Pallade Veneta - Ausschluss von Politiker Fest aus AfD rechtskräftig - Fest reagiert mit Spott

Ausschluss von Politiker Fest aus AfD rechtskräftig - Fest reagiert mit Spott


Ausschluss von Politiker Fest aus AfD rechtskräftig - Fest reagiert mit Spott
Ausschluss von Politiker Fest aus AfD rechtskräftig - Fest reagiert mit Spott / Foto: Ronny HARTMANN - AFP/Archiv

Der Europaabgeordnete Nicolaus Fest ist rechtskräftig aus der AfD ausgeschlossen. Das Bundesschiedsgericht der Partei wies am Freitag einen Überprüfungsantrag Fests gegen ein Urteil des Berliner Landesschiedsgerichts als unzulässig zurück, wie Fest der "Welt" sagte. Der Europaabgeordnete kündigte an, nicht über die Zivilgerichte gegen das Urteil vorgehen zu wollen.

Textgröße ändern:

"Mein Ziel war festzustellen, ob in der AfD noch rechtsstaatliche Prinzipien gelten", sagte Fest der "Welt". "Nach dieser Entscheidung, bei der mir das rechtliche Gehör verweigert wurde, habe ich die Antwort. Dagegen vorzugehen ist wie eine Kiste besten Bordeaux auf einen Misthaufen zu gießen."

Den Spruch des AfD-Schiedsgerichts kommentierte Fest mit Spott: "Ich bin erstaunt über die Milde der Entscheidung", sagte er ironisch. "Befürchtet hatte ich eine Verurteilung zu lebenslanger AfD-Mitgliedschaft, Nachzahlung der Mitgliedsbeiträge seit 1933 und Zwangsumsiedlung in den Gau Thüringen."

Dem Bericht zufolge hatte es am Montag eine mündliche Verhandlung gegeben, an der Fest "umzugsbedingt nicht teilgenommen hat", wie die "Welt" aus dem Urteil zitierte. Gegenstand der mündlichen Verhandlung des Bundesschiedsgerichts war demnach auch ein Youtube-Video, das Fest im April Jahres veröffentlicht hatte. Fest hatte darin scharf formulierte Vorwürfe gegen die Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla sowie den Europa-Spitzenkandidaten Maximilian Krah vorgebracht.

Fest habe "sinngemäß bekundet, sich der Partei nicht mehr zugehörig zu fühlen", zitiert die "Welt" aus dem Urteilsspruch. Mit seinen "herabsetzenden Ausführungen" zur AfD habe Fest "hinreichend deutlich gemacht, dass sein Überprüfungsantrag fü̈r ihn objektiv sinnlos geworden ist".

Fest sitzt seit 2019 im Parlament der Europäischen Union. Als Mandatsträger hat er in der AfD laut Parteisatzung Beiträge zu leisten. Die AfD-Spitze hatte ihn ausschließen lassen, weil er diese Abgaben seit Monaten zurückgehalten habe.

Fest war bis Februar 2023 Leiter der AfD-Delegation im Europaparlament und zwischen Januar 2020 und März 2021 Vorsitzender des Notvorstands der AfD Berlin. Für die Liste der AfD für die Europawahl im Juni wurde Fest nicht erneut aufgestellt.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

UN-Sicherheitsrat verurteilt "eskalierende" Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die zunehmenden Angriffe der pro-iranischen Huthi-Miliz im Jemen gegen Saudi-Arabien scharf verurteilt. Die 15 Mitgliedstaaten des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sprachen am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von "rücksichtslosen Angriffen" auf den Flughafen von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad.

Linke ruft wegen Reform zu Beantragung von Pflegegrad noch in diesem Jahr auf

Die Linke im Bundestag fordert angesichts der Pflegereform Betroffene und Angehörige auf, noch in diesem Jahr einen Pflegegrad zu beantragen. "Wir rufen alle Betroffenen dazu auf, diese letzte Möglichkeit vor der Verschärfung der Pflegeregeln zu nutzen", sagte Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. "Wer bis Ende des Jahres noch seinen Pflegegrad beantragt, wird noch nach der alten Regelung eingruppiert - und behält diesen Pflegegrad auch noch nach der Reform."

Staats- und Regierungschefs der EU beraten über Unterstützung der Ukraine

Am zweiten Tag ihres Gipfeltreffens beraten die Staats- und Regierungschefs der EU am Freitag über die weitere Unterstützung der Ukraine (10.00 Uhr). Dazu ist auch ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angesetzt. Selenskyj reiste bereits am Donnerstag für bilaterale Gespräche nach Brüssel.

Bundesrat wählt neuen Vorsitz und berät über Steuerreform und frühe Bildung

Der Bundesrat wählt in seiner Sitzung am Freitag turnusgemäß für ein Jahr ein neues Präsidium (ab 09.30 Uhr). Neuer Präsident der Länderkammer soll der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) werden, der Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ablöst. Die Besetzung folgt klaren Regeln.

Textgröße ändern: