Pallade Veneta - Prozess wegen IS-Mitgliedschaft: 43-Jährige zu Bewährungsstrafe verurteilt

Prozess wegen IS-Mitgliedschaft: 43-Jährige zu Bewährungsstrafe verurteilt


Prozess wegen IS-Mitgliedschaft: 43-Jährige zu Bewährungsstrafe verurteilt
Prozess wegen IS-Mitgliedschaft: 43-Jährige zu Bewährungsstrafe verurteilt / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Eine 43-Jährige ist vom Oberlandesgericht (OLG) im niedersächsischen Celle wegen Mitgliedschaft in der als Terrororganisation eingestuften Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Im selben Verfahren wurde ihre 63-jährige Schwiegermutter nach Gerichtsangaben vom Dienstag wegen Unterstützung des IS zu einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Textgröße ändern:

Die 43-Jährige war nach Feststellungen des OLG 2014 mit ihrem Ehemann und ihren damals zwei- und dreijährigen Töchtern in die vom IS beherrschten Gebiete im Bürgerkriegsland Syrien ausgereist. "Sie übernahm dabei die vom IS für die Rolle als Ehefrau eines Kämpfers vorgesehene Rolle als Hausfrau und Mutter", erklärte das Gericht. Zudem habe sich die Angeklagte dort unter anderem um Neuankömmlinge sowie Witwen, Schwangere und andere Frauen gekümmert.

Der Ehemann der Beschuldigten sowie Sohn der mitangeklagten 63-jährigen Schwiegermutter muss sich nach Gerichtsangaben in einem gesonderten Verfahren verantworten. Die 63-Jährige kaufte laut Urteil 2015 auf Bitten ihres Sohns ein Auto und brachte es beladen an die türkisch-syrische Grenze. Zudem übermittelte sie ihm mehrfach Geldbeträge zwischen 460 und 7500 Euro, um ihm dadurch sein Leben als IS-Kämpfer zu ermöglichen.

Grundlage für die Verurteilung der 43-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe war laut Gericht eine Verständigung zwischen allen Verfahrensbeteiligten im Gegenzug für eine umfassende Aussage zur Tataufklärung. Die gegen die Frau verhängte Strafe ist noch nicht rechtskräftig. Das Urteil gegen ihre Schwiegermutter ist rechtskräftig, auf Rechtsmittel wurde verzichtet.

F.Dodaro--PV

Empfohlen

Trumps Gesandter Kushner trifft mit Hamas-Anführern zusammen

Im Bemühen um die Umsetzung des US-Friedensplans für den Gazastreifen ist der US-Sondergesandte Jared Kushner mit führenden Vertretern der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zusammengetroffen. Bei dem Treffen in Ägypten am Sonntag forderte der Sondergesandte und Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump die Hamas erneut zu einer überprüfbaren Entwaffnung auf, wie aus mit den Gesprächen vertrauten Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur AFP verlautete.

Wagenknecht ruft Höcke erneut zu Gespräch über neue Regierung in Thüringen auf

Nach dem Angebot von Thüringens AfD-Chef Björn Höcke, ihr dort zum Amt der Ministerpräsidentin zu verhelfen, hat BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht Höcke erneut zu einem direkten öffentlichen Streitgespräch aufgefordert. In einer am Sonntagabend im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft sagte Wagenknecht, sie habe Höcke bereits vor Tagen ein "sehr einfaches Angebot" gemacht: "Sie und ich live, neutraler Moderator, keine vorbereiteten Reden".

Mindestens 16 Todesopfer bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine

Bei gegenseitigen nächtlichen Drohnen- und Raketenangriffen sind in Russland und der Ukraine mindestens 16 Menschen getötet worden. Die ukrainischen Behörden meldeten am Sonntag zudem Schäden an einem der größten Stahlwerke des Landes. Die ukrainische Armee griff derweil Moskau mit hunderten Drohnen an, der Moskauer Regionalgouverneur Andrej Worobjow sprach von "einem der massivsten Drohnenangriffe in jüngster Zeit". Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge wurden landesweit 822 ukrainische Drohnen abgefangen.

Insgesamt zwölf Tote bei gegenseitigen Angriffen in Russland und der Ukraine

Bei gegenseitigen nächtlichen Angriffen sind in Russland und der Ukraine mindestens zwölf Menschen getötet worden. Nach russischen Behördenangaben vom Sonntag wurden fünf Menschen in der Region Rostow getötet, zwei weitere Todesopfer gab es demnach in den Regionen Moskau und Belgorod. Die ukrainischen Behörden meldeten fünf Todesofer sowie Schäden an einem der größten Stahlwerke des Landes. Die ukrainische Armee griff derweil Moskau mit hunderten Drohnen an.

Textgröße ändern: