Pallade Veneta - Südkorea: Armee feuert nach Grenzübertritt nordkoreanischer Soldaten Warnschüsse ab

Südkorea: Armee feuert nach Grenzübertritt nordkoreanischer Soldaten Warnschüsse ab


Südkorea: Armee feuert nach Grenzübertritt nordkoreanischer Soldaten Warnschüsse ab
Südkorea: Armee feuert nach Grenzübertritt nordkoreanischer Soldaten Warnschüsse ab / Foto: Handout - South Korean Defence Ministry/AFP

Das südkoreanische Militär hat eigenen Angaben zufolge auf einen erneuten Grenzübertritt von nordkoreanischen Soldaten mit Warnschüssen reagiert. "Mehrere nordkoreanische Soldaten, die innerhalb der entmilitarisierten Zone an der zentralen Frontlinie arbeiteten, haben die militärische Demarkationslinie überschritten", teilte der südkoreanische Generalstab am Freitag mit. "Nach Warnmeldungen und Warnschüssen haben sich die nordkoreanischen Soldaten nach Norden zurückgezogen", hieß es weiter.

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Der Übertritt ereignete sich demnach bereits am Donnerstagvormittag (Ortszeit). Den südkoreanischen Militärangaben zufolge handelte es sich bereits um den dritten Grenzübertritt von Soldaten aus dem Norden nach Südkorea. Zu zwei ähnlichen Vorfällen am Dienstag sowie Anfang Juni erklärte das südkoreanische Militär, in beiden Fällen seien die Übertritte offenbar unbeabsichtigt gewesen.

Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Ende des Korea-Krieges formell weiter im Kriegszustand. Beide Länder trennt eine etwa vier Kilometer breite entmilitarisierte Zone. In der Mitte dieses von Minen durchsetzten Streifens verläuft die Demarkationslinie.

Die Beziehungen zwischen beiden Ländern befinden sich derzeit auf einem Tiefpunkt. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte am Donnerstag nach einem Besuch in Pjöngjang, er schließe Waffenlieferungen an Nordkorea nicht aus. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hatte angekündigt, die Entwicklung von Waffen auszuweiten - auch die taktischer Atomwaffen. Als Reaktion darauf verstärkten Südkorea und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit.

Während die Aufmerksamkeit "auf Putins Paria-Partnerschaften gerichtet" sei, gefährde das die Regierung von Machthaber Kim "rücksichtslos Soldaten durch überstürzte Bauarbeiten an der innerkoreanischen Grenze", sagte Leif-Eric Easley von der Ewha-Universität in Seoul. Aus seiner Sicht zielen die Bauarbeiten mutmaßlich darauf ab, "die eigenen Landsleute drinnen und die Südkoreaner draußen zu halten". Er warnte aber davor, dass "ein Mangel an innerkoreanischen Kommunikationskanälen und vertrauensbildenden Mechanismen die Gefahr einer Eskalation in den Grenzgebieten erhöht".

Zudem hatte Nordkorea in den vergangenen Wochen mehr als tausend Ballons mit Müll über die Grenze geschickt. In den Sendungen waren unter anderem Zigarettenstummel und Toilettenpapier enthalten. Damit reagierte Pjöngjang eigenen Angaben zufolge auf Ballons südkoreanischer Aktivisten, die gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gerichtete Flugblätter und Geld für die Bevölkerung im verarmten Norden enthielten.

Am Freitag bestätigte ein südkoreanischer Aktivist, dass er weitere Ballons mit Flugblättern in den Norden geschickt habe. Der aus Nordkorea stammende Aktivist Park Sang Hak sagte, er habe am Donnerstag 20 Ballons mit Flugblättern sowie USB-Sticks mit K-Pop und Fernsehserien über die Grenze per Ballon über die Grenze geschickt.

Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim, Kim Yo Jong, sagte am Freitag, dass nach den Ballonstarts "schmutzige Tücher und Gegenstände" nahe der Grenze entdeckt worden seien, und warnte vor eine Reaktion Pjöngjangs. "Es ist offensichtlich, dass etwas passieren wird, nachdem sie etwas getan haben, was wir ihnen eindeutig untersagt haben", hieß es in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Erklärung Kims.

T.Galgano--PV

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