Pallade Veneta - Israel reagiert mit Vergeltungsangriffen auf Raketenbeschuss aus dem Libanon

Israel reagiert mit Vergeltungsangriffen auf Raketenbeschuss aus dem Libanon


Israel reagiert mit Vergeltungsangriffen auf Raketenbeschuss aus dem Libanon
Israel reagiert mit Vergeltungsangriffen auf Raketenbeschuss aus dem Libanon / Foto: Mahmoud ZAYYAT - AFP

Israel hat als Reaktion auf Raketenbeschuss aus dem Libanon Vergeltungsangriffe auf das Nachbarland ausgeführt. Eine aus dem Süden des Libanon abgefeuerte Rakete sei in der Nacht zum Montag auf offenem Gelände in der Nähe des Kibbuz Matzuva im Norden Israels eingeschlagen, teilte die israelische Armee mit. Das israelische Militär habe darauf mit Artilleriefeuer reagiert. Die UN-Beobachtermission im Libanon rief beide Seiten zur "Zurückhaltung" auf.

Textgröße ändern:

Berichte über Verletzte oder materielle Schäden durch den Raketenbeschuss aus dem Libanon gab es zunächst nicht. Zu dem Angriff bekannte sich zunächst niemand. Die libanesische Nachrichtenagentur NNA schrieb den Raketenangriff "unbekannten Gruppen" zu. Die libanesische Armee habe Soldaten in die Region im Süden des Landes verlegt, von der aus die Rakete abgefeuert worden sei.

Israels Verteidigungsminister Benny Gantz forderte die libanesische Regierung auf, "Verantwortung für das zu übernehmen, was auf ihrem Territorium geschieht". Im Falle weiterer Angriffe drohte Gantz mit einer deutlichen Reaktion: "Sollte es weiterhin Terrorismus und Gewalt geben, dann wissen wir, wie wir die notwendigen Kräfte gegen die richtigen Ziele einsetzen."

Die UN-Beobachtermission im Libanon (Unifil) leitete angesichts des Raketenbeschusses auf Israel nach eigenen Angaben eine Untersuchung ein. Beide Seiten seien zur Zurückhaltung aufgefordert worden. "Trotzdem haben die israelischen Streitkräfte mehrere dutzend Geschosse zurück in den Libanon gefeuert."

Israel und der Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. An der Grenze der beiden Staaten kommt es immer wieder zu Spannungen. Zu Raketenangriffen auf Israel bekannte sich in der Vergangenheit oftmals die radikalislamische Hisbollah. Vor dem Hintergrund des bewaffneten Konflikts zwischen der israelischen Armee und militanten Palästinensern im Gazastreifen hatte es auch im vergangenen Jahr Raketenbeschuss aus dem Libanon auf Israel gegeben, auf die Israel seinerseits mit Angriffen reagierte.

Zuletzt hatten die Spannungen im Nahost-Konflikt wieder zugenommen. In Jerusalem gab es heftige Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und israelischen Sicherheitskräften, bei denen allein am vergangenen Wochenende dutzende Menschen verletzt wurden.

Auch aus dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gazastreifen waren zuletzt wiederholt Raketen auf Israel abgefeuert worden. Die israelische Luftwaffe flog daraufhin mehrere Angriffe auf Ziele in dem palästinensischen Küstengebiet.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin und SPD-Parteichefin lässt sich der Co-Parteivorsitzende Lars Klingbeil eine erneute Kandidatur für die Parteispitze offen. "Ich weiß doch, welche Kritik es auch gibt", sagte Klingbeil am Montag im "heute journal" im ZDF. "Da geht es nicht um mich, und es geht auch nicht darum, dass ich am Amt klebe, sondern es geht um die bestmögliche Aufstellung."

Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder

Der rechtsgerichtete brasilianische Präsidentschaftskandidat Flávio Bolsonaro darf seinen Vater, den verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro, wieder im Hausarrest besuchen - solange er ihn nicht in den Wahlkampf einbezieht. Der Oberste Gerichtshof Brasiliens genehmigte am Montag eine Wiederaufnahme der Besuche. Wie aus dem Urteil hervorgeht, das der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, dürfen die Besuche aber keinem "politischen oder wahlbezogenen Zweck" dienen.

Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt

Nach einem Brand in einer Anlage des Satelliten-Kommunikationssystems Starlink in Polen hat Regierungschef Donald Tusk die Festnahme von zwei Verdächtigen in Deutschland bekanntgegeben. Die deutsche Polizei habe die beiden türkischen Staatsbürger im Auftrag der polnischen Behörden festgenommen, erklärte Tusk am Montag im Onlinedienst X. Sie stehen demnach im Verdacht, die Starlink-Station in der zentralpolnischen Region Masowien in Brand gesetzt zu haben. Tusk sprach von einem "weiteren Akt hybrider Kriegsführung".

Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat am Montag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Dieser habe Merz über die massiven russischen Luftangriffe auf zivile Ziele und die ukrainische Energieinfrastruktur am vergangenen Wochenende informiert, erklärte das Kanzleramt. Der Bundeskanzler bekräftigte demnach "die Solidarität Deutschlands mit den Ukrainerinnen und Ukrainern".

Textgröße ändern: