Pallade Veneta - Abgeordnete leiten "Partygate"-Untersuchung gegen Johnson ein

Abgeordnete leiten "Partygate"-Untersuchung gegen Johnson ein


Abgeordnete leiten "Partygate"-Untersuchung gegen Johnson ein
Abgeordnete leiten "Partygate"-Untersuchung gegen Johnson ein / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP

Das britische Parlament hat in der sogenannten Partygate-Affäre eine Untersuchung gegen Premierminister Boris Johnson eingeleitet. Die Abgeordneten beschlossen am Donnerstag in London, einen Ausschuss mit der Klärung der Frage zu befassen, ob Johnson im Parlament bezüglich illegaler Feiern in Corona-Zeiten gelogen hat. Die Polizei hatte Mitte April wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen Bußgelder unter anderem gegen Johnson verhängt.

Textgröße ändern:

Zu Anfang des Jahres war der Premier wegen des Skandals um die Feiern mit reichlich Alkohol unter immensen Druck geraten. Johnson selbst war bei einigen der Feiern zugegen, hat dies zugegeben und sich dafür entschuldigt. Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hatte der Druck etwas nachgelassen, da die internationale Krise die "Partygate"-Affäre aus den Schlagzeilen verdrängte.

Scotland Yard hatte wegen mehrerer Partys am Regierungssitz während der Corona-Ausgangssperren in den Jahren 2020 und 2021 aber Ermittlungen aufgenommen. Die kürzlich in der Folge verhängten Bußgelder unter anderem gegen Johnson, seine Ehefrau Carrie und seinen Finanzminister Rishi Sunak brachten den Premier erneut in Bedrängnis. Die Opposition forderte seinen Rücktritt, was dieser ablehnte.

Sollte der Parlamentsausschuss nun zu dem Schluss kommen, dass Johnson die Volksvertreter belogen hat, dürfte es für ihn eng werden. Die wissentliche Irreführung des Parlaments ist ein Verstoß gegen den Verhaltenskodex der Regierung. Die direkte Frage, ob er das Parlament absichtlich irregeführt habe, hatte der Premier am Dienstag mit Nachdruck verneint.

M.Jacobucci--PV

Empfohlen

Trump erhält Goldmünze mit seinem Konterfei

In US-Präsident Donald Trump erhält eine Goldmünze mit seinem Konterfei. Die US-Prägeanstalt kann mit der Herstellung der 24-Karat-Münze beginnen, nachdem die Kommission für Schöne Künste am Donnerstag (Ortszeit) das Design gebilligt hatte. Das Goldstück wird anlässlich der diesjährigen Feiern zum 250-jährigen Bestehen der USA ausgegeben.

Drei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine

Bei russischen Angriffen im Osten und Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Durch einen Drohnenangriff auf ein Fahrzeug, mit dem Zivilisten aus der östlichen Region Donezk in Sicherheit gebracht werden sollten, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei ältere Frauen tödlich verletzt. Zwei weitere Senioren erlitten ebenfalls Verletzungen.

"Ziele werden nicht erreicht": Prien baut Programm zu Demokratieförderung um

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) will das Förderprogramm "Demokratie leben" neu aufstellen und zahlreichen Projekten die Mittel streichen. "Das Verhältnis von Mitteleinsatz und Ergebnis stimmt nicht", sagte Prien der "Welt am Sonntag". "Trotz hoher Motivation und eines engagierten Einsatzes in der Fläche werden die Programmziele nicht oder nicht nachhaltig erreicht." Nach Informationen der Zeitung will das Ministerium zum Jahresende die Förderung von mehr als 200 Projekten zum Jahresende auslaufen lassen.

Steuern und Mieten: Spanien kündigt Milliardenentlastungen wegen Iran-Kriegs an

Spaniens Regierung hat ein milliardenschweres Entlastungspaket für die Bürgerinnen und Bürger angekündigt, um die Folgen des Iran-Kriegs abzufedern. Teil der fünf Milliarden Euro umfassenden Maßnahmen seien eine Senkung der Energiesteuer und ein Einfrieren der Mieten im Land, sagte Regierungschef Pedro Sánchez am Freitag nach einem Kabinettstreffen. "Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Antworten", sagte er.

Textgröße ändern: