Pallade Veneta - 40 Festnahmen bei pro-palästinensischer Kundgebung in London

40 Festnahmen bei pro-palästinensischer Kundgebung in London


40 Festnahmen bei pro-palästinensischer Kundgebung in London
40 Festnahmen bei pro-palästinensischer Kundgebung in London / Foto: BENJAMIN CREMEL - AFP

Die britische Polizei hat nach einer pro-palästinensischen Demonstration in London 40 Menschen festgenommen. Sie hätten sich geweigert, nach dem Protest am Dienstagabend auseinanderzugehen und Polizisten angegriffen, teilte die Londoner Polizei am Mittwoch mit. Drei Beamte seien bei dem Vorfall verletzt worden, hieß es weiter.

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Den Festgenommenen werden Verstöße gegen die öffentliche Ordnung, Blockieren von Straßen und Angriffe auf Einsatzkräfte vorgeworfen. Zwei Polizisten trugen bei Angriffen leichte Verletzungen davon, ein dritter wurde von einer Flasche am Kopf getroffen, die aus der Menge geworfen worden war. Es werde derzeit ermittelt, wer die Flasche geworfen habe, teilte die Polizei weiter mit.

Die Demonstration vor der Downing Street, in der sich der Amtssitz des britischen Premierministers befindet, war bis 20.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) genehmigt worden. Bis zu 10.000 Menschen hätten teilgenommen, erklärte die Polizei. Ein Großteil der Teilnehmer habe den Kundgebungsort zur angegebenen Zeit verlassen, eine Gruppe von etwa 500 Menschen habe jedoch weiter protestiert.

Die Polizei erklärte, sie habe sich ausgiebig auf die Demonstranten eingelassen, bevor sie mit den Festnahmen begann. "Beim Vorrücken in die Menge leisteten einige von ihnen Widerstand und zwangen die Beamten, die Festgenommenen mit Gewalt herauszuholen." Später am Abend hätten einige Demonstranten einen weiteren Protestmarsch gestartet, bevor sie dann an einer Bahnstation eingekesselt worden seien.

In der britischen Hauptstadt sind seit Beginn des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen zahlreiche pro-palästinensische Protestmärsche veranstaltet worden. Die Demonstrationen verliefen weitgehend friedlich, die Polizei musste jedoch wegen antisemitischer Gesänge und Plakate, Förderung einer verbotenen Organisation und Übergriffen immer wieder einschreiten.

Auch in Paris kam es am Dienstagabend erneut zu Demonstrationen gegen den israelischen Militäreinsatz in Rafah im Süden des Gazastreifens. Rund 4500 Menschen versammelten sich nach Polizeiangaben an der Place de la République. Wie bereits am Montag zogen Demonstranten anschließend bis spät in die Nacht durch die Straßen von Paris, die Polizei setzte vereinzelt Tränengas ein.

L.Barone--PV

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