Pallade Veneta - Argentiniens ultrarechte Regierung schließt staatliche Nachrichtenagentur Telam

Argentiniens ultrarechte Regierung schließt staatliche Nachrichtenagentur Telam


Argentiniens ultrarechte Regierung schließt staatliche Nachrichtenagentur Telam
Argentiniens ultrarechte Regierung schließt staatliche Nachrichtenagentur Telam / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Die Regierung des ultrarechten argentinischen Präsidenten Javier Milei hat die staatliche Nachrichtenagentur Telam geschlossen und eine Agentur für staatliche "Propaganda" daraus gemacht. Die 1945 gegründete Nachrichtenagentur mit ihren mehr als 700 Mitarbeitern werde "nicht länger so arbeiten, wie sie ursprünglich gegründet wurde", hieß es am Montag (Ortzeit) in einer Mitteilung der Regierung in Buenos Aires.

Textgröße ändern:

Telam wurde in Agentur für Staatswerbung (APE) umbenannt und soll sich nun den Angaben zufolge um "die Entwicklung, Produktion, das Marketing und den Vertrieb von nationalem und/oder internationalem Werbematerial kümmern".

Im Zuge der drastischen Haushaltskürzungen unter Milei war der Betrieb der Nachrichtenagentur Telam im März bereits ausgesetzt worden. Die Regierung hatte dies damit begründet, dass bei einem Weiterbetrieb Millionenverluste drohten.

Die zuständige Gewerkschaft kritisierte die nun vollzogene Schließung von Telam als Angriff auf die Meinungsfreiheit. "Wir setzen unseren Kampf fort, um die Arbeitsplätze und die soziale Rolle staatlicher Medien zu verteidigen, die diese Regierung zerstören will", hieß es in einer Erklärung. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte im Mai in ihrem Pressefreiheit-Ranking die Lage in Argentinien hervorgehoben und die von Milei geplante Schließung von Telam als "besorgniserregenden symbolischen Akt" kritisiert.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Islamistische Taliban feiern fünften Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

Mit Paraden und Blumen haben die radikalislamischen Taliban den fünften Jahrestag ihrer erneuten Machtübernahme in Afghanistan gefeiert - während Kritiker den zunehmenden Verlust von Freiheiten und Rechten unter der Taliban-Herrschaft beklagen. Hunderte männliche Anhänger versammelten sich am Samstag auf einem Platz neben der ehemaligen US-Botschaft in Kabul und schwenkten die weißen Flaggen der Taliban-Regierung. Militärhubschrauber warfen Blumen über einer Parade männlicher Athleten ab - Frauen dürfen in Afghanistan unter den Taliban keinen Sport treiben.

Nach Anschlag am Bondi Beach: Australien kündigt Schusswaffen-Rückkauf an

Acht Monate nach dem antisemitischen Schusswaffenangriff am australischen Bondi Beach hat der Bundesstaat New South Wales ein erstes Rückkaufprogramm für Schusswaffen eingeleitet. Ab November sollen Waffenbesitzer ihre nach neuen Gesetzen verbotenen Pistolen und Gewehre gegen Geld bei den Behörden abgeben können, wie Australiens Regierungschef Anthony Albanese am Samstag ankündigte. Weitere australische Bundesstaaten sollen folgen.

Behörden: Elf Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien drei Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Es waren die folgenreichsten Angriffe seit der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel im Juni. Die israelische Armee bezeichnete die Attacken als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah auf israelische Soldaten im Südlibanon.

Bundeswehr unterstützt UN-Einsatz in Krisenstaat Haiti mit Lufttransport

Die Bundeswehr will den UN-Einsatz in der von Armut und Bandengewalt geplagten Karibik-Republik Haiti unterstützen. Die deutschen Streitkräfte würden "kurzfristig" Lufttransportkapazitäten bereitstellen, um bei der Verlegung von Ausrüstung und Material zu helfen, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Samstag in Berlin mit. Mit der Unterstützung zeige sich Deutschland als "zuverlässiger Partner von Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen". Der Transporteinsatz solle "in den nächsten Wochen" erfolgen.

Textgröße ändern: