Pallade Veneta - AfD will sich um neue Bündnispartner in Europa bemühen - nach Ausschluss aus ID

AfD will sich um neue Bündnispartner in Europa bemühen - nach Ausschluss aus ID


AfD will sich um neue Bündnispartner in Europa bemühen - nach Ausschluss aus ID
AfD will sich um neue Bündnispartner in Europa bemühen - nach Ausschluss aus ID / Foto: JOHN MACDOUGALL - AFP/Archiv

Die AfD will sich um neue Bündnispartner im Europaparlament bemühen, sollte sie aus der rechtsgerichteten ID-Fraktion ausgeschlossen bleiben. "Wir werden weitere Sondierungen betreiben und ausloten, welche Optionen es für alternative Zusammenschlüsse gibt", erklärte AfD-Chefin Alice Weidel am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Sie sei dabei "recht zuversichtlich".

Textgröße ändern:

Zuvor war bekannt geworden, dass die rechtsgerichtete Fraktion Identität und Demokratie (ID) im EU-Parlament die AfD trotz des Ausschlusses ihres umstrittenen Mitglieds Maximilian Krah aus ihrer Parlamentsdelegation vorerst nicht wieder aufnehmen will. Nach Informationen des Magazins "Politico" fassten die Chefin des französischen Rassemblement National, Marine Le Pen, und andere Vertreter der rechtsnationalen ID-Fraktion diese Entscheidung bei einem Treffen in Brüssel.

Weidel erklärte am Donnerstagmittag gegenüber AFP, dass ihrer Partei eine "offizielle Stellungnahme" von Le Pens Partei noch nicht vorliege. Vor weiteren Entscheidungen in der Frage der Fraktionszugehörigkeit wolle sie noch "einige Telefonate" abwarten, die sie "mit Freunden in Brüssel" führen werde, erklärte Weidel.

Die französische Rechtspopulistin Le Pen hatte sich am Mittwochnachmittag in Brüssel mit dem italienischen Lega-Chef Matteo Salvini und anderen Politikern der Fraktion Identität und Demokratie (ID) getroffen, um ein Rechts-Bündnis auszuloten. Die AfD war den Angaben zufolge nicht eingeladen.

Die ID-Fraktion hatte die Deutschen kurz vor den Wahlen auf Betreiben Le Pens ausgeschlossen. Auslöser waren verharmlosende Äußerungen des AfD-Spitzenkandidaten Krah zur SS. Er hatte der italienischen Zeitung "La Repubblica" gesagt, nicht jeder SS-Mann sei ein Verbrecher gewesen. In Frankreich wurden die Aussagen als Verharmlosung der Nazizeit verstanden. Auf Distanz zur AfD war Le Pen aber bereits nach dem Potsdamer Geheimtreffen zur "Remigration" gegangen.

Dennoch holte die AfD am Sonntag mit 15,9 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Europawahl. Danach schloss sie Krah aus ihrer Delegation aus, in der Hoffnung auf eine Wiederannäherung an Le Pen und die ID-Fraktion.

Für ein breites Rechtsbündnis müssten Le Pen und Salvini sich mindestens mit der zweiten Rechtsaußen-Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) zusammenschließen. Dieser gehört unter anderem die postfaschistische Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni an, die wie Le Pens Rassemblement National bei der Europawahl triumphierte.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Nach Selenskyjs Appell an Musk: Ukraine meldet bessere Starlink-Verbindung

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk zur Wiederherstellung des Satelliten-Kommunikationsdienstes Starlink in der Ukraine aufgefordert - kurz darauf meldete das ukrainische Verteidigungsministerium eine Verbesserung der Verbindungen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagte Selenskyj am Mittwoch in einem Interview mit dem Journalisten Piers Morgan.

Krankenkassen: GKV-Schätzerkreis rechnet mit stabilem Beitragssatz

Der Zusatzbeitrag der Krankenkassen könnte nach Angaben des sogenannten GKV-Schätzerkreises im kommenden Jahr stabil bleiben. Aus den Schätzergebnissen für das Jahr 2027 ergibt sich ein durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz in Höhe von unverändert 2,9 Prozent, wie der Schätzerkreis am Mittwochabend mitteilte. Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden demnach im kommenden Jahr wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr.

Kongresswahlen: US-Demokraten bilden 100 Wahlbeobachter aus

Vor den US-Kongresswahlen in knapp drei Wochen hat die Demokratische Partei eigene Wahlbeobachter ausgebildet. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, sagte am Mittwoch in Washington, 100 Kongressmitarbeiterinnen und -mitarbeiter seien dafür geschult worden. "Ihre Rolle ist ganz klar: beobachten, dokumentieren und über die Fakten berichten", sagte Schumer.

Selenskyj fordert Musk zu Wiederherstellung von Starlink in der Ukraine auf

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk aufgefordert, den Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink in der Ukraine wiederherzustellen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagte Selenskyj am Mittwoch während eines Besuchs in Großbritannien in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Die Störung des Dienstes sei "ein großer Fehler".

Textgröße ändern: