Pallade Veneta - Trump geht bei erstem TV-Duell vor Präsidentschaftswahl in die Offensive - Biden stockt

Trump geht bei erstem TV-Duell vor Präsidentschaftswahl in die Offensive - Biden stockt


Trump geht bei erstem TV-Duell vor Präsidentschaftswahl in die Offensive - Biden stockt
Trump geht bei erstem TV-Duell vor Präsidentschaftswahl in die Offensive - Biden stockt / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

Joe Biden und Donald Trump haben sich beim ersten Fernsehduell vor der Präsidentschaftswahl in den USA heftig attackiert. Trump ging bei der Debatte des Senders CNN in der Nacht zum Freitag in die Offensive und stellte seinen Nachfolger als Versager dar. Biden bezeichnete Trump als einen "Verlierer" und warf ihm vor, zu lügen. Der Amtsinhaber stockte jedoch wiederholt.

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Beide Politiker warfen sich in dem Duell ohne Publikum gegenseitig vor, der schlechteste Präsident in der Geschichte zu sein. Der 81 Jahre alte Biden und der 78-jährige Trump gaben sich nicht die Hand, als sie das CNN-Studio in Atlanta im Bundesstaat Georgia betraten.

Biden, der Berichten zufolge eine Erkältung hatte, attackierte Trump mit merklich einstudierten Sätzen und sagte, Trump würde der erste verurteilte Straftäter im Weißen Haus werden. Trump war Ende Mai im Schweigegeldprozess von den Geschworenen für schuldig befunden worden, Geschäftsunterlagen gefälscht zu haben, um ein an die frühere Pornodarstellerin Stormy Daniels gezahltes Schweigegeld zu vertuschen. Der 78-Jährige ist damit der erste strafrechtlich verurteilte Ex-US-Präsident der Geschichte.

Bei einer der persönlichsten Attacken griff Biden zudem eine Äußerung auf, die Trump im Jahr 2018 gemacht haben soll. Trump soll sich geweigert haben, einen europäischen Friedhof mit US-Gefallenen zu besuchen und sie als "Verlierer" bezeichnet haben. Biden sagte nun über seinen verstorbenen Veteranensohn Beau, dieser sei "kein Verlierer" gewesen. Zu Trump sagte Biden, dieser sei der "Verlierer". Trump weist zurück, US-Truppen so bezeichnet zu haben.

Auch beim Thema Einwanderung griff Biden seinen Rivalen Trump an. Die Vorstellung, dass illegale Einwanderer in den USA willkommen seien, sei "einfach nicht wahr". Es gebe keine Daten, die dies stützten. "Er übertreibt, er lügt", sagte Biden.

Trump warf Biden wiederum vor, sich im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Gazastreifen auf die Seite der Palästinenser zu stellen. "Er ist wie ein Palästinenser geworden - aber sie mögen ihn nicht, weil er ein sehr schlechter Palästinenser ist, ein schwacher", sagte der 78-Jährige. Biden weigere sich, Israel zu helfen, die Arbeit zu Ende zu bringen, fuhr Trump fort.

Die USA sind der größte Unterstützer Israels im Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen. Allerdings hat sich Biden in den vergangenen Monaten zunehmend kritisch über die israelische Kriegsführung geäußert.

Auch in anderen Bereichen zog Trump eine äußerst kritische Bilanz zu Bidens Amtszeit. Die Inflation bringe die USA um, sagte der Republikaner. Trump warf Biden vor, einen "schlechten Job" gemacht zu haben. Biden entgegnete, die Wirtschaft sei unter Trump "im freien Fall" gewesen.

Aus den Reihen der Demokraten und unter Anhängern der Partei gab es enttäusche Reaktionen über das Abschneiden Bidens. Kate Bedingfield, eine ehemalige Kommunikationsdirektorin von Biden, sprach von einer "wirklich enttäuschenden" Performance des 81-Jährigen. Dessen Vizepräsidenten Kamala Harris sagte, Biden habe einen "langsamen Start" in das Duell, aber einen starken Schluss gehabt.

Das Duell fand mehr als vier Monate vor der Präsidentschaftswahl im November statt und somit zu einem ungewöhnlich frühen Zeitpunkt. Ex-Präsident Trump soll erst Mitte Juli von seinen Republikanern erneut zum Präsidentschaftskandidaten ernannt werden, die Demokraten wollen Biden bei einer Versammlung im August nominieren. Die Umfragen deuten darauf hin, dass es - wie schon 2020 - ein sehr knappes Rennen zwischen den beiden geben könnte.

T.Galgano--PV

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