Pallade Veneta - Macron und Le Pen beschließen ihren Wahlkampf

Macron und Le Pen beschließen ihren Wahlkampf


Macron und Le Pen beschließen ihren Wahlkampf
Macron und Le Pen beschließen ihren Wahlkampf / Foto: Thomas SAMSON - AFP

Zwei Tage vor der entscheidenden Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich suchen Präsident Emmanuel Macron und seine rechtspopulistische Herausforderin Marine Le Pen ein letztes Mal den Kontakt zur Bevölkerung. Le Pen war im Norden Frankreichs unterwegs, wo sie in der ersten Runde gut abgeschnitten hatte. Macron wird in Figeac im Süden erwartet, wo er sich zur Landwirtschaft äußern will. Beide Lager planen bereits Zeremonien für den Fall eines Wahlsiegs.

Textgröße ändern:

Unterdessen vergrößerte sich der Abstand zwischen den beiden Kandidaten. Nach einer am Donnerstagabend veröffentlichten Umfrage des Instituts Ipsos kommt Macron auf 57,5 Prozent, Le Pen auf 42,5 Prozent. In den Tagen zuvor hatten die beiden Rivalen etwa zehn Punkte auseinander gelegen.

Macron warf seiner Kontrahentin vor, ihre wahren Ziele zu kaschieren. "Sie vermittelt den Eindruck, als habe sie eine Antwort auf die finanziellen Sorgen der Bürger", sagte Macron am Freitag dem Sender France Inter. Dabei seien ihre Vorhaben "nicht umsetzbar". "Die Basis des Rechtsextremismus ist nach wie vor da", sagte Macron.

Le Pen wehrt sich gegen diese Einstufung. "Rechtsextrem ist eine Beleidigung", sagte sie dem Sender CNews. Wenn Macron sie so nenne, "dann nennt er Millionen von Franzosen rechtsextrem", sagte sie. Am Vorabend hatte sie mit heiserer Stimme bei einer Veranstaltung in Arras ihre Anhänger zum Wählen aufgerufen. "Volk Frankreichs, es ist Zeit, aufzustehen!", rief sie.

Im Fall eines Wahlsiegs plant das Team um Macron eine Veranstaltung auf dem Champ de Mars - sofern das Wetter es zulässt. Derzeit ist für Sonntagabend in Paris Regen angesagt.

Le Pens Team hingegen plant eine Parade der 16 Wahlkampfbusse durch Paris. Beide Kandidaten wählen am Vormittag in ihren Heimatorten, Macron in Le Touquet und Le Pen in Hénin-Beaumont.

Am Samstag sind keine Wahlkampfveranstaltungen mehr zugelassen. Die Wahllokale sind am Sonntag zwischen 8.00 und 19.00 Uhr, in Großstädten auch bis 20.00 Uhr geöffnet. Erste Hochrechnungen gibt es um 20.00 Uhr.

A.dCosmo--PV

Empfohlen

Angriffe auf Umspannwerke: Amprion-Chef will für Unternehmen mehr Befugnisse

Angesichts von Angriffen auf das Stromnetz in Deutschland hat der Chef des Netzbetreibers Amprion, Christoph Müller, die Lockerung mehrerer Vorschriften gefordert, damit Unternehmen sich besser schützen können. So sollte der Bund Drohnenüberflüge erlauben - "Drohnen sind eine Chance, die wir derzeit nur in sehr speziellen Fällen nutzen dürfen", sagte Müller der "Rheinischen Post" vom Samstag. Drohnen könnten regelmäßig Leitungen abfliegen und überwachen - "das dürfen wir bislang nicht".

CDU im Saarland wählt Landeschef Toscani als Spitzenkandidat für Landtagswahl

Die CDU im Saarland hat ihren Landesvorsitzenden Stephan Toscani zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden April gewählt. Bei einer Landesvertreterversammlung in Eppelborn bekam der 59-Jährige nach Parteiangaben am Freitagabend 91,3 Prozent der Stimmen. Toscani ist seit 2022 CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzender im Saarland. Er ist damit Oppositionsführer im Landtag.

US-Gesandte Kushner und Witkoff am Wochenende mit Ukraine-Vorschlag in Moskau und Kiew

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angekündigt. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Moskau und Kiew besuchen, teilte Trump am Freitag mit. Der US-Präsident zeigte sich zudem sicher, dass Russland nach deutschen Vorwürfen wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig/Halle die Nato nicht angreifen werde.

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Textgröße ändern: