Pallade Veneta - FDP wirbt für "wehrhafte liberale Demokratie"

FDP wirbt für "wehrhafte liberale Demokratie"


FDP wirbt für "wehrhafte liberale Demokratie"
FDP wirbt für "wehrhafte liberale Demokratie" / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Angesichts des Kriegs in der Ukraine hat sich die FDP auf ihrem Parteitag in Berlin zur Verteidigung der liberalen Demokratie bekannt. Die Delegierten verabschiedeten am Samstag nahezu einstimmig einen Leitantrag des Bundesvorstands, in dem unter anderem gefordert wird, "auf allen Ebenen unsere Resilienz" zu stärken und "unsere Freiheit, unsere Demokratie, unsere soziale Marktwirtschaft" zu verteidigen. Der Antrag trägt den Titel "Freiheit sichern, Werte schaffen - für eine wehrhafte liberale Demokratie in Deutschland und Europa".

Textgröße ändern:

Die aktuell "herausfordernden Zeiten" ließen nichts anderes zu, als sich "noch leidenschaftlicher für gesellschaftliche und individuelle Freiheit einzusetzen", sagte der frisch gewählte Generalsekretär Bijan Djir-Sarai bei der Vorstellung des Antrags. Es solle mit dem Papier eine "Agenda für die Freiheit" formuliert werden.

Der russische Angriffskrieg in der Ukraine habe deutlich gemacht, wie sehr Deutschland "die Fähigkeit zur Verteidigung unseres Friedens und unserer Freiheit in den vergangenen Jahrzehnten vernachlässigt" habe, heißt es in dem Antrag. Gefordert wird deswegen unter anderem, "die Bundeswehr zu einer der modernsten und schlagkräftigsten Armeen Europas zu machen". In der Energieversorgung müsse Deutschland möglichst schnell unabhängig von Russland werden. "Eine Modifizierung unserer Ausstiegspläne bei Kohle- und Kernenergie behalten wir uns vor."

Die Liberalen fordern außerdem, die kritische Infrastruktur - dazu zählen beispielsweise Strom- und Wasserversorgung - "vor Angriffen und hybriden Bedrohungen" zu schützen. Auch die Cybersicherheit müsse verbessert werden. Zudem brauche Deutschland einen "modernen und schnell handlungsfähigen Katastrophenschutz".

In dem Leitantrag bekennen sich die Liberalen außerdem dazu, die Schuldenbremse künftig wieder einzuhalten, und lehnen Steuererhöhungen sowie neue Steuern ab. Für die Wirtschaft soll es ein "Belastungsmoratorium" geben, damit "Unternehmen nicht mit zusätzlicher Bürokratie belastet werden".

Enthalten ist außerdem ein Seitenhieb auf Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), der für russische Energiefirmen tätig ist: Die FDP fordert, "ehemaligen Repräsentanten der obersten Verfassungsorgane, insbesondere Bundeskanzlern und Bundespräsidenten, die bezahlte Positionen in ausländischen Staatsunternehmen autoritärer Staaten annehmen, die Finanzierung des Büros durch Steuermittel umgehend zu streichen".

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Angriffe auf Umspannwerke: Amprion-Chef will für Unternehmen mehr Befugnisse

Angesichts von Angriffen auf das Stromnetz in Deutschland hat der Chef des Netzbetreibers Amprion, Christoph Müller, die Lockerung mehrerer Vorschriften gefordert, damit Unternehmen sich besser schützen können. So sollte der Bund Drohnenüberflüge erlauben - "Drohnen sind eine Chance, die wir derzeit nur in sehr speziellen Fällen nutzen dürfen", sagte Müller der "Rheinischen Post" vom Samstag. Drohnen könnten regelmäßig Leitungen abfliegen und überwachen - "das dürfen wir bislang nicht".

CDU im Saarland wählt Landeschef Toscani als Spitzenkandidat für Landtagswahl

Die CDU im Saarland hat ihren Landesvorsitzenden Stephan Toscani zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im kommenden April gewählt. Bei einer Landesvertreterversammlung in Eppelborn bekam der 59-Jährige nach Parteiangaben am Freitagabend 91,3 Prozent der Stimmen. Toscani ist seit 2022 CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzender im Saarland. Er ist damit Oppositionsführer im Landtag.

US-Gesandte Kushner und Witkoff am Wochenende mit Ukraine-Vorschlag in Moskau und Kiew

US-Präsident Donald Trump hat einen neuen diplomatischen Vorstoß zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine angekündigt. Seine Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff würden mit einem Vorschlag "zur Beendigung des Kriegs" am Wochenende Moskau und Kiew besuchen, teilte Trump am Freitag mit. Der US-Präsident zeigte sich zudem sicher, dass Russland nach deutschen Vorwürfen wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig/Halle die Nato nicht angreifen werde.

Trump: Putin will Nato nicht angreifen - Gesandte mit Ukraine-Plan unterwegs

US-Präsident Donald Trump hält nach den deutschen Vorwürfen gegen Russland wegen des versuchten Drohnen-Anschlags am Flughafen Leipzig an seiner Einschätzung fest, dass Kreml-Chef Wladimir Putin keinen Angriff auf Nato-Gebiet plant. "Ich spreche mit ihm. Ich kenne ihn sehr gut. Putin will kein Nato-Gebiet angreifen", sagte Trump am Freitag im Weißen Haus auf die Frage eines AFP-Reporters.

Textgröße ändern: