Pallade Veneta - Gesundheitsminister kündigt Maßnahmen gegen Lachgaskonsum unter Jugendlichen an

Gesundheitsminister kündigt Maßnahmen gegen Lachgaskonsum unter Jugendlichen an


Gesundheitsminister kündigt Maßnahmen gegen Lachgaskonsum unter Jugendlichen an
Gesundheitsminister kündigt Maßnahmen gegen Lachgaskonsum unter Jugendlichen an / Foto: Denis Charlet - AFP/Archiv

In der Debatte um potenziell gesundheitsschädlichen Konsum von Lachgas als Partydroge durch Kinder und Jugendliche hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schnelle gesetzgeberische Maßnahmen angekündigt. Die Ampelkoalition werde "in den nächsten Wochen" darüber sprechen und "schnell mit einer Regelung kommen", sagte Lauterbach am Freitag im ARD-"Morgenmagazin". Eine Möglichkeit sei, Lachgas in die Liste der psychoaktiven Stoffe aufzunehmen. Das ermögliche Verkaufsbeschränkungen.

Textgröße ändern:

"Dann wäre der Zugang für Kinder und Jugendliche sehr schwer, und dann würde das als Partydroge wahrscheinlich verschwinden", sagte Lauterbach weiter. Ein Komplettverbot von Lachgas scheide aus. Diese Substanz werde nicht nur als Narkosemittel in der Medizin verwendet, sondern werde auch in großem Stil industriell eingesetzt. Sie sei etwa in Spraydosen enthalten.

Die zunehmende Verbreitung von Lachgas als Partydroge unter jungen Leuten löste jüngst Forderungen nach Verkaufsverboten und anderen Gegenmaßnahmen aus. Entsprechend äußerten sich etwa die Unionsbundestagsfraktion sowie Ärzte.

Lauterbach betonte am Freitag im ARD-"Morgenmagazin" ebenfalls die durch Missbrauch entstehenden Risiken. Werde die Chemikalie regelmäßig konsumiert, könnten "neurologische Schäden" entstehen. Diese könnten auch bleibend sein. Die gegenwärtige Lage dürfe "nicht so bleiben", betonte er.

Jedoch stehe nur der übliche gesetzgeberische Weg zur Verfügung, fügte der Minister an. "Wir können jetzt kein Notstandsgesetz oder ähnliches beschließen." Wenn ein Gesetz etwa zur Listung als psychoaktive Substanz komme, wären Lachgas "innerhalb weniger Monate" nicht mehr so leicht wie bisher erhältlich. Bis dahin müsse auf Aufklärung gesetzt werden. Eltern sollten mit ihren Kindern über die Gefahren des Lachgaskonsums sprechen.

Lachgas oder Distickstoffmonooxid (N2O) wird häufig etwa aus Kartuschen für Sprühsahne inhalliert oder gefüllten Luftballons inhaliert, die in Geschäften frei erhältlich ist. Expertinnen und Experten mahnen, dass die Risiken oft unterschätzt werden. Lachgaskonsum könne kurzfristig unter anderem zu Schwindelanfällen, Übelkeit und Lähmungserscheinungen führen. Bei exzessivem Konsum drohten außerdem Schäden am zentralen Nervensystem.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Autos von Bundesanstalt ausgebrannt: Polizei prüft mögliches politisches Motiv

Nach einem Brand von vier Autos der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben im schleswig-holsteinischen Pinneberg bei Hamburg ermittelt die Polizei. Auf einer Internetplattform sei nach dem Feuer in der Nacht zu Sonntag ein anonymer Beitrag eingestellt worden, in dem ein "Bezug" zu dem Geschehen hergestellt werde, teilte die Polizei in Itzehoe am Montag mit. Ob die Verfasser tatsächlich für die Tat verantwortlich seien, sei noch unklar.

Trump will Manöver mit Südkorea einschränken - Verweis auf "gute Beziehung" zu Kim

Erneuter Affront von Donald Trump gegen einen langjährigen Verbündeten: Kurz vor Beginn der jährlichen gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea hat der US-Präsident angekündigt, die Beteiligung des US-Militärs an dem Manöver "wesentlich" zu verringern. Als Gründe nannte er neben den Kosten seine "sehr gute Beziehung" zu Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un sowie Seouls Weigerung, Washington im Iran-Krieg zu unterstützen.

Streit mit Bundesspitze: Thüringer BSW bleibt in Regierungskoalition

Das BSW in Thüringen hält an der gemeinsamen Koalition mit CDU und SPD fest und geht damit auf weitere Konfrontation mit der BSW-Bundesspitze. Bei einer Fraktionssitzung in Erfurt stimmten die Landtagsabgeordneten des BSW am Montag einstimmig für eine Fortsetzung der Regierung unter Ministerpräsident Mario Voigt (CDU), wie ein Fraktionssprecher sagte. Insgesamt waren 13 der 15 Abgeordneten anwesend.

Diplomatenkreise: US-Gesandter Kushner mit Netanjahu zusammengetroffen

Im Ringen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit dem israelischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zusammengetroffen. Aus Diplomatenkreisen wurde der Nachrichtenagentur AFP bestätigt, dass das Treffen des Sondergesandten und Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump mit Netanjahu am Montagvormittag begonnen habe.

Textgröße ändern: