Pallade Veneta - Deutschland, Frankreich und Polen planen Koalition für Abstandswaffen

Deutschland, Frankreich und Polen planen Koalition für Abstandswaffen


Deutschland, Frankreich und Polen planen Koalition für Abstandswaffen
Deutschland, Frankreich und Polen planen Koalition für Abstandswaffen / Foto: SIMON WOHLFAHRT - AFP/Archiv

Deutschland, Frankreich und Polen wollen eine Koalition europäischer Staaten zur Entwicklung weitreichender Waffen gründen. "Abstandswaffen sind eine gravierende Fähigkeitslücke in Europa", erklärte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in Paris. Bis zum Nato-Gipfel im Juli sollten sich mehrere Staaten darauf verständigen, diese Lücke mittel- bis langfristig zu schließen, betonte er.

Textgröße ändern:

Eine entsprechende Absichtserklärung könne dann beim Nato-Gipfel in Washington unterzeichnet werden. Dies wäre "ein sichtbares Zeichen unserer Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen", sagte Pistorius bei einem Treffen mit seinen französischen und polnischen Kollegen, Sébastien Lecornu und Wladyslaw Kosiniak-Kamysz.

"Wir werden in Washington zeigen, wie kraftvoll und verlässlich die Europäer sich einbringen", betonte Pistorius. Er verwies darauf, dass bereits 23 europäische Alliierte, darunter auch Deutschland, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato mit Blick auf die Verteidigungsausgaben erreicht oder überschritten hätten.

Deutschland, Frankreich und Polen bekräftigten ihren Wunsch, dass die Nato künftig einer stärker koordinierende Rolle bei der Unterstützung der Ukraine einnimmt. "Es geht um die Koordinierung dessen, was heute das Ramstein-Format macht, (...) weil die Nato das kann", sagte Pistorius mit Blick auf die Verbündeten aus rund 50 Staaten, die die Ukraine unterstützen. Dadurch werde die Nato keine Kriegspartei, fügte er hinzu.

Die Verteidigungsminister der drei Länder bekräftigten, dass sie künftig wieder verstärkt im Format des Weimarer Dreiecks zusammentreffen wollten.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Von Schnurbein zur neuen Antisemitismusbeauftragten berufen

Katharina von Schnurbein wird als neue Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung Nachfolgerin von Felix Klein. Das Kabinett berief die Politikwissenschaftlerin am Mittwoch, sie soll ihr Amt am 28. Oktober antreten. Von Schnurbein war seit 2015 Antisemitismusbeauftragte der Europäischen Kommission in Brüssel. Klein war Ende August nach acht Jahren aus dem Amt geschieden.

CDU bringt sich nach Sondierungsunterbrechung in Berlin in Stellung

Einen Tag nach der Unterbrechung der rot-grün-roten Sondierungen in Berlin hat sich die CDU für eine mögliche unionsgeführte Koalition in Stellung gebracht. "Ich mache deutlich, unsere Hand ist ausgestreckt, unsere Tür steht offen", sagte CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers am Mittwoch im Sender Welt TV. Indes zeigte sich die Berliner Grünen-Chefin Nina Stahr weiter grundsätzlich bereit, die Sondierungsgespräche mit Linker und SPD fortzuführen. Die Linke betonte wiederum, ihre Tür stehe offen.

Zwölf US-Senatoren: Trumps Diesel-Deal mit Putin ist "Verrat" an den Ukrainern

Zwölf US-Senatoren haben US-Präsident Donald Trump wegen seines Abkommens mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zur Lieferung russischen Diesel-Treibstoffs "Verrat" am ukrainischen Volk vorgeworfen. Je sechs Parlamentarier der Republikaner und der oppositionellen Demokraten verlangten von Trump, die Vereinbarung rückgängig zu machen. Sie werde "auch nicht den Amerikanern zugute kommen", hieß es in dem gemeinsamen Brief, der von dem Demokraten Richard Blumenthal initiiert wurde.

Verstöße gegen Geldwäschegesetze: Bank of America muss Milliardenstrafe zahlen

Das US-Finanzministerium hat der Bank of America eine Milliardenstrafe aufgebrummt. Grund seien "Verstöße gegen Geldwäschebekämpfungs- und Sanktionsgesetze", erklärte das Ministerium am Dienstag zur Begründung. Die zweitgrößte Bank des Landes habe es versäumt, "verdächtige Transaktionen" im Wert von mehr als fünf Milliarden Dollar ordnungsgemäß zu melden. Einige der Transaktionen hätten auf "chinesische Geldwäschernetzwerke" sowie illegale Finanzgeschäfte im Bereich der südwestlichen US-Grenze hingedeutet.

Textgröße ändern: