Pallade Veneta - Biden erleichtert Greencard-Verfahren für Ehepartner von US-Bürgern

Biden erleichtert Greencard-Verfahren für Ehepartner von US-Bürgern


Biden erleichtert Greencard-Verfahren für Ehepartner von US-Bürgern
Biden erleichtert Greencard-Verfahren für Ehepartner von US-Bürgern / Foto: Drew ANGERER - AFP

US-Präsident Joe Biden hat für hunderttausende Ehepartner von US-Bürgern den Zugang zu einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis erleichtert. "Wir können sowohl die Grenze sichern als auch legale Wege zur Staatsbürgerschaft anbieten", sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus in Washington. Sein mutmaßlicher Wahl-Herausforderer Donald Trump kritisierte den Schritt, Lob kam unter anderem vom mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador.

Textgröße ändern:

Biden warb bei der Ankündigung der neuen Maßnahme gleichzeitig für Verständnis für die Ängste der US-Bürger bezüglich der illegalen Einwanderung. Trump warf er vor, mit diesen Ängsten zu spielen.

Die neuen Regeln sollen für alle Antragstellerinnen und Antragsteller gelten, die sich seit mindestens zehn Jahren in den USA aufhalten und vor dem 17. Juni 2024 eine US-Bürgerin oder einen US-Bürger geheiratet haben - nach Schätzungen der Regierung betrifft das rund 500.000 Menschen. Hinzu kommen demnach noch 50.000 Stiefkinder von US-Bürgern, für die neuen Regeln ebenfalls gelten sollen.

Mit dem vereinfachten Verfahren für Ehepartner soll unter anderem die Verpflichtung wegfallen, während der Bearbeitung des Antrags das Land zu verlassen. Künftig wird den Antragstellerinnen und Antragstellern zunächst eine Arbeitserlaubnis und eine auf drei Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis erteilt. Wer nach Abschluss des Verfahrens eine Greencard erhält, kann später theoretisch auch die US-Staatsbürgerschaft beantragen.

Die US-Regierung vereinfachte am Dienstag zudem den Zugang zu Arbeitsvisa für sogenannte Dreamer - Einwanderer, die als Kinder in die USA gekommen sind - falls diese einen Hochschulabschluss sowie ein Jobangebot vorweisen können.

Die Migrationspolitik ist eines der zentralen Themen des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Die oppositionellen Republikaner von Ex-Präsident Trump werfen Biden insbesondere ein zu lasches Vorgehen gegen die irreguläre Migration über die Grenze mit Mexiko vor. Ein erneuter Anlauf für ein deutlich verschärftes Zuwanderungsrecht war Ende Mai aber am Widerstand der Republikaner im US-Kongress gescheitert.

Biden und seine Demokraten werfen Trump und den Republikanern vor, die Pläne deshalb zu blockieren, weil sie die Durchlässigkeit der US-Grenze politisch für sich ausschlachten wollen. Trump setzt wie in seinen früheren Wahlkämpfen auf aggressive Rhetorik gegen Zuwanderer, die er pauschal als Sicherheitsbedrohung für die USA diffamiert.

Biden verschärfte die Regeln für Migranten an der Grenze zu Mexiko vor zwei Wochen zwar im Alleingang mit einer Verordnung, versucht sich mit den Erleichterungen für bereits im Land lebende Migranten aber vom harten Kurs seines Rivalen abzusetzen.

Trump warf Biden am Dienstag erneut vor, nichts gegen die "Invasion" durch illegale Einwanderer zu tun und stattdessen "eine Massenamnestie" zu gewähren.

Der mexikanische Präsident Obrador begrüßte die Maßnahmen hingegen als "Schritt nach vorne".

Lob kam auch von der Organisation American Business Immigration Coalition. Bidens Reform sei "moralisch richtig, wirtschaftlich sinnvoll und politisch klug", sagte Geschäftsführerin Rebecca Shi.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Durchhalteparolen für IS-Mitglieder: Haftstrafe für deutsche Sympathisantin

Eine deutsche IS-Sympathisantin ist in Düsseldorf zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Oberlandesgericht sah es in seinem Urteil vom Freitag als erwiesen an, dass Nadine D. eine Initiative zur Gefangenenhilfe für Mitglieder und Unterstützer der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) betrieb. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten.

Je drei Tote in Russland und der Ukraine - massive Drohnenangriffe auf Moskau

In Russland und der Ukraine sind bei gegenseitigen Angriffen in der Nacht je drei Menschen getötet worden. Insgesamt wurden dutzende Menschen verletzt, wie am Sonntag aus Angaben der Behörden mehrerer ukrainischer Städte sowie des Gouverneurs der Region Moskau hervorging. Die ukrainische Armee griff Russlands Hauptstadt mit hunderten Drohnen an, mehr als 600 wurden nach Angaben der russischen Luftabwehr abgefangen.

Neue Kanzleramtsministerin Warken will Geheimdienst-Reform schnell voranbringen

Die neue Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) will die geplante und vom Kabinett beschlossene Reform des Bundesnachrichtendienstes (BND) schnell voranbringen. "Bis Ende des Jahres soll das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen sein", sagte die CDU-Politikerin der "Bild am Sonntag". "Die Dienste werden anschließend zur Sicherheit von uns allen schnell von ihren neuen Befugnissen Gebrauch machen."

Einschüchterungen und Auszählungspause: Wahlbeobachter in Sambia beklagen Unregelmäßigkeiten

Internationale Wahlbeobachter haben Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentschaftswahl in Sambia beklagt. Die stundenlange Unterbrechung der Stimmauszählung habe "Unsicherheit und Besorgnis" ausgelöst, erklärte die Beobachtermission der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) am Samstag. Zudem lägen Berichte "über Einschüchterungen, Übergriffe, Entführungen und Sachbeschädigungen in fünf Provinzen" vor. Zeugenaussagen zufolge habe es Todesopfer gegeben. Die Mission habe die Berichte allerdings nicht verifiziert können. Die Polizei teilte mit, sie habe nach der Tötung eines Wahlhelfers neun Verdächtige festgenommen.

Textgröße ändern: