Pallade Veneta - Künstliche Intelligenz: EU droht Microsoft mit Bußgeld

Künstliche Intelligenz: EU droht Microsoft mit Bußgeld


Künstliche Intelligenz: EU droht Microsoft mit Bußgeld
Künstliche Intelligenz: EU droht Microsoft mit Bußgeld / Foto: Mohd RASFAN - AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat Microsoft ein Bußgeld angedroht, wenn der US-Konzern keine Auskunft über Risiken im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI) gibt. Die Brüsseler Kommission setzte Microsoft am Freitag eine Frist bis zum 27. Mai. Dabei geht es laut einer Kommissionserklärung um Falschinformationen, die über die Internetsuchmaschine Bing verbreitet werden könnten. Der Konzern erklärte, er sei zur Zusammenarbeit bereit.

Textgröße ändern:

Im März hatte die Kommission von Microsoft interne Dokumente und Daten über KI-Funktionen von Bing verlangt, mit denen Texte und Bilder erzeugt werden können. Die EU-Behörde fürchtet, damit könnten Desinformationen verbreitet werden oder auch manipulierte, aber täuschend echte Bilder - sogenannte Deepfakes.

Rund drei Wochen vor der Europawahl Anfang Juni verschärft die EU-Kommission damit ihr Vorgehen gegen Onlineplattformen. Das neue Gesetz für digitale Dienste (DSA) verpflichtet die Konzerne seit diesem Jahr unter anderem zum Löschen von Falschinformationen. Bei Verstößen drohen Strafen in Höhe von bis zu einem Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

H.Ercolani--PV

Empfohlen

UN-Zahlen für 2025: 350 Helfer in Krisengebieten getötet

In Krisengebieten wie dem Gazastreifen und dem Sudan sind Zahlen der Vereinten Nationen zufolge im vergangenen Jahr 350 humanitäre Helfer getötet worden. Der Gazastreifen sei mit 186 Toten im dritten Jahr in Folge der weltweit gefährlichste Einsatzort gewesen, erklärte das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) am Montag. Im Sudan wurden demnach 71 Hilfskräfte getötet.

Medien: Premier Burnham fällt auf Imitator von US-Stabschefin Wiles rein

Der neue britische Premierminister Andy Burnham ist Medienberichten zufolge auf einen Imitator der US-Stabschefin Susie Wiles reingefallen. Burnham habe "mehrere Nachrichten" über einen nicht näher bezeichneten Kommunikationskanal an einen Menschen geschickt, von dem er annahm, dass es sich um Wiles handelte, bevor ihm der Kontakt verdächtig vorkam, wie das Nachrichtenportal "Politico" am Montag unter Berufung auf anonyme Kreise berichtete.

Von Kommunalwahl in Friesland ausgeschlossen: AfD-Politiker scheitert vor Gericht

Der wegen Zweifeln an seiner Verfassungstreue von der niedersächsischen Kommunalwahl im Kreis Friesland ausgeschlossene AfD-Politiker Martin Sichert ist mit einem Eilantrag auf Zulassung gescheitert. Das Verwaltungsgericht Oldenburg wies seinen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz nach Angaben vom Montag ab. Entscheidungen der zuständigen Gremien, die sich unmittelbar auf das eigentliche Wahlverfahren bezögen, seien immer erst durch einen Wahleinspruch nach einer Wahl überprüfbar. Sichert wollte im Kreis Friesland als Kandidat bei der Landratswahl antreten. (Az. 6 B 4195/26)

Russisches Gericht verurteilt Jabloko-Politiker Schlosberg zu elf Jahren Haft

Ein russisches Gericht hat einen hochrangigen Politiker der von der bevorstehenden Parlamentswahl ausgeschlossenen Anti-Kriegs-Partei Jabloko zu einer elfjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht im nordwestrussischen Pskow befand den Jabloko-Politiker Lew Schlosberg am Montag wegen "Diskreditierung der Armee" für schuldig und verhängte gegen ihn eine Freiheitsstrafe von elf Jahren und einem Monat. Jabloko sprach von einer "Tragödie des Zerfalls der zeitgenössischen russischen Justiz".

Textgröße ändern: