Pallade Veneta - Dröge erwartet Entscheidung von Habeck über Grünen-Kanzlerkandidatur

Dröge erwartet Entscheidung von Habeck über Grünen-Kanzlerkandidatur


Dröge erwartet Entscheidung von Habeck über Grünen-Kanzlerkandidatur
Dröge erwartet Entscheidung von Habeck über Grünen-Kanzlerkandidatur / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Nach dem Verzicht von Annalena Baerbock auf die Kanzlerkandidatur der Grünen richten sich die Augen auf die Ambitionen von Vizekanzler Robert Habeck. "Er muss für sich selber entscheiden, ob er das möchte - aber ich traue ihm sehr viel zu", sagte Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge am Donnerstag in der RTL/ntv-Sendung "Frühstart" mit Blick auf eine Kanzlerkandidatur Habecks. Der Bundeswirtschaftsminister habe das Land durch schwierige Zeiten gesteuert und gezeigt, wie gutes Regieren gehe.

Textgröße ändern:

Dröge verwies auf Habecks Äußerungen vom Vorabend, wonach alle weiteren Fragen zu einer Kanzlerkandidatur durch den Grünen-Bundesvorstand erst noch entschieden werden müssten. Annalena Baerbock hatte in einem Interview mit dem US-Sender CNN am Rande des Nato-Gipfels in Washington ihre Entscheidung damit begründet, dass sie sich voll auf ihre Aufgabe als Außenministerin konzentrieren wolle.

Aus der Sicht Dröges war dies eine "sehr verantwortungsvolle Entscheidung". Auch den Zeitpunkt und die Art der Verkündung findet die Grünen-Fraktionsvorsitzende nachvollziehbar, wie die Fraktionschefin gegenüber RTL und ntv sagte. Baerbock habe damit Klarheit geschaffen darüber, wie sich die deutsche Außenpolitik aufstellt.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Sven-Christian Kindler äußerte im Deutschlandfunk die Erwartung, "dass Robert Habeck eine extrem wichtige Rolle für uns im Wahlkampf spielen wird". Die Entscheidung werde aber in den Parteigremien gefällt, sagte er.

"Wir brauchen Teamplay", sagte Kindler. Er verwies darauf, dass Habeck gemeinsam mit Baerbock "zu den beliebtesten Politikern der Grünen" gehöre. Mit Blick auf Baerbocks Entscheidung äußerte Kindler seinen "tiefen Respekt für diese Entscheidung, die eigenen Ambitionen hinter die gemeinsame Verantwortung zu stellen".

C.Conti--PV

Empfohlen

Taliban feiern fünften Jahrestag ihrer Machtübernahme in Afghanistan

Die radikalislamischen Taliban in Afghanistan haben den fünften Jahrestag ihrer Machtübernahme in der Hauptstadt Kabul mit zahlreichen Flaggen und Konvois von Militärfahrzeugen gefeiert. Hunderte Menschen versammelten sich am Samstag auf einem Platz neben der ehemaligen US-Botschaft, Männer und Kinder schwenkten unter den Augen von Sicherheitskräften die weißen Flaggen der Taliban-Regierung, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Jahrestag der Kapitulation: Japans Verteidigungsminister besucht umstrittenen Schrein

Zum 81. Jahrestag der Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg hat Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi demonstrativ den umstrittenen Yasukuni-Schrein besucht - Regierungschefin Sanae Takaichi blieb dem von China und Südkorea immer wieder kritisierten Ort dagegen fern. Koizumi besuchte den Schrein zum Gedenken an die japanischen Kriegstoten am Samstag ebenso wie tausende andere Japaner. An dem Schrein wird auch verurteilten Kriegsverbrechern gedacht.

Trump will Straße von Hormus zu US-Territorium erklären - Iran widerspricht

US-Präsident Donald Trump will die Straße von Hormus nach eigenen Angaben "bald" zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären. "Nachdem wir den Iran besiegt haben (...), werde ich die Straße von Hormus schon bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er am Freitag mit einem Schmunzeln bei einer politischen Veranstaltung an einer Polizeiakademie im Bundesstaat New York. "Es ist wahr", fuhr er fort.

Nach Dialogrunde: Mehr als 130 politische Gefangene in Venezuela freigelassen

Nach der ersten Runde des nationalen Dialogs zwischen Regierung und Opposition sind in Venezuela mehr als 130 politische Gefangene freigelassen worden. Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten am Freitag, wie vor einem Gefängnis in Guatire, rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Caracas, Familienangehörige auf die Inhaftierten warteten und diese dann nach der Freilassung in die Arme nahmen. Es seien insgesamt 131 Gefangene freigelassen worden, erklärte die Regierung.

Textgröße ändern: