Pallade Veneta - Baerbock ruft Grüne zur Unterstützung des Ampel-Kurses im Ukraine-Krieg auf

Baerbock ruft Grüne zur Unterstützung des Ampel-Kurses im Ukraine-Krieg auf


Baerbock ruft Grüne zur Unterstützung des Ampel-Kurses im Ukraine-Krieg auf
Baerbock ruft Grüne zur Unterstützung des Ampel-Kurses im Ukraine-Krieg auf / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat an ihre Partei appelliert, den von der Bundesregierung eingeschlagenen Weg zur Unterstützung der Ukraine und der Ausrüstung der Bundeswehr mitzutragen. "In diesen Momenten, wo das Unvorstellbare doch bittere Realität geworden ist, tragen wir Verantwortung und müssen Dinge entscheiden, die wir uns bisher nicht vorstellen konnten", sagte sie in einem Vieno-Beitrag für den Länderrat der Grünen am Samstag in Düsseldorf.

Textgröße ändern:

Denn es gehe "um unser Friedensprojekt Europa", sagte Baerbock. Sie sei dankbar dafür, dass die Grünen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und sich nicht wegduckten. Baerbock zeigte zugleich Grenzen auf und erteilte der Errichtung einer Flugverbotszone über der Ukraine eine klare Absage. "So sehr es einem das Herz zerreißt - wir müssen kühlen Kopf bewahren", sagte die Bundesaußenministerin. Denn es gebe auch die Verantwortung dafür, "dass dieser Krieg nicht ein Krieg in ganz Europa wird".

Baerbock verteidigte nicht nur die geplante Liefering schwerer Waffen an die Ukraine, sondern auch das vorgesehene Sondervermögen für die bessere Ausstattung der Bundeswehr. So etwas hätten die Grünen bislang nicht diskutiert. "Aber wenn sich die Welt verändert, müssen sich auch unsere politischen Antworten verändern", sagte sie.

Auch Parteichef Omid Nouripour verteidigte den Kurs der Grünen, der Lieferung auch schwerer Waffen an die Ukraine zuzustimmen. Der Krieg zwinge dazu, Dinge zu tun, die vor einigen Wochen noch nicht vorstellbar gewesen seien, sagte er auf dem Länderrat. "Wir werden immer Friedenspartei bleiben", zeigte sich Nouripour überzeugt. Zugleich "schauen wir als Regierungspartei der Realität ins Gesicht", rechtfertigte er den Kurs der Parteiführung.

Während die Grünen die Lieferung schwerer Waffen geschlossen mittragen, gibt es beim geplanten Sondervermögen in der Partei Bedenken. Die Grüne Jugend wehrt sich dagegen, bereits jetzt schon eine feste Summe für die Ausstattung der Bundeswehr zu beschließen. Dazu hat die Nachwuchsorganisation eine Änderungsantrag zum Antrag des Bundesvorstands vorgelegt, über den auf dem Länderrat abgestimmt werden soll.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Medien: Ukrainisches Flugzeug in Leipzig neben Drohne war mit Munition beladen

Eines der ukrainischen Flugzeuge, neben dem in Leipzig die Sprengstoff-Drohne gefunden wurde, war einem Medienbericht zufolge mit militärischer Munition beladen. Diese sei offenbar kurz zuvor aus Frankreich nach Leipzig transportiert worden und für den Weitertransport vorgesehen gewesen, berichteten am Donnerstag NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Die Medien beziehen sich dabei auf einen vertraulichen Bericht der Polizei.

Schauspielerin Iris Berben bekommt Deutschen Kulturpolitikpreis

Die Schauspielerin Iris Berben wird mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis ausgezeichnet. Die Verleihung durch den Deutschen Kulturrat findet am 24. September in Berlin statt, wie die Organisatoren am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilten. Die Laudatio hält der Pianist Igor Levit.

Wahl-O-Mat zu Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gestartet

Rund einen Monat vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist der sogenannte Wahl-O-Mat online gestartet. Nutzerinnen und Nutzer können ihre eigenen Positionen zu 38 politischen Thesen mit denen der 15 zur Wahl zugelassenen Parteien abgleichen. Das von der Bundeszentrale für politische Bildung entwickelte digitale Angebot soll Wahlberechtigten bei der Entscheidungsfindung helfen.

Bundesverfassungsgericht: Bundestag muss "zeitnah" über Wahleinsprüche entscheiden

Der Bundestag muss nach Auffassung des Bundesverfassungsgerichts "zeitnah" über Wahleinsprüche entscheiden. In einem am Donnerstag veröffentlichten Beschluss erklärten die Karlsruher Richter, es sei nicht ersichtlich, warum das Parlament die für die Wahlprüfung erforderlichen Schritte nicht unverzüglich nach seiner Konstituierung einleitete. Eine Wahlprüfungsbeschwerde gegen die Fünf-Prozent-Sperrklausel, um die es hauptsächlich in dem Verfahren ging, verwarf der Zweite Senat. (2 BvC 20/26)

Textgröße ändern: