Pallade Veneta - Gegengewicht zum Westen: Xi und Putin bei Treffen von Shanghaier Organisation

Gegengewicht zum Westen: Xi und Putin bei Treffen von Shanghaier Organisation


Gegengewicht zum Westen: Xi und Putin bei Treffen von Shanghaier Organisation
Gegengewicht zum Westen: Xi und Putin bei Treffen von Shanghaier Organisation / Foto: Sergei GUNEYEV - POOL/AFP

Es soll eine Demonstration des Gegengewichts zur westlichen Welt sein: Die Präsidenten Russlands und Chinas, Wladimir Putin und Xi Jinping, haben in Kasachstan beim Treffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) ihren Willen zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit bekräftigt. Wie auf Bildern des russischen Staatsfernsehen zu sehen war, trafen sich Putin und Xi am Mittwoch in der kasachischen Hauptstadt Astana.

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Die SOZ stärke ihre Rolle als "einer der Stützpfeiler einer gerechten, multipolaren Weltordnung", sagte Putin zum Auftakt des Treffens mit Xi. Insbesondere Russlands Beziehung zu China durchlaufe derzeit "die beste Phase der Geschichte". Xi nannte Putin seinerseits einen "alten Freund". Russland und China sollten das "ursprüngliche Ziel ihrer Freundschaft über Generationen hinweg aufrecht erhalten".

Zuvor hatte Putin bei einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seinen Willen bekräftigt, die Türkei zu besuchen. "Ich werde auf jeden Fall kommen", sagte Putin in dem Gespräch mit Erdogan. Die Türkei positioniert sich als möglicher Vermittler bei Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs. Zugleich hält das Land trotz seiner Mitgliedschaft in der Nato intensive wirtschaftliche Beziehungen zu Russland aufrecht.

Der 2001 als politisches und wirtschaftliches Gegengewicht zu westlichen Institutionen gegründeten SOZ gehören insgesamt neun Staaten an: China, Russland, die vier zentralasiatischen Länder Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan sowie der Iran, Indien und Pakistan. Der Iran, der bereits 2008 seine Aufnahme beantragt hatte, war erst vor Kurzem in die Organisation aufgenommen worden. Mit der SOZ sind zudem 14 sogenannte "Dialogpartner" verbunden, zu denen die Türkei und mehrere Golfstaaten gehören.

Zum Abschluss des Treffens in Kasachstan soll am Donnerstag die Aufnahme von Belarus in die SOZ bekanntgegeben werden. Erwartet wird auch eine Grußbotschaft von UN-Generalsekretär António Guterres an die Mitgliedsstaaten.

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning, hatte im Vorfeld des Treffens erklärt, nach Überzeugung Pekings werde das SOZ-Treffen in Kasachstan zur Förderung von "Sicherheit, Stabilität und Entwicklung" der Mitgliedsstaaten sowie zu "anhaltendem Frieden und gemeinsamem Wohlstand auf der Welt" beitragen.

Die Mitgliedsstaaten der SOZ verfolgen jedoch teils stark unterschiedliche Interessen. So wollen etwa Putin und Xi einerseits gemeinsame Sache gegen den Westen machen - andererseits konkurrieren Russland und China um wirtschaftlichen Einfluss insbesondere in Zentralasien.

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich diese Konkurrenz weiter verschärft: Russland ist bemüht, seinen Einfluss auf die früheren Sowjetrepubliken Zentralasiens aufrechtzuerhalten - während diese wirtschaftlich stärker denn je mit China verbunden sind. Zugleich sind westliche Staaten darum bemüht, ihren Einfluss in der Region auszubauen.

P.Colombo--PV

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