Rechtsaußen-Partei ist dies der schlechteste Wert in einem ZDF-"Politbarometer" seit gut einem Jahr. Anfang dieses Jahres lag die AfD noch bei 22 Prozent.

In der aktuellen Umfrage schneiden die Ampel-Parteien weiterhin deutlich schwächer ab als bei ihrem Bundestagswahlergebnis 2021. Die SPD liegt demnach bei im Vergleich zur April-Umfrage unveränderten 15 Prozent, die Grünen verlieren zwei Punkte und kommen auf 13 Prozent, die FDP würde mit fünf Prozent (plus eins) knapp ins Parlament einziehen. Ebenfalls im Bundestag vertreten wäre das BSW mit unverändert fünf Prozent, die Linkspartei würde mit weiterhin vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Gefragt wurde auch nach der politischen Stimmung hinsichtlich der Europawahl. Wenn am kommenden Sonntag gewählt würde, käme die Union demnach auf 31 Prozent, Grüne und AfD jeweils auf 15 Prozent, die SPD auf 14 Prozent. Das BSW würde fünf Prozent erreichen, die FDP vier und die Linke drei Prozent.

In der Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politikern genießt weiterhin SPD-Verteidigungsminister Boris Pistorius mit großem Abstand die höchsten Beliebtheitswerte. Er wird auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf mit einem Durchschnittswert von unverändert 1,8 eingestuft.

Auf Platz zwei kommt Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder mit 0,0 und auf Platz drei CDU-Chef Friedrich Merz mit einer Bewertung von minus 0,1. Danach folgen der grüne Vizekanzler Robert Habeck (minus 0,4), Kanzler Olaf Scholz (SPD, minus 0,5) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne, minus 0,6).

Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte für das "Politbarometer" vom 14. bis 16. Mai 1247 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die mögliche Fehlerquote liegt bei circa zwei bis drei Prozentpunkten.

Z.Ottaviano--PV

Empfohlen

Sexuelle Übergriffe bei der Bundeswehr: Wehrbeauftragter fordert Aufklärung

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte, dringt auf Aufklärung der Vorwürfe sexueller Übergriffe bei einem Sanitätsregiment der Bundeswehr in Sachsen-Anhalt. In den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgaben) äußerte der CDU-Politiker zugleich die Befürchtung, dass die Vorfälle die notwendige Rekrutierung von Frauen für die Bundeswehr weiter erschweren könnten. "Die Vorwürfe aus Weißenfels sind schwerwiegend und müssen umfassend, konsequent und transparent aufgeklärt werden", sagte Otte.

Kommandeur: Nato ist Russland im Fall eines Kriegs militärisch überlegen

Der Oberbefehlshaber der Nato-Truppen in Europa, Alexus Grynkewich, sieht das westliche Militärbündnis militärisch deutlich stärker aufgestellt als Russland. "In einem echten Krieg, wenn die ganze Allianz antritt, ist die Nato Russland konventionell überlegen", sagte der US-General dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Unsere militärischen Fähigkeiten, die wir in einem Großkonflikt zum Einsatz bringen würden, übertreffen die Moskaus bei Weitem."

Ex-Ministerpräsident Sellering traut Schwesig Kanzlerschaft zu

Der ehemalige Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, sieht seine Nachfolgerin Manuela Schwesig (beide SPD), zu Höherem berufen. "Ich traue ihr die Kanzlerschaft zu", sagte Sellering der Ostsee Zeitung (OZ, Freitagsausgabe). Schwesig sei "eine Kämpferin", sagte Sellering. Das habe die Ministerpräsidentin im Wahlkampf gerade erst bewiesen. "Und sie hat ein Gefühl dafür, was den Menschen wichtig ist."

UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die zunehmenden Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen gegen Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitgliedstaaten des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sprachen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von "rücksichtslosen Angriffen" auf den Flughafen von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad.

Textgröße ändern: