Pallade Veneta - Israelische Armee: Einsatzplan für Offensive im Libanon beschlossen

Israelische Armee: Einsatzplan für Offensive im Libanon beschlossen


Israelische Armee: Einsatzplan für Offensive im Libanon beschlossen
Israelische Armee: Einsatzplan für Offensive im Libanon beschlossen / Foto: Jalaa MAREY - AFP

Vor dem Hintergrund anhaltender Feuergefechte zwischen Israel und der Hisbollah hat die israelische Armee einen Einsatzplan für eine Offensive im Libanon "genehmigt und freigegeben". Wie das Militär am Dienstag mitteilte, wurde dies von führenden Armeevertretern bei einer gemeinsamem Lagebeurteilung im Nordkommando erklärt. Die Einsatzbereitschaft der Truppen werde weiter erhöht. Zuvor hatte Außenminister Israel Katz der pro-iranischen Schiiten-Miliz Hisbollah mit der Zerstörung in einem "totalen Krieg" gedroht.

Textgröße ändern:

"Wir stehen kurz vor dem Zeitpunkt, an dem wir entscheiden werden, die Spielregeln gegen die Hisbollah und den Libanon zu ändern", erklärte das Büro von Katz am Dienstag. "In einem totalen Krieg werden die Hisbollah zerstört und der Libanon schwer getroffen werden."

Die Äußerungen erfolgten nach der Veröffentlichung eines Videos durch die Hisbollah, das nach Angaben der Miliz Drohnenaufnahmen von wichtiger Militär- und Energieinfrastruktur im israelischen Haifa zeigt.

Auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte kürzlich betont, die Armee sei bereit für einen intensiven Einsatz im Libanon, sollte dies notwendig werden. Der US-Diplomat Amos Hochstein rief am Dienstag bei einem Besuch im Libanon zu einer Deeskalation an der israelisch-libanesischen Grenze auf. Zuvor hatte er israelische Regierungsvertreter getroffen.

Seit dem Beginn des Krieges im Gazastreifen vor mehr als acht Monaten kommt es auch immer wieder zu Beschuss an der Grenze zwischen Israel und dem Libanon. Dort liefert sich die vom Iran unterstützte schiitische Hisbollah-Miliz regelmäßig Feuergefechte mit der israelischen Armee, um die mit ihr verbündete islamistische Hamas zu unterstützen.

Nachdem ein hochrangiger Hisbollah-Kommandeur bei einem israelischen Angriff getötet wurde, verstärkte die Miliz in der vergangenen Woche ihre Attacken auf Nordisrael.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Gewaltsame Proteste in Albanien: Bildungsministerium in Brand gesteckt

Bei gewaltsamen Protesten gegen die Regierung in Albanien haben Demonstranten am Mittwoch einen Brand im Bildungsministerium der Hauptstadt Tirana verursacht. Wie AFP-Journalisten weiter berichteten, schlugen Protestierende außerdem Fensterscheiben ein und legten weitere Brände. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Es war der zweite Tag schwerer Ausschreitungen in Folge.

USA streichen Venezuelas Parlamentspräsidenten von Sanktionsliste

Die USA lockern ihre Sanktionen gegen Venezuela weiter. Das US-Finanzministerium strich am Mittwoch den venezolanischen Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez von der Sanktionsliste. Der 60-Jährige ist der Bruder von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez und steht der Nationalversammlung von Venezuela seit 2021 vor.

Frankreich: Präsidentschaftskandidat Philippe unter Veruntreuungsverdacht

Sechs Monate vor der Präsidentschaftswahl ist der Mitte-Rechts-Kandidat Edouard Philippe mit Vorwürfen der Veruntreuung konfrontiert: Eine ehemalige Mitarbeiterin aus Le Havre hat am Mittwoch ein Buch veröffentlicht, in dem sie ihm unter anderem vorwirft, ein städtisches Vorhaben für Start-ups im Umfang von zwei Millionen Euro ohne Ausschreibung an seine Stellvertreterin übertragen zu haben. "Da wurde Geld aus dem Fenster geworfen", sagte die deutsch-französische Spitzenbeamtin Cornelia Findeisen der Nachrichtenagentur AFP. Sie hatte Philippe deswegen bereits 2023 angezeigt, noch bevor dieser seine Präsidentschaftskandidatur erklärt hatte. Seitdem läuft ein Ermittlungsverfahren. Philippe weist die Vorwürfe zurück.

Merz will Erstarken von Extremisten erfolgreiche Reformen entgegenstellen

Erfolgreiche Sozialreformen gegen das Erstarken der politischen Ränder: Mit gutem Regierungshandeln will die Bundesregierung nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dem wachsenden Extremismus begegnen. Das Land brauche jetzt "schöpferische Anstrengung", sagte Merz am Mittwoch im Bundestag. Die wachsende Gerechtigkeitslücke werde weiter wachsen, "wenn wir nicht handeln". Die Opposition im Bundestag warf dem Kanzler Untätigkeit und politisches Versagen vor.

Textgröße ändern: