Pallade Veneta - Fünf Hamas-Mitglieder unter sieben Toten bei israelischem Einsatz in Westjordanland

Fünf Hamas-Mitglieder unter sieben Toten bei israelischem Einsatz in Westjordanland


Fünf Hamas-Mitglieder unter sieben Toten bei israelischem Einsatz in Westjordanland
Fünf Hamas-Mitglieder unter sieben Toten bei israelischem Einsatz in Westjordanland / Foto: JAAFAR ASHTIYEH - AFP

Bei einem israelischen Militäreinsatz im besetzten Westjordanland sind am Freitag nach palästinensischen Angaben sieben Menschen getötet worden. Die Toten des Einsatzes in Dschenin im Norden des Palästinensergebiets seien zwischen 19 und 54 Jahren alt, erklärte das Gesundheitsministerium der palästinensischen Autonomiebehörde. Die radikalislamische, im Gazastreifen herrschende Hamas erklärte, fünf der "Märtyrer" gehörten zu ihren Mitgliedern. Einen getöteten 30-Jährigen namens Ahmed Mahmud al-Aridi bezeichnete die Palästinensergruppe als "Kommandant".

Textgröße ändern:

Nach einem Bericht der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa umringten Militärfahrzeuge am Freitag ein Haus in der Flüchtlingssiedlung Dschenin. Die israelischen Einsatzkräfte forderten per Lautsprecher, "einen der Bewohner auf, sich zu ergeben", hieß es. Danach seien Panzerabwehrhandwaffen eingesetzt worden, auch sei eine Drohne in dem vier Stunden andauernden Einsatz genutzt worden.

Nach Angaben der israelischen Armee diente der Einsatz dazu, Kämpfer zu finden, die hinter einem Bombenanschlag steckten, bei dem ein israelischer Hauptmann getötet wurde. Dem Militär zufolge wurden zwei Kämpfer getötet, die an dem Angriff beteiligt waren.

"Während der Antiterror-Operation kam es zu Schusswechseln mit Terroristen in der Gegend", erklärte das Militär. "Gleichzeitig umstellten die Soldaten ein Gebäude, in dem sich weitere Terroristen verbarrikadiert hatten." Aus der Luft habe die Armee zudem eine "bewaffnete Terrorzelle" angegriffen, fügte das israelische Militär hinzu.

Mindestens zwölf Palästinenser sind in dieser Woche bei israelischen Einsätzen im von Israel besetzten Westjordanland getötet worden. Dort ist die Gewalt seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas im Gazastreifen weiter eskaliert.

Seit dem Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober vergangenen Jahres wurden nach palästinensischen Angaben im Westjordanland mindestens 565 Palästinenser durch israelische Soldaten oder Siedler getötet. Mindestens 16 Israelis, darunter auch Soldaten, wurden nach israelischen Angaben bei palästinensischen Angriffen getötet.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Islamistische Taliban feiern fünften Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

Mit Paraden und Blumen haben die radikalislamischen Taliban den fünften Jahrestag ihrer erneuten Machtübernahme in Afghanistan gefeiert - während Kritiker den zunehmenden Verlust von Freiheiten und Rechten unter der Taliban-Herrschaft beklagen. Hunderte männliche Anhänger versammelten sich am Samstag auf einem Platz neben der ehemaligen US-Botschaft in Kabul und schwenkten die weißen Flaggen der Taliban-Regierung. Militärhubschrauber warfen Blumen über einer Parade männlicher Athleten ab - Frauen dürfen in Afghanistan unter den Taliban keinen Sport treiben.

Nach Anschlag am Bondi Beach: Australien kündigt Schusswaffen-Rückkauf an

Acht Monate nach dem antisemitischen Schusswaffenangriff am australischen Bondi Beach hat der Bundesstaat New South Wales ein erstes Rückkaufprogramm für Schusswaffen eingeleitet. Ab November sollen Waffenbesitzer ihre nach neuen Gesetzen verbotenen Pistolen und Gewehre gegen Geld bei den Behörden abgeben können, wie Australiens Regierungschef Anthony Albanese am Samstag ankündigte. Weitere australische Bundesstaaten sollen folgen.

Behörden: Elf Tote bei israelischen Angriffen im Südlibanon

Bei israelischen Angriffen im Süden des Libanon sind nach Behördenangaben mindestens elf Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien drei Kinder, teilte das libanesische Gesundheitsministerium am Samstag mit. Es waren die folgenreichsten Angriffe seit der Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen dem Libanon und Israel im Juni. Die israelische Armee bezeichnete die Attacken als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah auf israelische Soldaten im Südlibanon.

Bundeswehr unterstützt UN-Einsatz in Krisenstaat Haiti mit Lufttransport

Die Bundeswehr will den UN-Einsatz in der von Armut und Bandengewalt geplagten Karibik-Republik Haiti unterstützen. Die deutschen Streitkräfte würden "kurzfristig" Lufttransportkapazitäten bereitstellen, um bei der Verlegung von Ausrüstung und Material zu helfen, teilte das Bundesverteidigungsministerium am Samstag in Berlin mit. Mit der Unterstützung zeige sich Deutschland als "zuverlässiger Partner von Friedenseinsätzen der Vereinten Nationen". Der Transporteinsatz solle "in den nächsten Wochen" erfolgen.

Textgröße ändern: