Pallade Veneta - Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf will bei Präsidentenwahl antreten

Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf will bei Präsidentenwahl antreten


Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf will bei Präsidentenwahl antreten
Iranischer Parlamentspräsident Ghalibaf will bei Präsidentenwahl antreten / Foto: ATTA KENARE - AFP

Im Iran will Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf bei der vorgezogenen Präsidentschaftswahl antreten. Der für eine konservative Linie bekannte Politiker erklärte bei seiner offiziellen Registrierung als Kandidat am Montag, als Präsident würde er vor allem die wirtschaftlichen Probleme des Iran angehen.

Textgröße ändern:

"Wenn ich mich nicht zur Wahl stelle, wird die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme der Menschen begonnen haben, nicht fertiggestellt", sagte er.

Der 62-Jährige gilt als einer der Favoriten im Rennen um die Präsidentschaft. Sollte seine Kandidatur vom Wächterrat bestätigt werden, wäre es sein vierter Versuch. 2017 zog er seine Kandidatur kurz vor dem Wahltermin zurück, um den jetzt verstorbenen Präsidenten Ebrahim Raisi zu unterstützen, der damals dem moderaten Kandidaten Hassan Ruhani unterlag.

Raisi, Außenminister Hossein Amir-Abdollahian sowie sieben weitere Insassen waren am 19. Mai bei einem Hubschrauberabsturz im Nordwesten des Iran ums Leben gekommen. Daraufhin wurde die für 2025 geplante Wahl auf den 28. Juni vorgezogen.

Die Bewerber für die Wahl konnten sich bis Montag als Kandidaten registrieren lassen. Nun müssen sie vom Wächterrat bestätigt werden. Laut Innenministerium haben sich insgesamt 76 Männer und vier Frauen beworben. Darunter sind mehr Konservative und Ultra-Konservative als Moderate oder Reformer. Eine Entscheidung über die Kandidaturen soll bis 11. Juni gefällt werden.

Weitere bekannte Bewerber sind der ehemalige Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der ehemalige Parlamentspräsident Ali Laridschani und Ex-Zentralbankchef Abdulnasser Hemmati.

L.Bufalini--PV

Empfohlen

Vergabeaffäre: Durchsuchungen bei SPD-Politiker Ahmetovic - Immunität aufgeoben

In einer Vergabeaffäre hat die Staatsanwaltschaft Hannover das Bundestagsbüro des SPD-Abgeordneten Adis Ahmetovic sowie drei Privatwohnungen durchsuchen lassen. Dabei seien in Berlin und Hannover Speichermedien sichergestellt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Gegen Ahmetovic wird demnach wegen Beihilfe zu wettbewerbsbeschränkenden Absprachen bei Ausschreibungen in Tateinheit mit der Verletzung von Geschäftsgeheimnissen ermittelt.

Mehrheit der US-Bürger spricht sich gegen Liveübertragung einer Hinrichtung aus

Eine Mehrheit der US-Bürger lehnt die geplante Liveübertragung der Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Hasan ab. Das Vorhaben stößt bei 91 Prozent der befragten Anhänger der Demokratischen Partei und 64 Prozent der Anhänger der Republikaner auf Ablehnung, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Ipsos-Umfrage für die "Washington Post" und den Sender ABC News hervorgeht. Lediglich unter den männlichen Anhängern des Maga-Lagers von US-Präsident Donald Trump sprach sich mehr als die Hälfte (57 Prozent) für die Übertragung aus.

Parlament in Schweden verweigert Wahlsiegerin Andersson Amt der Regierungschefin

Der politische Stillstand in Schweden dauert auch einen Monat nach der Parlamentswahl weiter an: Die Abgeordneten verweigerten der sozialdemokratischen Wahlsiegerin Magdalena Andersson am Donnerstag das Amt der Regierungschefin. Für Andersson stimmten lediglich 99 Parlamentarier, gegen sie 248. Das Votum gegen die 59-Jährige war erwartet worden, weil sie am Dienstag eingestanden hatte, dass Verhandlungen mit den anderen Parteien ihres angestrebten Mitte-Links-Blocks über eine Regierungsbildung gescheitert waren.

Putin-Gegner Chodorkowski: Kein rasches Ende des Ukraine-Kriegs in Sicht

Ein rasches Ende des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ist nach Ansicht des Kreml-Gegners Michail Chodorkowski nicht in Sicht. Die Unterstützung für den russischen Präsidenten Wladimir Putin im eigenen Land sei vorerst noch "groß genug", sagte der 63-jährige Chodorkowski am Donnerstag vor Journalisten in Berlin. Umso wichtiger sei es, dass die Unterstützer der Ukraine mehr als viereinhalb Jahre nach Kriegsbeginn andere Strategien entwickelten.

Textgröße ändern: