Pallade Veneta - Trotz Fachkräftemangels: Jeder dritte über 50-Jährige will vorzeitig in Rente

Trotz Fachkräftemangels: Jeder dritte über 50-Jährige will vorzeitig in Rente


Trotz Fachkräftemangels: Jeder dritte über 50-Jährige will vorzeitig in Rente
Trotz Fachkräftemangels: Jeder dritte über 50-Jährige will vorzeitig in Rente / Foto: Tobias Schwarz - AFP/Archiv

Trotz des Fachkräftemangels will etwa jeder dritte Beschäftigte im Alter von über 50 Jahren vorzeitig in Rente gehen. In einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Umfrage für die Techniker Krankenkasse (TK) gaben 31,3 Prozent der älteren Erwerbstätigen an, sie wollten vor dem gesetzlichen Rentenalter aus dem Job ausscheiden.

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Vor allem eine flexiblere Arbeitszeit könnte sie länger im Job halten. 73,7 Prozent der Befragten über 50 Jahren wünschen sich demnach Maßnahmen wie die Anpassung der Arbeitszeit an individuelle Bedürfnisse und 70,3 Prozent Unterstützung bei der individuellen Gestaltung des Renteneintritts. 66,6 Prozent wünschen sich ein höheres Gehalt im Gegenzug für längeres Arbeiten.

Das Institut für Betriebliche Gesundheitsberatung befragte im Januar im Auftrag der TK mehr als tausend Erwerbstätige sowie Personalverantwortliche und Geschäftsführer von mehr als 300 Unternehmen.

Für die Betriebe gewinnt die Bindung von älteren Beschäftigten zunehmend an Bedeutung. Mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen geben demnach an, dass die Bindung von älteren Beschäftigten in den kommenden drei Jahren eine große Rolle spielen wird. Bei knapp der Hälfte der Firmen geht in den nächsten fünf Jahren mehr als ein Viertel der Belegschaft in den Ruhestand.

Nicht zuletzt ist die Gesundheit ein wesentlicher Faktor für längeres Arbeiten. Wie Daten der TK zeigen, bleiben insgesamt gut elf Prozent der Erwerbstätigen auch im regulären Rentenalter berufstätig. Dabei zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Fehlzeiten in jüngeren Jahren und dem längeren Arbeiten über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus.

Von den Beschäftigten, die im Jahr 2012 keinen einzigen Tag arbeitsunfähig gemeldet waren, arbeiteten 14,1 Prozent nach ihrem regulären Renteneintritt immer noch. Von den denjenigen, die 43 Tage oder mehr krankgeschrieben waren, waren es nur 7,1 Prozent. Im vergangenen Jahr hatten über 50-Jährige im Schnitt zehn Fehltage mehr als jüngere Beschäftigte.

Das Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen wertete Abrechnungsdaten von mehr als 420.000 bei der TK versicherten Berufstätigen aus den Geburtsjahrgängen 1948 bis 1956 aus, die zwischen 2014 und 2023 den 67. Geburtstag erreichten oder starben.

R.Lagomarsino--PV

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